Juli bis September

22. Oktober 2019 06:49; Akt: 22.10.2019 07:06 Print

UBS erzielt einen Gewinn von über 1 Milliarde Dollar

Die Zahlen für das dritte Quartal der UBS liegen vor. Der Reingewinn sank um 16 Prozent, liegt aber dennoch über den Erwartungen.

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Die UBS hat im dritten Quartal 2019 zwar deutlich weniger verdient als im Vorjahr, aber die Erwartungen des Marktes trotzdem übertroffen. Für die nähere Zukunft gibt sich die Grossbank angesichts der anhaltenden Unsicherheiten weiterhin zurückhaltend.

Konkret erzielte die grösste Schweizer Bank in der Periode von Juli bis September einen Gewinn vor Steuern von 1,35 Milliarden US-Dollar nach 1,70 Milliarden im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich verblieb mit 1,05 Milliarden ebenfalls weniger als in der Vergleichsperiode mit 1,25 Milliarden.

Die Erwartungen des Marktes wurden damit aber übertroffen: Der AWP-Konsens für den Vorsteuergewinn lag bei 1,28 Milliarden US-Dollar und für den Reingewinn bei 0,95 Milliarden US-Dollar.

«Solides Ergebnis»

Der Geschäftsertrag ging deutlich auf 7,09 Milliarden zurück und lag damit auch unter den erwarteten 7,17 Milliarden US-Dollar. Bei Aufwänden von 5,74 Milliarden Dollar ergab sich ein weiterhin hohes Verhältnis aus Kosten zu Erträgen (Cost/Income-Ratio) von rund 81 Prozent.

UBS-Chef Sergio Ermotti kommentierte die Leistung in der Medienmitteilung vom Dienstag wie folgt: «In Anbetracht der Marktbedingungen haben wir ein solides Ergebnis erzielt». Mit weiteren Massnahmen soll die Profitabilität gesteigert werden, so der Konzernchef weiter.

Wieder neue Gelder angezogen

Von besonderer Bedeutung sind für den grössten Vermögensverwalter der Welt jeweils die Nettoneugelder. Nach einem überraschenden Abfluss von 2 Milliarden im zweiten Quartal 2019 konnte die globale Vermögensverwaltungseinheit Global Wealth Management (GWM) im dritten Quartal nun wieder einen Zufluss von 15,7 Milliarden Dollar verzeichnen. Die bereinigte Nettomarge in der Vermögensverwaltung betrug 15 Basispunkte nach 14 Basispunkten im Vorquartal.

Die insgesamt verwalteten Vermögen der gesamten Bank legten aufgrund der Marktentwicklung gar stärker zu. Sie beliefen sich per Ende Quartal auf 3422 Milliarden nach 3381 Milliarden Dollar per Mitte 2019.

Wenig verändert zum Quartalsende präsentierten sich die Kapitalzahlen. Die harte Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt) lag bei 13,1 Prozent nach 13,3 Prozent per Ende Juni. Die entsprechende Leverage Ratio, also die nicht risikogewichtete Verschuldungsquote, kam bei 3,84 Prozent nach 3,83 Prozent zu liegen. Bekanntlich legt die Bank grossen Wert auf solide Werte: Mit den aktuell ausgewiesenen Kenngrössen liegt die Bank im Bereich der angepeilten Grössenordnung (13).

Sorge über geopolitische Spannungen

Für die weitere Entwicklung gibt sich das Management gewohnt vorsichtig. Mit Blick auf das Gesamtjahr hiess es ähnlich wie bereits vor drei Monaten: Die ohnehin tiefen, teils hartnäckig negativen Zinsen sowie die Erwartung weitere geldpolitischer Lockerungen würden den Nettozinsertrag im Vergleich zum letzten Jahr beeinträchtigen.

Der diversifizierte Regionen- und Geschäftsmix der UBS und die getroffenen Massnahmen würden jedoch helfen, die Auswirkungen zu mindern. Ein Anstieg der verwalteten Vermögen sollte zudem dem wiederkehrenden Ertrag zugutekommen.

«Nachhaltigen, langfristigen Wert»

Die Stimulierungsmassnahmen und die Lockerung der Geldpolitik durch die Notenbanken könnten zudem dazu beitragen, die Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums mittelfristig zu mildern. Nach wie vor trübten allerdings geopolitische Spannungen und Handelskonflikte die Anlegerstimmung. Fortschritte bei der Lösung dieser Probleme würden wahrscheinlich die Stimmung aufhellen und die Konjunkturaussichten verbessern.

Die Bank strebt «ein ausgewogenes Verhältnis von Wachstumsinvestitionen einerseits und Effizienzmassnahmen andererseits» an. Ausserdem will sie die Ziele für die Kapitalrückführung erreichen und den Aktionären «nachhaltigen, langfristigen Wert» schaffen.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nomatter am 22.10.2019 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    logisch...

    Und jetz bekommen wir Kunden etwas davon ab?! Logisch wenn sie jedem Kunden eine Kontoführungsabzug machen pro Monat, obwohl die Mehrheit selbst die Kontoführung übernimmt via Ebanking! Sauerei

    einklappen einklappen
  • Pensionärin am 22.10.2019 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Alte Leute Schröpfen

    1 Millarde Gewinn in 3 Monaten! Dann können die nicht einmal die "Strafgebühren" für alte Leute fallen lassen, weil sie ihre Zahlungen nicht mit dem PC über das Internet machen?

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  • Gügi am 22.10.2019 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sparfuchs

    Soviel zu Minuszinsen und horrende Manager Bonis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • moreno am 24.10.2019 01:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unsere Gesellschaft

    das Resultat des Menschen, und die gier nach Geld... das letzte Hemd hat keine Taschen!

  • Swissgirl am 23.10.2019 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    250 Franken für den Steuerauszug!

    Und der Steuerauszug von Kontis bei dieser Bank kostet neu 250 Franken. Mir kommt die Galle hoch. Diese geldgierigen Bankster kriegen den Hals nie voll!

    • Daves am 24.10.2019 07:02 Report Diesen Beitrag melden

      Konto künden?

      Ist wohl der Grund weshalb ich niemals zu so einer Bank gehen würde...

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  • Daniel1184 am 23.10.2019 11:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1 Milliarde Gewinn...

    ...und in ein paar Jahren werden alle dazu verdonnert auf das Ersparte Negativzinsen zu zahlen.....!

    • Swissgirl am 23.10.2019 12:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daniel1184

      Die kommen nächstes Jahr schon, dann wird der Gewinn bei 1,5 Milliarden sein. Diese Bank gehört boykottiert!

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  • Rico M am 23.10.2019 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Jobs für normale Leute!

    Nicht alles ist perfekt bei der UBS, schon klar. Aber neben dem Gemecker über die wenigen Millionäre im Vorstand denkt doch mal an die tausenden normalen Schweizer die von diesen Jobs leben! Mütter und Väter die echt froh sind einen guten Job dort zu haben, mit dem Gehalt hier einkaufen und hohe Steuern zahlen. Macht die UBS hohe Gewinne zahlt sie auch hohe Steuern in der Schweiz, davon haben wir alle was! Wir sollten froh sein solche Unternehmen zu haben! Klar muss dort vieles besser werden, aber uns geht es sicher nicht besser, wenn die Amis dieses Geschäft machen statt unserer Banken!

  • Vernunftbegabter am 23.10.2019 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Uninteressant...

    So und jetzt kann sich die Managerkaste an die Bonusverteilung machen, das Einzige wofür diese sogenannten Topmanager was taugen. Solange dieses Spiel so von den Aktionären akzeptiert wird...regt euch ab, es bringt nichts...die Aktionäre sind grösstenteils die selbe Kaste von raffgierigen Geldsäcken. Holt euer Geld ab, verkauft die wertlose Aktie und wechselt auf eine andere Bank, befreit euch von dieser Last. Wenden wir uns den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu, das Überleben der Menschheit auf der Erde im Zuge des Klimawandels. Die einzig wirklich reale Bedrohung für die Menschheit.