Gesamtergebnis

22. Januar 2019 06:48; Akt: 22.01.2019 07:07 Print

UBS verdiente im letzten Jahr 4,9 Milliarden Dollar

Die Schweizer Grossbank hat ihre Zahlen bekannt gegeben. Im letzten Quartal musste sie Abstriche machen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die UBS hat im vierten Quartal 2018 die Erwartungen der Börsenexperten verfehlt. Als Gründe nennt die Grossbank nicht zuletzt das herausfordernde Umfeld. Im Gesamtjahr hat das Institut aber deutlich mehr verdient als im Vorjahr, das wegen eines grösseren Abschreibers in den USA schwach ausgefallen war. Am verbesserten Ergebnis sollen auch die Aktionäre in Form einer höheren Dividende teilhaben. Für die nächsten Quartale gibt sich die grösste Schweizer Bank angesichts der Unsicherheiten vorsichtig.

Die UBS, welche ihre Geschäftszahlen neuerdings in US-Dollar rapportiert, erzielte laut Mitteilung vom Dienstag in der Periode von Oktober bis Dezember 2018 einen Reingewinn von 696 Millionen US-Dollar. Wegen der von US-Präsident Donald Trump beschlossenen Steuerreform hatte sie im Vorjahr einen hohen Abschreiber verbuchen müssen und war damit deutlich in die roten Zahlen (-2,42 Mrd) gerutscht.

Erwartungen nicht erfüllt

Auf rapportierter Basis verdiente die UBS vor Steuern 862 Millionen US-Dollar und schliesst damit nur knapp besser ab als in der Vorjahresperiode (845 Millionen). Die Erwartungen des Marktes wurden damit nicht erfüllt: Der AWP-Konsens für den Reingewinn lag bei 751 Millionen, derjenige für den Vorsteuergewinn bei 960 Millionen Dollar.

Für das Gesamtjahr 2018 weist die Bank einen Gewinn von 4,9 Milliarden US-Dollar aus, im Jahr davor waren es wegen des US-Abschreibers lediglich 0,97 Milliarden gewesen. Entsprechend sollen auch die Aktionäre mehr erhalten. Und zwar 0,70 Franken pro Aktie, was einer Steigerung um 5 Rappen entspricht. Zusätzlich plant die Grossbank im Rahmen ihres laufenden Rückkaufprogramms im laufenden Jahr Titel im Volumen von 1 Milliarde US-Dollar zu erwerben. 2018 wurden Rückkäufe in Höhe von 750 Millionen Franken getätigt.

Gedrückte Stimmung

Von besonderer Bedeutung sind für den grössten Vermögensverwalter der Welt die Neugelder von Kunden. Nach einen Zufluss von 13,5 Milliarden Franken im dritten Quartal musste die Bank im Schlussquartal eine Abfluss im Umfang von 7,9 Milliarden US-Dollar hinnehmen. Im Gesamtjahr wurden der Bank von ihren Kunden netto insgesamt 24,7 Milliarden neu anvertraut.

Die verwalteten Vermögen beliefen sich damit per Ende Jahr auf 3'101 Milliarden und lagen damit deutlich unter den 3'330 Milliarden per Ende September. Die bereinigte Nettomarge beziffert die UBS für das Berichtsquartal auf 13 Basispunkte nach 17 Basispunkten im Vorquartal bzw. 18 im Vorjahresquartal..

Abgenommen hat zum Quartalsende die harte Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt). Sie ging auf 13,1 Prozent von 13,5 Prozent per Ende September zurück. Die Leverage Ratio, also die nicht risikogewichtete Verschuldungsquote, nahm leicht auf 3,81 Prozent von 3,80 Prozent zu.

Für das laufenden erste Quartal gibt sich das Management zurückhaltend. Die gedrückte Stimmung dürfte die Kundenaktivität weiter belasten.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ändu am 22.01.2019 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Zins auf dem Sparkonto

    Warum nicht den Zins erhöhen, damit auch die Kleinen was haben von diesem Gewinn?

  • Laura am 22.01.2019 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reiche sahnen ab

    Der grosse Teil der Mitarbeiter hat seit 12 Jahren den gleichen Lohn. Egal wieviel man leistet und wie das Ergebnis ist...

    einklappen einklappen
  • BobOfOz;) am 22.01.2019 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und weiter?

    Jetzt müssen sie nur noch 90% davon als Rücklagen behalten statt an die Aktionäre auszuzahlen. Dann wären sie innert weniger Jahre nicht mehr "too big to fail", und dürfen von mir aus riskant spekulieren mit ihrem eigenen Kapital statt unserem ersparten

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gummiribbel am 23.01.2019 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Nachricht an den Thiel-Beleidiger

    Geh doch mal eine Runde vor der UBS drehen, die hätte es nötig.

  • Heinz. am 23.01.2019 05:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine kleine Frage

    Muss das Volk noch etwas bezahlen via Steuergelder damit man es auf 10 Milliarden aufrunden darf?

  • Walterli am 22.01.2019 21:02 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Somit wir sofort deutlich, dass mehrere hundert Stellen abgebaut werden müssen.

  • Nötli ins Pfötli am 22.01.2019 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Tr(i)ump

    Oh, da freuen sich aber die Amis, dass wieder Kleingeld vorhanden ist.

  • Ernst Heinrich am 22.01.2019 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wo denn.

    Alles schon gut aber das Wort verdient ist meiner Meinung nach falsch.