Umstrukturierung

06. September 2019 07:44; Akt: 06.09.2019 08:55 Print

UBS soll Hunderte Jobs streichen

Die Grossbank will die Investmentbank grundlegend umbauen. Laut Berichten sollen dabei Stellen in höheren Positionen wegfallen.

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Die Schweizer UBS will in ihrer Investmentbank hunderte von Stellen streichen. Das berichtet die «Financial Times» in ihrer Online-Ausgabe. Der Abbau sei Teil eines umfassenderen Sanierungsprogramms, mit dem das zuletzt schwächelnde Geschäft wieder auf Vordermann gebracht werden soll. Die UBS wollte sich nicht zu dem Bericht äussern.

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Gegenüber Radio SRF bestätigte die Grossbank am Donnerstag lediglich, dass eine grundlegende Umstrukurierung geplant sei. Besonders betroffen von dem Abbau dürften gemäss «Financial Times» höhere Positionen sein. UBS wolle damit Doppelungen beseitigen.

Das Aktiengeschäft werde mit dem Devisen-, Zins- und Kreditgeschäft zusammengeführt, hiess es in dem Bericht mit Bezug auf Insider. Damit werde eine einzige Wertpapier- und Handelseinheit geschaffen. Mit den Massnahmen solle der Gewinn der Division hochgeschraubt werden.

Rekordtiefe Zinsen belasten

Wie die ganze Branche leidet UBS unter den rekordtiefen Zinsen und den politischen Unsicherheiten. Vor diesem Hintergrund bunkern viele Kunden grosse Teile ihres Vermögens in bar und entziehen der Bank damit Gebühreneinnahmen. «Die Stimmung bei den Kunden ist immer noch schlecht», erklärte ein UBS-Manager kürzlich. «Sie haben sich im November und Dezember die Finger verbrannt und jetzt gibt es immer noch keinen Grund, optimistisch zu sein.»

Die grossen Investmentbanken haben Angaben der Datenanalyse-Firma Coalition zufolge den schlechtesten Jahresstart seit 2006 verzeichnet. In den ersten sechs Monaten 2019 sanken die Erträge der Branche um elf Prozent auf 76,8 Milliarden Dollar. Die operativen Margen sanken auf den tiefsten Stand seit vier Jahren.

Tausende Jobs weg

Als Reaktion auf die schwachen Resultate haben viele Institute die Axt beim Personal angesetzt. Die Deutsche Bank hat Anfang Juli den Abbau von weltweit 18.000 Stellen angekündigt, wobei laut Konzernchef Christian Sewing auch in Deutschland eine «substanziellen Zahl an Stellen» wegfallen wird.

Bei der HVB-Mutter Unicredit sollen Insidern zufolge weltweit rund 10.000 Jobs gestrichen werden. Die Commerzbank will im Herbst eine überarbeitete Strategie präsentieren - auch hier rechnen Beobachter mit weiteren Stellenstreichungen. Und bei der britischen HSBC sollen 4000 Arbeitsplätze wegfallen.

(dob/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alfi am 06.09.2019 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Boss weg

    Ich bin nur dafür, wenn zuerst der oberste Geldgeier geht. Aber es kommt ja bekanntlich nichgs besseres nach.

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  • Danilo am 06.09.2019 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gierig

    Umstrukturierung? Den Chefs geht es nur darum dass ihre Kasse stimmt. Alles Andere interessiert sie nicht. Sie schwimmen im Geld. Sind sie deswegen glücklicher? Eigentlich sind das ganz arme Menschen.

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  • Peter am 06.09.2019 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    No UBS

    Diese Bank gehört zerschlagen, schadet der Schweiz nur! Prozess um Prozess, die Kunden dürfen alles bezahlen und die Bank hat den Bezug zur Schweiz völlig verloren! Steuern wurden im letzten Jahrzehnt praktisch keine bezahlt... diese UBS braucht kein Mensch, die Schweiz schon gar nicht!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Eri am 12.09.2019 02:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UBS...

    ...hiess früher einmal Union Bank of Switzerland. Heute haben die Buchstaben UBS überhaupt keine Bedeutung mehr...also kann dieser Saftladen geschlossen werden.

  • Gene Amdahl am 10.09.2019 01:15 Report Diesen Beitrag melden

    Close em down

    Damit nie mehr Verluste anfallen, schliesst einfach die UBS.

  • J. Klontz am 09.09.2019 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Abwickler

    Eigentlich müssten wir die Grossbanken kontrolliert zerschlagen bis kein Institut mehr zu gross wäre dass es nicht Konkurs gehen kann. Die Branche schadet dem Ruf der Schweiz im Ausland extrem.

  • ubs am 09.09.2019 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kredit vom volk

    Ich verstehe einfach nicht, wie diese Bank und ihre CEOs einfach so weiter machen können/konnten, obwohl wir steuerzahler ihnen geholfen haben/hatten zu überleben. Auch, dass der Bund nichts dagegen unternommen hatte, es weiterläuft wie immer. Stellenabbau, Lohnstreichungen etc. Aber Boni... Ja die laufen weiter wie immer!!

  • nisosmu am 09.09.2019 16:37 Report Diesen Beitrag melden

    Geschenk

    Schenke Ermotti statt roter Karte ein rotes "Armbändeli". Dann kann er beim nächsten Golfclub-Fest damit rumprahlen.