504 offene Stellen

07. Februar 2011 23:05; Akt: 07.02.2011 23:08 Print

UBS sucht Mitarbeiter wie wild

von Hans Peter Arnold - Die UBS ist wieder vorne mit dabei. Die Grossbank sucht so viel Personal wie kein anderer Konzern in der Schweiz.

Fehler gesehen?

Heute präsentiert die UBS ihre Geschäftszahlen. Nicht nur zahlenmässig geht es nach Milliardenverlusten und einem Massenexodus von Kunden wieder aufwärts: Inzwischen sucht die Grossbank so viele neue Mitarbeitende wie kein anderer Konzern in der Schweiz. Die UBS hat in der Schweiz gemäss Recherchen von 20 Minuten 504 offene Stellen ausgeschrieben. Allein auf dem Bankenplatz Zürich will sie 324 Jobs neu besetzen. Vergleicht man die Bank mit den grössten Schweizer Arbeitgebern, Migros und Coop, so ist sie klar auf Rang eins. Die Migros und ihre Tochtergesellschaften melden derzeit 350 ­offene Stellen. Coop sucht 344 neue Mitarbeitende. Die UBS lässt auch die Konkurrenz im Finanzsektor klar hinter sich. Die Credit Suisse hat bloss 295 und die Zürcher Kantonalbank ZKB sogar nur 50 Stellen offen.

Tatsächlich setzt die UBS vielmehr wieder alles auf die Karte Wachstum: «40 Prozent der ausgeschriebenen Jobs sind neu geschaffene Stellen», so UBS-­Sprecher Andreas Kern. Die Bank ­besetzt dieses Jahr zudem 750 Lehr- und Praktikumsplätze sowie Stellen für Hochschulabsolventen. Doch die UBS hat beim Personal auch Flurschaden zu bereinigen: In den Jahren 2008/09 hatten sich viele Arbeitnehmer von der Grossbank abgewendet; obwohl die UBS selbst nur wenige Stellen in der Schweiz abgebaut hatte. Die Banker wechselten in Scharen zu mittelgrossen Banken wie etwa der ZKB. Zu einer Rückwanderung kommt es jetzt trotzdem nicht. «Es gibt nur vereinzelte Abgänge in Richtung Grossbanken», so ZKB-Sprecher Thomas Pfenninger.