Jahresbilanzen

04. Februar 2011 15:38; Akt: 04.02.2011 15:38 Print

UBS und CS zeigen ihre Kässeli

UBS und CS präsentieren in der kommenden Woche ihre Bilanzen 2010. Analysten erwarten, dass die UBS beim Gewinn erstmals seit dem Jahr 2006 die Nase wieder vorn hat.

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Bei den Grossbanken gehen die Lichter wieder an. (Bild: Keystone)

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Nach drei Jahren mit tiefroten Zahlen wird die UBS B”rsenkurs wieder einen Milliardengewinn verkünden. Experten sind sich sicher, dass die grösste Bank der Schweiz über 7 Mrd. Fr. verdienen wird und damit Konkurrentin Credit Suisse B”rsenkurs (CS) übertrifft.

Die Branchenexperten interessiert besonders, wie die beiden Banken sich im vierten Quartal des vergangenen Jahres entwickelt haben. Die Volatilität des Handelsgeschäfts, das zudem die Euro-Krise verkraften muss, sowie der Margendruck in der Vermögensverwaltung für reiche Kunden beschäftigten die Banken zwischen Oktober und Dezember weltweit.

Die Resultate der amerikanischen Grossbanken lassen bei UBS und CS B”rsenkurs auf ein eher schwaches Handelsgeschäft schliessen. Daher sind einige der Experten wenig euphorisch, vor allem bezüglich der CS, die ihre Resultate am kommenden Donnerstag vermelden wird. Branchenanalyst Andreas Venditti von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) geht davon aus, dass die Investmentbank der UBS bessere Resultate liefern wird als jene anderer Grossbanken.

Nur wenig Neugeld

Bei der UBS schaut die Analystengemeinde zudem auf die Zahlen zum Nettoneugeldzufluss. Die UBS hatte im dritten Quartal 2010 zum ersten Mal nach zweieinhalb Jahren unter dem Strich wieder mehr Kundengelder entgegengenommen als verloren.

Die positive Entwicklung dürfte sich laut den Experten im vierten Quartal fortgesetzt haben. Allerdings wird davon ausgegangen, dass der Nettoneugeldzufluss nicht sehr hoch ausfallen wird.

Erster UBS-Jahresgewinn seit 2006

Bank-Vontobel-Analyst Tobias Brütsch erwartet bei der UBS einen Gewinn von 7,3 Mrd. Fr. und bei der CS einen von 4,98 Mrd. Franken. Venditti von der ZKB geht davon aus, dass die UBS unter dem Strich 7,5 Mrd. Fr. verdient hat, während seine Prognose für die CS bei 5,4 Mrd. Fr. liegt.

Auch die Experten der Commerzbank und der Deutschen Bank erwarten einen UBS-Gewinn von weit über 7 Mrd. Franken. Für die Bank bedeutet dies den ersten Jahresgewinn seit 2006. Die Bank war früh in den Strudel der amerikanischen Hypothekenkrise gerissen worden und musste schon im Jahr 2007 5,25 Mrd. Fr. Verlust verbuchen.

CS von der Krise weniger betroffen

2008, nachdem der Staat die UBS stabilisieren musste, erlitt die Bank einen Rekordverlust von 21,29 Mrd. Franken. Auch 2009 hatte sie in Folge der Finanzkrise noch 2,74 Mrd. Verlust geschrieben.

Die CS wurde von der Finanzkrise weniger getroffen. Ausser im Krisenjahr 2008, wo das Minus satte 8,22 Mrd. Fr. betragen hatte, schrieb sie immer schwarze Zahlen. Das Jahr 2009 hat die CS mit einem Gewinn von 6,72 Mrd. Fr. abgeschlossen.

(sda)