Höhere Gebühren

25. Juli 2014 17:39; Akt: 25.07.2014 17:45 Print

UBS verärgert USA-Kundenberater

Die UBS verlangt von ihren Kunden in den USA künftig mehr Gebühren. Das missfällt vor allem den Kundenberatern, die nun auch ihre eigene Gebührenstruktur überarbeiten müssen.

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Sitz der UBS an der Park Avenue in New York City: Die Grossbank erhöht in den USA ihre Gebühren. (Bild: Keystone/Martin Ruetschi)

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Die Schweizer Grossbank UBS hat in den USA die Gebühren für Privatkunden erhöht. Am härtesten trifft es die Kunden, die weniger als 250'000 Franken auf ihrem Depot haben, Diese zahlen ab dem 1. Oktober eine Mindestkommission von 1,25 statt wie bisher 1,0 Prozent. Nur wer mehr als eine Million Vermögen hat, muss nicht mehr berappen.

Einen Grund für die Gebührenerhöhung nennt die UBS nicht. Wie das Finanzportal Finews schreibt, vermuten Kundenberater jedoch, dass die Bank damit möglicherweise einen grösseren Umsatzverlust absorbieren muss, weil immer mehr Kunden auf günstigere Fonds-Produkte ausweichen. Nach Schätzung der US-Online-Plattform Investmentnews gehen der UBS dadurch bis zu 100 Millionen Dollar durch die Lappen.

Sanfter Zwang

Den meisten der rund 7100 UBS-Kundenberater in den USA passt die Gebührenerhöhung gar nicht. Da viele von ihnen unabhängig arbeiten, sind sie gezwungen, nun auch ihre Gebührenstruktur anzupassen, da sie sonst weniger pro Kunde verdienen. Dies wird ihnen von der Bank empfohlen, wie es in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter heisst. «Die UBS sagt uns nicht direkt, dass wir die Gebühren erhöhen sollen. Doch zwischen den Zeilen ist dies unüberlesbar», ärgert sich ein Kundenberater.

(hoy)