Teurer Vergleich

29. Juli 2014 06:16; Akt: 29.07.2014 10:40 Print

UBS zahlt Deutschland 300 Millionen Euro

Die UBS hat sich im Steuerstreit mit Deutschland auf eine Zahlung von 300 Millionen Euro geeinigt. Trotzdem erzielte die Grossbank im zweiten Quartal 792 Millionen Franken Gewinn.

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Das UBS-Gebäude in Zürich. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Die Grossbank UBS hat sich im Steuerstreit mit Deutschland mit den Behörden geeinigt. Die Übereinkunft sei im Juli erzielt worden und beinhalte eine Zahlung von rund 300 Millionen Euro, teile die UBS am Dienstag zusammen mit dem Quartalsergebnis mit. Dabei handelt es sich um die höchste Strafe, die ein Schweizer Geldhaus jemals in Deutschland bezahlt hat.

In ihrem Communiqué bezeichnete die UBS die Einigung mit den deutschen Behörden als wichtigen Schritt, der es der Bank erlaube, in diesem bedeutenden Markt wieder vorwärts gerichtet zu agieren.

Verfahren abgeschlossen

Mittlerweile hätten über 95 Prozent der deutschen UBS-Kunden entweder die Einhaltung der Steuergesetze bescheinigt oder an einem freiwilligen Programm zur Legalisierung der Steuerverhältnisse teilgenommen. Bis Ende Jahr will die UBS den Prozess mit allen deutschen Kunden abgeschlossen haben.

Mit der Zahlung von 300 Millionen Euro kann die UBS das sogenannte Bochumer Verfahren abschliessen. Dieses geht zurück auf eine CD mit Steuerdaten, welche die deutschen Behörden angeblich vor zwei Jahren in die Hände bekamen. Die Bochumer Staatsanwaltschaft hatte daraufhin Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung aufgenommen.

Erwartungen übertroffen

Trotz der Rekordstrafe haben die Quartalszahlen der UBS die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Zwar erzielte die Bank bis Juni einen Viertel weniger Gewinn als im Quartal davor, mit 792 Millionen Franken liegt das Ergebnis aber 15 Prozent über jenem des zweiten Quartals 2013.

In einer Umfrage der Finanznachrichtenagentur AWP waren die Analysten von einem Quartalsgewinn von rund 640 bis 780 Millionen Franken ausgegangen. Die Bank selbst spricht in ihrem Communiqué vom Dienstag von starken operationellen Leistungen aller Sparten und Regionen und hebt insbesondere ihre Fortschritte beim Aufbau von Eigenkapital hervor.

In der Investmentbank, in der die UBS gemäss ihrer vor nicht ganz drei Jahren gefassten Strategie unprofitable und risikoreiche Sparten aussortiert, stieg der Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorquartal um 36 Prozent auf 579 Millionen Franken.

(sda)