Fed-Chef Powell

09. Oktober 2019 03:50; Akt: 09.10.2019 04:06 Print

US-Notenbank ist bereit für niedrigere Zinsen

Fed-Chef Jerome Powell hat angekündigt, dass die US-Zentralbank «angemessen handeln» werde, um das Wachstum zu stützen.

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Die Fed entscheide nach Datenlage «von Sitzung zu Sitzung»: Der Chef der US-Notenbank, Jorome Powell. (8. Oktober 2019) (Bild: Keystone/Thomas Peipert)

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Die US-Notenbank Fed hat angesichts negativer Folgen des Handelsstreits und der abflauenden Weltwirtschaft ihre Bereitschaft zu einer weiteren Zinssenkung signalisiert. Die Zentralbank werde «angemessen handeln», um das Wachstum zu stützen.

Dies sagte Fed-Chef Jerome Powell am Dienstag auf einer Wirtschaftskonferenz in Denver. Mit ähnlichen Formulierungen hatte er die Märkte bereits auf die beiden Zinssenkungen in diesem Jahr eingestimmt.

Er betonte zugleich, die Fed lege sich niemals vorab auf einen Kurs fest und entscheide nach Datenlage «von Sitzung zu Sitzung». Experten rechnen aber damit, dass die Fed bereits Ende Oktober den dritten geldpolitischen Schritt nach unten in diesem Jahr folgen lassen wird.

Die Fed, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, hatte zuletzt im September den Leitzins auf die Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent reduziert.

Gegen Liquiditätsengpässe

Powell signalisierte nunmehr auch, dass die Fed ihre Bilanz wieder ausweiten und bald Massnahmen beschliessen werde, um dem Geldmarkt neue Impulse zu verleihen. Falls nötig, werde sie ihren geldpolitischen Werkzeugkasten «aggressiv nutzen», betonte er. Jüngst musste die Fed erstmals seit der Finanzkrise am Geldmarkt intervenieren, um Liquiditätsengpässe zu lindern.

Die US-Währungshüter hatten erst Ende Juli entschieden, den Abbau ihrer in den Jahren nach der Finanzkrise kräftig aufgeblähten Wertpapierbestände in der Bilanz im August vorzeitig abzubrechen. Zwischenzeitlich war das Portfolio der Notenbank auf rund 4,5 Billionen Dollar angewachsen. Mittlerweile wurde es auf rund 3,8 Billionen Dollar verkleinert.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter M am 09.10.2019 06:31 Report Diesen Beitrag melden

    Tipp an die Banken

    Ihr wollt mit Negativzinsen Wachstum fördern? Gleichzeitig nehmt ihr aber vom kleinen Mann immer noch rund 5-12% Zinsen für einen Konsumkredit? Wenn ihr eurer eigenes System 1:1 umsetzten würdet, so würde der kleine Mann Geld bekommen wenn er was auf Pump kauft. Dann würde die Wirtschaft brummen - zumindest der Output. Was jetzt alle Notenbanken machen ist das eigene Grab schaufeln. Ihr fährt den Karren jetzt mit rund 180 kmh gegen die Wand.

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  • Roli1966 am 09.10.2019 06:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    irgendwann kommt der grosse

    Knall man kann nicht unmengen an geld in den Markt pumpen, dass gar nie bei den Verbrauchern ankommt, sondern in Aktien investiert wird.

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  • rene kueng am 09.10.2019 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    begriffen?

    darum sollte man das bargeld nicht abschaffen. vielleicht fängt man jetzt endlich an nach zu denken. bargeld = wahrgeld buchgeld = suchgeld

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M.G. am 11.10.2019 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überproduktion

    Heute wird 1/3 aller Konsumgüter direkt für den Kehrricht produziert. Denn die Werbung verführt den Konsumenten dazu seine Geräte lange bevor sie kaputt gehen durch neue zu ersetzen. So ist es auch bei Lebensmitteln oder bei Billigflügen, das Angebot ist viel grösser als die Nachfrage. Darin ähnelt die Gegenwart der Zeit vor der grossen Krise 1929, damals wurde auch jahrelang viel zu viel produziert, es gab Berge unverkäuflicher Schuhe oder Schiffsladungen Kaffee die vergammelten.

  • Prepper am 10.10.2019 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut

    Ist doch gut, dann hat man zeit bis zum knall und crash günstig gold zu kaufen und surivival zu betreiben!

  • Michi am 10.10.2019 13:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitcoin verdient euer Vertrauen!!

    Vertraut nicht den kriminellen Banken. Übernehmt selber die Verantwortung über euer Geld und kauft Bitcoin!!

    • ;) am 10.10.2019 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michi

      Können Sie mir in 2-3 Sätzen mal ganz konkret sagen: Warum sollte ich?

    • ;) am 10.10.2019 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @;)

      Ja nicht Däumlein rauf oder runter drücken....erklären bitte. ;)

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  • Peter der Käufer am 10.10.2019 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Häusle-Käufer

    Dank sehr billigem Geld und gutem Banker-Gehalt gibt es dieses Jahr mein zweites EFH. Zwei MFH habe ich mit meiner Erbengemeinschaft schon - Geld war nie billiger. Ich bin seit 10 Jahren bei der Bank, mittlerweile im Kader, und habe ca. 50% meines Gehalts in Aktien investiert. Diese sind alle nur gestiegen in den letzten 10 Jahren. Es ist also sehr einfach, und es gibt keine Gründe, weshalb nicht alle nun reich sind. Geld ist günstig, ich bleib dabei. Euer Häusle-Käufer.

  • cyrill am 10.10.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    die amerikaner checken es einfach nicht

    darum kolportieren deren firmen mit china, die checken nicht dass ihre auf wirtschaftwachstum basierte wirtschaft so in der zukunft nicht mehr funktioniert. was sie momentan in den usa erleben mit dem us dollar ist pure inflation. und jeder denkt dort er habe mehr geld in der tasche. dabei ist es eine geldschwemme. und der bürger ist so dumm dass er das nicht checkt.