Rettung gelungen

06. Juni 2013 13:10; Akt: 06.06.2013 14:54 Print

USA steigen bei General Motors aus

Die US-Regierung setzt ihren Ausstieg aus der während der Finanzkrise geretteten General Motors fort. Sie verkauft Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar.

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Wurde vom Staat gerettet: General Motors. (Bild: Keystone)

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Das US-Finanzministerium wird 30 Millionen Aktien von General Motors verkaufen. Beim gegenwärtigen Kurs von 34,26 Dollar ist dieser Anteil gut eine Milliarde Dollar wert. Bis Anfang nächsten Jahres will die US-Regierung ganz bei GM aussteigen. Derzeit hält der Staat noch einen Anteil von fast 18 Prozent.

Im Dezember hatte die US-Regierung bereits 200 Millionen Aktien zurück an die Firma verkauft. Sie besass nach der staatlichen Rettung im Volumen von knapp 50 Milliarden Dollar zunächst einen Anteil von gut 60 Prozent an GM.

Arbeitsplätze sichern

Es gilt als sicher, dass die Regierung beim Ausstieg letztlich einen Milliardenverlust verbuchen muss. Allerdings war das erklärte Ziel der Aktion nie, einen Gewinn einzustreichen, sondern vielmehr Arbeitsplätze zu sichern.

Gleichzeitig mit der Regierung plant die Autoarbeitergewerkschaft UAW den Verkauf von 20 Millionen Aktien - dadurch kommen insgesamt 50 Millionen Papiere unter den Hammer. Die Regierung wird nach dem Verkauf noch immer rund 212 Millionen GM-Aktien halten, die derzeit insgesamt 7,4 Milliarden Dollar wert sind.

17,7 Milliarden Verlust

Bislang hat die Regierung bei der Privatisierung des Traditionskonzerns 31,7 Milliarden Dollar eingenommen - damit beläuft sich das Minus bislang noch auf 17,7 Milliarden Dollar.

Die staatliche Rettung hatte GM die Mitgliedschaft im S&P-500-Index gekostet. Die bevorstehende Wiederaufnahme am Donnerstag nach US-Handelsschluss ist damit ein besonderer Schritt. Da sich viele Anleger an der Zusammensetzung des Index orientieren, kann die Aufnahme dem GM-Kurs zusätzlichen Auftrieb geben.

(sda)