Dumpingpreise

02. Juli 2014 19:07; Akt: 02.07.2014 20:42 Print

Uber zahlt in Zürich drauf, um billiger zu sein

Die Taxi-App Uber verspricht dem Kunden in Zürich wesentlich günstigere Taxi-Fahrten. Jetzt kommt aus: Uber subventioniert seine Chauffeure mit 20 Franken pro Fahrt.

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Wem ein reguläres Taxi in Zürich zu teuer ist, kann alternativ mit der App Uber einen Chauffeur des gleichnamigen Unternehmens rufen. Uber verspricht, deutlich unter dem sonst üblichen Marktpreis zu liegen. Die Fahrer bezahlen dem Unternehmen 20 Prozent des Fahrpreises als Vermittlungsgebühr.

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Bis anhin rätselte man, wie sich das für die Chauffeure lohnen kann. Etablierte Fahrer monierten, dass so die Einkünfte kaum die Kosten für Benzin und Fahrzeugleasing decken könnten.

20 Franken extra pro Fahrt

Nun hat «10vor10» aufgedeckt, dass Uber seinen Fahrern pro Fahrt 20 Franken pauschal zusätzlich bezahlt, so dass die Einkommenseinbussen durch den niedrigeren Tarif für die Fahrer häufig wieder ausgeglichen werden.

Der Leiter von Uber Zürich, Rasoul Jalali, bezeichnet die 20 Franken als «Startkapital», wollte dies aber nicht weiter kommentieren. Tatsache ist, dass Uber den Internet-Giganten Google im Rücken hat, der namhafte Anteile hält. In den Städten, in denen Uber aktiv wurde, protestieren die Taxifahrerinnen und -fahrer dagegen. «Wenn wir von Google gesponsert wären, könnten wir auch 50 Prozent billiger fahren», sagte eine Taxifahrerin zu «10vor10».

(pwe)