USA

31. August 2019 04:07; Akt: 31.08.2019 06:42 Print

VW schliesst Vergleich und zahlt 96,5 Millionen

VW-Kunden erhalten in den USA Geld für jeden Monat, in dem sie ein Auto mit manipulierten Abgaswerten besassen.

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Laut der US-Umweltbehörde EPA waren 98'000 Fahrzeuge mit einer Software ausgestattet, die zu verbesserten Testergebnissen führten: Ein Abgastest in Kalifornien. (Archivbild) (Bild: Keystone/Nick Ut)

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Volkswagen zahlt in den USA knapp 100 Millionen Dollar an Autobesitzer wegen unkorrekter Angaben zum Benzinverbrauch. Das Unternehmen habe einem entsprechenden Vergleich zugestimmt, teilte VW am Freitag mit.

Den Angaben zufolge geht es um rund 98'000 Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Bentley, Audi und Porsche. Der US-Umweltbehörde EPA zufolge waren sie mit einer Software ausgestattet, die Verbrauch und Abgaswerte unter Testbedingungen zum Teil besser ausfallen liessen als unter realen Bedingungen.

VW zahlt den entsprechenden Kunden nun zwischen 5,40 Dollar und 24,30 Dollar für jeden Monat, in dem sie ein solches Fahrzeug besessen oder geleast hatten. Insgesamt macht VW laut US-Gerichtsunterlagen vom Freitag rund 96,5 Millionen Dollar locker.

Der Vergleich muss aber noch vom zuständigen US-Gericht abgesegnet werden. US-Richter Charles Breyer soll bei einer Anhörung am 13. September in San Francisco entscheiden, ob er dem Kompromiss vorläufig zustimmt.

Aufmerksame US-Sammelkläger

VW betonte in einer Stellungnahme, dass mit dem Vergleich kein Schuldgeständnis oder Fehlverhalten eingeräumt werde. Die EPA ordnete jedoch an, dass Angaben zum Kraftstoffverbrauch von rund 98'000 Fahrzeugen der Modelljahre 2013 bis 2017 korrigiert werden. Weil auch der Schadstoffausstoss mithilfe einer Software geschönt worden sei, würden zudem Emissionsgutschriften aberkannt, so die Behörde.

Die US-Sammelkläger waren im Zuge des VW-Abgasskandals durch einen Bericht der «Bild am Sonntag» von November 2016 aufmerksam geworden. Demzufolge hatte das kalifornische Umweltamt Carb die VW-Tochter Audi des Einsatzes einer weiteren illegalen Abgastechnik verdächtigt – plötzlich ging es nicht mehr nur um Dieselwagen, sondern auch um Benziner. Die weiteren Ermittlungen hätten dann Unregelmässigkeiten der Kraftstoffbilanzen gezeigt, heisst es im Vergleichsantrag.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hilda am 31.08.2019 07:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gauner

    Ich fuhr Jahre lange nur VW, zahlte schon 2 mal das DSG nach der Garantiezeit, obwohl es schon in der Grantie ärger machte. Am Schluss hatte ich einen Passat der betroffen war. Nach dem Software Update brauchte er massiv mehr Diesel lief nicht mehr richtig. Für gibt es nie mehr ein Fahrzeug aus dieser Gruppe( Das sind Gauner)

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  • Dani D am 31.08.2019 05:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pannenserie immer wieder

    Audi und co Vorsprung durch schummeln. Die Marke ist immer noch überzeugt innovative zu sein und merken nicht das alle andern an ihnen vorbei ziehen.

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  • Gene Amdahl am 31.08.2019 05:18 Report Diesen Beitrag melden

    Betrugsbande

    Was dieser Konzern gemacht hat, wie jeder weiss, ist nichts anderes als eine der grössten und dreisten Betrügereien. Es gibt Dutzende von VW/BOSCH Mitarbeiter etc. welche für einige Jahre ins Gefängnis müssten in diesem Zusammenhang. Konsumenten sollten einfach auf Toyota, Honda umsteigen ... eh bessere Ware oder?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • A. Sig. am 04.09.2019 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Aufsicht?

    Obwohl in Deutschland immer wieder neue Fakten zum Dieselskandal bekannt werden, ist es bei den Schweizer Aufsichtsbehörden verdächtig ruhig. Neue Betrugsvorwürfe gegen Mercedes, und auch Audi ist viel tiefer im Skandal verstrickt als bisher bekannt. Noch bis Anfang 2018 (!) wurden manipulierte Fahrzeuge mit 3.0L 6 Zylinder Dieselmotoren ausgeliefert. Bei uns kein Thema, obwohl diese Hersteller in der oberen Mittelklasse seit Jahren den Markt monopolisieren.

  • Alesandro Pianari am 02.09.2019 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Betrug such bei uns!

    Bei uns macht der Stadt nichts für uns, und wenn eine Zahlung erfolgen wünsche bekäme der Autofahrer nichts! Es wird dann in Bern für anderes verbraucht! Das gleiche ist in Deutschland, da bekommen die beschissenen Autofahrer Auch nichts, auser Fahrverbote, und Wertverluste! Auch der Steuerwert in der schweiz wird für solche Autos nicht reduziert!

  • PS;L am 02.09.2019 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Kriminelle unterstütze ich nicht!

    Nie mehr VW - der Konzern ist für mich gestorben!

    • Peter Panzer am 02.09.2019 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      Nie wieder VW und co.

      Genau richtig, wir wurden betrogen und abgezockt. In den USA mussten Sie bezahlen in Europa nicht, ist ja zum lachen.

    • Deutsche am 02.09.2019 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Panzer

      In D gab es ebenfalls Ausgleichszahlungen. Haben sich denn die Schweizer Kunden nicht organisiert und keine Sammelklage eingereicht?

    • Peter Panzer am 02.09.2019 14:45 Report Diesen Beitrag melden

      Leider nicht

      Wir können keine Sammelklage als Privatperson einreichen.

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  • Toyota am 02.09.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kunden in der Schweiz

    werden sicher nicht entschädigt. Die haben das Auto bei der AMAG aus freien Stücken gekauft und haben, wenn möglich, Monate lang auf ihren Diesel gewartet. Das nennt man liebe!

  • Tripple Seven am 02.09.2019 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Messen mit zweierlei Mass

    Da muss VW einem Vergleich zustimmen, aber eine Firma wie Boeing, die zwei Flugzeugabstürze mit Toten zu verantworten hat, fässt man mit Samthandschuhen an. Versteh ich nicht. Ach ja, Boeing = US Firma = America First. Da hat VW wohl Pech gehabt.