Lohnexzesse

26. Februar 2010 11:42; Akt: 26.02.2010 12:00 Print

Vasella: Weniger Lohn - mehr Rente

Nach seinem Rückzug auf das Verwaltungsratspräsidium bei Novartis wird Daniel Vasella künftig spürbar weniger verdienen. Vasella erhalte künftig einen fixen Lohn, der deutlich kleiner sei als die bisherige Vergütung. Genaue Zahlen bleiben aber geheim.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Daniel Vasella hatte auf Anfang Februar die operative Leitung von Novartis dem bisherigen Pharmachef Joe Jimenez übertragen und sich auf das Verwaltungsratspräsidium zurückgezogen. Mit dem nunmehr aufgegebenen Doppelmandat als CEO und Verwaltungsratspräsident hatte Vasella letztes Jahr nach Steuerwert 20,5 Mio. Fr. verdient. Dieses Jahr wirds weniger, spürbar weniger. Dies gab Ulrich Lehner, Vizepräsident des Novartis- Verwaltungsrats, am Freitag in Basel an der Generalversammlung des Pharmakonzerns bekannt. Nach Angaben Lehners erhält Vasella jedoch eine Aufstockung der Altersvorsorge.

Noch nicht einig sind sich Verwaltungsrat und Vasella offensichtlich über eine Klausel für ein Konkurrenzverbot. Vasella möchte ein solches auf drei Jahre beschränken, der Verwaltungsrat plädiert dagegen für fünf Jahre.

Umstrittene Entlöhnung

Mit seinem Millionenlohn war Vasella immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Ulrich Lehner verteidigte jedoch vor den Aktionären das Vergütungssystem, das im Interesse des Unternehmens liege. Das Vergütungssystem folge keinen Moden. Seine Transparenz gehe über die geltenden Gesetze und Standards hinaus.

Dominique Biedermann, Direktor der Anlagestiftung Ethos, forderte dagegen an der Generalversammlung eine grundlegende Überarbeitung des Vergütungssystems für die Führungsspitze des Konzerns. Der Vorsitzende des Vergütungsausschusses im Verwaltungsrat, Hans-Jörg Rudloff, sei für diese Aufgabe nicht geeignet, weshalb Biedermann beantragte, ihn nicht mehr wiederzuwählen.

(sda)