Cash abheben

31. Juli 2019 04:49; Akt: 31.07.2019 09:52 Print

Verschwinden Bancomaten bald ganz?

von Dominic Benz - Schweizer heben weniger häufig Geld ab als früher. Daher machen die Banken vermehrt ihre Bancomaten dicht.

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Immer seltener heben hiesige Bankkunden Cash von ihrem Konto ab – egal ob vom Bancomaten oder am Schalter. Nun reagieren einige Banken und machen bestimmte Geldautomaten dicht. So etwa die UBS:</a> «Die UBS hat die Anzahl Bancomaten in den Geschäftsstellen oder an Automatenstandorten wie grossen Bahnhöfen reduziert, beispielsweise von 4 auf 3», teilt die Grossbank auf Anfrage mit. Laut eigenen Angaben betreibt die UBS derzeit 750 Bancomaten, davon stehen 180 ausserhalb der Filialen. Für Bankexperte Andreas Dietrich von der Hochschule Luzern ist klar: «Es wird in den nächsten Jahren immer weniger Bancomaten geben.» Ähnlich klingt es bei Bankexperte Benjamin Manz von Moneyland.ch. «Bargeld ist auf dem absteigenden Ast. Von den klassischen Bancomaten wird es in Zukunft weniger geben.» Weniger Geldmaschinen gibt es auch bei der Credit Suisse. Die Bank betreibt derzeit gemeinsam mit der Neuen Aargauer Bank rund 500 Bancomaten. Vor 10 Jahren seien es rund 30 Prozent mehr gewesen. Im Gegensatz dazu ist bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) die Zahl der Bancomaten über die letzten zehn Jahre stagniert. Heute hat die ZKB 243 Automaten. «Wir prüfen Standorte für Bancomaten kontinuierlich und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor», teilt die ZKB mit. Das dichteste Netz an Geldmaschinen hat die Raiffeisen. Die Genossenschaftsbank betreibt in der Schweiz 1749 Automaten. Die Anzahl ist gar gestiegen. Vor zehn Jahren waren es rund 300 weniger. «Die Einführung bargeldloser Schalterkonzepte steigert die Anzahl Bancomaten einerseits, andererseits werden schlecht frequentierte respektive unrentable Bancomaten wieder entfernt», so ein Sprecher der Raiffeisen.

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Die Schweizer sind eigentlich bekannt für ihre Vorliebe für Bargeld. Doch das Bild scheint sich zu ändern: Immer seltener heben hiesige Bankkunden Cash von ihrem Konto ab – egal ob vom Bancomaten oder am Schalter. Nun reagieren einige Banken und machen bestimmte Geldautomaten dicht.

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So etwa die UBS: «Die UBS hat die Anzahl Bancomaten in den Geschäftsstellen oder an Automatenstandorten wie grossen Bahnhöfen reduziert, beispielsweise von 4 auf 3», teilt die Grossbank auf Anfrage mit. Laut eigenen Angaben betreibt die UBS derzeit 750 Bancomaten, davon stehen 180 ausserhalb der Filialen.

Auf dem absteigenden Ast

Für Bankexperte Andreas Dietrich von der Hochschule Luzern ist klar: «Es wird in den nächsten Jahren immer weniger Bancomaten geben.» Zwar seien die Schweizer noch immer Bargeld-Fans. Heute werden noch immer rund 70 Prozent aller Transaktionen mit Bargeld abgewickelt. «Doch die Schweizer zahlen je länger, je mehr mit der Karte oder dem Handy», sagt Dietrich zu 20 Minuten. Cash werde jedes Jahr weniger eingesetzt. Die Banken würden sich daher dem Verhalten der Kunden anpassen. «Viele Bancomaten rentieren nicht mehr und werden abgebaut», so der Experte.

Ähnlich klingt es bei Bankexperte Benjamin Manz von Moneyland.ch. «Bargeld ist auf dem absteigenden Ast. Von den klassischen Bancomaten wird es in Zukunft weniger geben.» Stattdessen dürften die Banken mehr auf Automaten setzen, die eine Mischform von einer Filiale und einem Bankomaten sind. Auch die Statistik der Schweizerischen Nationalbank zeigt den Automaten-Schwund: Allein zwischen April und Mai haben die Banken 82 Bancomaten eingestampft.

Weniger Bargeldbezüge

Laut UBS sind in den vergangenen fünf Jahren die Bargeldbezüge um 30 Prozent zurückgegangen. «Dies führt auch dazu, dass weniger Bancomaten benötigt werden», so eine UBS-Sprecherin. Es werde jedoch nach wie vor genügend Bancomaten geben, um den Bedürfnissen der Kunden nachzukommen.

Weniger Geldmaschinen gibt es auch bei der Credit Suisse. Die Bank betreibt derzeit gemeinsam mit der Neuen Aargauer Bank rund 500 Bancomaten. Vor zehn Jahren seien es rund 30 Prozent mehr gewesen. Im Gegensatz dazu ist bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) die Zahl der Bancomaten über die letzten zehn Jahre stagniert. Heute hat die ZKB 243 Automaten. «Wir prüfen Standorte für Bancomaten kontinuierlich und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor», teilt die ZKB mit.

Teure Automaten

Das dichteste Netz an Geldmaschinen hat die Raiffeisen. Die Genossenschaftsbank betreibt in der Schweiz 1749 Automaten. Die Anzahl ist gar gestiegen. Vor zehn Jahren waren es rund 300 weniger. «Die Einführung bargeldloser Schalterkonzepte steigert die Anzahl Bancomaten einerseits, andererseits werden schlecht frequentierte respektive unrentable Bancomaten wieder entfernt», so ein Sprecher der Raiffeisen.

Für Banken sind schlecht frequentierte Bancomaten teuer. Wie hoch die Kosten für den Betrieb ist, sagen die Geldhäuser nicht. Gemäss Insidern dürften sich die Kosten aber pro Jahr auf über 20'000 Franken belaufen. Mit dem Abbau von schlecht laufenden Automaten lässt sich demnach viel Geld sparen.

Gebühren am Automaten

Das ist umso wichtiger, als die seit Jahren tiefen Zinsen auf die Margen der Banken drücken und die Geschäftszahlen belasten. Die Lücken versuchen Banken damit zu schliessen, indem sie ihren Kunden vermehrt Gebühren abknöpfen. So verrechnet etwa die UBS seit dem 1. Juli eine Gebühr für Kunden, die am Schalter Franken beziehen. Auch die ZKB hat eine solche Gebühr für gewisse Kunden.

Müssen Kunden also schon bald zahlen, wenn sie Geld am Bancomaten der eigenen Bank abheben? «Ich kann mir durchaus vorstellen, dass gewisse Banken auch bei eigenen Kunden Gebühren beim Geldbezug am Automaten erheben werden», sagt Andreas Dietrich. Das wäre aus seiner Sicht aber ungeschickt: «Die Banken wollen die Kunden ja weg vom Schalter, hin zum Automaten bringen. Diese dann kostenpflichtig zu machen, könnte zu einem grossen Unmut führen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Carl am 31.07.2019 05:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Big Brother

    Mehr Plastikgeld mehr Überwachung.

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  • salatblatt am 31.07.2019 05:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bargeld

    so ein blödsin!!,für kleine beträge benutze ich nie meine karte,

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  • Anna Lena am 31.07.2019 05:08 Report Diesen Beitrag melden

    Bargeld

    soll nach dem Willen der Politiker abgeschafft werden, man will die totale Kontrolle über den Bürger. Mündige Leute werden peu a peu versklavt und gelenkt! Schreckliche Zukunft und unsere Smartphone Jugend merkt es nicht einmal.

Die neusten Leser-Kommentare

  • 2019 am 02.08.2019 00:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grosswetterlage

    Und wer interessiert sich jetzt jobbedingt für die hier geschriebenen Beiträge, die "20 '" ermöglicht hat?

  • Realist am 02.08.2019 00:07 Report Diesen Beitrag melden

    BARES IST WARES

    Digitaesl zahlen ist so eine so unsichere Sache, vom Daten-Verkauf unserer Handy/Internet-Anbietern wollen wir gar nicht reden - mit unseren Daten wird Geld mit Werbe-Firmen gemacht welche uns auf Schritt + Tritt verfolgen und auch noch mit ihrer Werbung belästigen.

  • miriam m am 01.08.2019 23:35 Report Diesen Beitrag melden

    no money

    Geld verbieten,ja das wäre die Lösung

  • Ruedi am 01.08.2019 23:17 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lügen

    Sie zwingen uns zur Bargeldabschaffung. Klar kann man weniger Bargeld beziehen, wenn die Barged Automaten abgeschafft werden. Ich will den Lohn vom Arbeitgeber wieder in Bar ausbezahlt. Wenn das alle fordern, müssen die Arbeitgeber nachgeben. So benötige ich kein Bankkonto mehr.

  • Jan am 01.08.2019 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Uiuiui

    Du bist also auch einer dieser Lahmsüdern die alle an der Kasse im Lebensmittelladen warten lassen anstatt schnell mit der Karte zu zahlen. Unsäglich dieses trötzeln gegenüber neuen Technologien.

    • qwer am 01.08.2019 22:46 Report Diesen Beitrag melden

      keine unwahrheiten schreiben

      ist es nicht umgekehrt, dass bargeldzahler auf die kärtlizahler lange warten müssen, selbst wenn der betrag nicht mal 10 franken kostet?!

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