Rückrufe

08. Mai 2012 18:33; Akt: 08.05.2012 18:33 Print

Viele gefährliche Güter kommen aus China

Schädliche Kleidungsstücke waren 2011 die am häufigsten beanstandeten Konsumgüter in der EU. Mehr als die Hälfte der gefährlichen Produkte stammten aus China.

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Textilien aus China können Hautreizungen auslösen. (Bild: Keystone)

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Bekleidung und Textilien führen die Liste jener gefährlichen Produkte an, vor denen die EU ihre Bevölkerung warnt. Erstickungsgefahr und Reizungen wurden hauptsächlich beanstandet, wie der Jahresbericht des EU-Schnellwarnsystems Rapex für 2011 zeigt.

Auf dem zweiten Platz folgten riskante Spielzeuge, bei denen vor allem die Erstickungsgefahr durch Verschlucken im Vordergrund stand. Dahinter landeten Kraftfahrzeuge mit erhöhtem Verletzungsrisiko und Elektrogeräte mit hohem Stromschlagrisiko sowie giftige Kosmetika.

Über die Hälfte der gefährlichen Produkte stammten wie in den Jahren zuvor aus China. Allerdings setzt sich nach Angaben der EU- Kommission vom Dienstag in Brüssel der Abwärtstrend fort. 2010 kamen 58% der gefährlichen Güter aus China, 2011 waren es noch 54%.

Aktive Mitgliedstaaten

Über das EU-Schnellwarnsystem Rapex wurden in den letzten Jahren unzählige Produkte vom Markt genommen oder zurückgerufen, welche die Gesundheit oder die Sicherheit von Konsumenten gefährdeten.

Dabei geht es um unter Strom stehende Toaster, Kindervelos mit mangelhaften Bremsen oder auch Kühl- und Gefrierapparate, die in Brand geraten können.

Die Warnungen werden aus den EU-Mitgliedsstaaten, in denen sie zuerst auffallen, nach Brüssel gemeldet. Am aktivsten waren dabei 2011 Spanien, Bulgarien und Ungarn. Von Brüssel aus werden dann die übrigen an das System angeschlossenen Staaten verständigt.

Schweiz weiterhin nicht dabei

Neben den 27 EU-Ländern beteiligen sich auch Island, Norwegen und Liechtenstein an dem Warnsystem. Die Schweiz ist bei Rapex nicht dabei. Sie erhält die Warnungen aber indirekt. Durch Rapex sind in den letzten Jahren auch in der Schweiz Rückrufe ausgelöst worden.

Seit November 2008 hat der Bund mit der EU-Kommission im Rahmen der Verhandlungen zu einem Agrarfreihandelsabkommen auch über eine Teilnahme an Rapex und weiteren Schnellwarnsystemen verhandelt. Eine Teilnahme der Schweiz an Rapex dürfte nun aber wieder in die Ferne rücken, da das Parlament im März beschlossen hat, die Verhandlungen über ein Abkommen mit der EU zu sistieren.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Baiv am 08.05.2012 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    Iss das wahr, da hab ich aber Angst..

  • Ricardo Granda am 09.05.2012 04:50 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht bachab

    Ich kann mir gut vorstellen, dass in 50 Jahren, die Welt nur noch aus Ramsch besteht und nur noch gutbetuchte Menschen, Zugang zu Markenartikeln haben werden.

  • Martha Keller am 08.05.2012 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Und der Rest der Welt?

    Aber von Dubai bis Cape Town und Jakarta bis Sao Paolo wo die Chinesen Exportweltmeister sind, hört die Bevölkerung nichts von diesen höchst gefährlichen Produkten. In Dubai ist übrigens das größte chinesische Einkaufszentrum ausserhalb Chinas, mit 1.5km Länge und über 3000 Shops welche chinesischen Ramsch professionell verschrebeln.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ricardo Granda am 09.05.2012 04:50 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht bachab

    Ich kann mir gut vorstellen, dass in 50 Jahren, die Welt nur noch aus Ramsch besteht und nur noch gutbetuchte Menschen, Zugang zu Markenartikeln haben werden.

  • Baiv am 08.05.2012 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    Iss das wahr, da hab ich aber Angst..

  • Martha Keller am 08.05.2012 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Und der Rest der Welt?

    Aber von Dubai bis Cape Town und Jakarta bis Sao Paolo wo die Chinesen Exportweltmeister sind, hört die Bevölkerung nichts von diesen höchst gefährlichen Produkten. In Dubai ist übrigens das größte chinesische Einkaufszentrum ausserhalb Chinas, mit 1.5km Länge und über 3000 Shops welche chinesischen Ramsch professionell verschrebeln.

    • Ricardo Granda am 09.05.2012 04:46 Report Diesen Beitrag melden

      @ Martha Keller

      Ist denn Europa für die ganze Welt verantwortlich? Jedes andere Land in anderen Kontinenten, kann eigene Untersuchungen anstellen.

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  • Thomas Harder am 08.05.2012 18:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wen wunderts ?

    Was nichts kostet, ist nichts wert.

    • Pesche am 08.05.2012 19:59 Report Diesen Beitrag melden

      ...und frueher...

      ...war alles besser :)

    • Osman am 08.05.2012 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Endpreis nicht gleich Arbeitspreis

      Ja aber dein krasser Adidastrainer der viel Kostet ist made in China billig verarbeitet aber du bezahlst dafuer viel. Warum weil du nicht fuer die Arbeit\er bezahlst, sondern fuer den Namen und der Name hat schon genug Geld

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  • Nathi am 08.05.2012 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso rapex? 

    Jeder konsument ist seines glückes schmied! Wer auf billig steht soll billig haben und nicht wegen wirtschaftskrisen jammern! Klar ist es schwierig europäische produkte zu finden, aber ich denke es lohnt sich auf dauer, auch finanziell...