Axpo

20. Juni 2011 11:50; Akt: 20.06.2011 12:08 Print

Volk soll über AKW-Ende entscheiden

Für den Stromproduzenten Axpo gefährdet der Entscheid des Bundesrates, keine neuen AKW zu bauen, die Energieversorgung in der Schweiz. Der Entscheid soll vors Volk, fordert der Konzern.

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Heinz Karrer, CEO der Axpo will einen «Stresstest» für den bundesrätlichen Plan zum Atom-Ausstieg.

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Der Plan des Bundesrates, keine neuen Kernkraftwerke bauen zu lassen und mittelfristig aus der Atomenergie auszusteigen, stösst bei der Axpo auf Kritik. Mit Blick auf die Versorgungssicherheit der Schweiz sei der Schritt der Regierung zum Teil «nicht nachvollziehbar», heisst es in einer Pressemitteilung vom Montag.

Die Axpo will einen «Stresstest» für die bundesrätlichen Vorhaben und fordert einen Volksentscheid. Bis 2030 will der Konzern drei Milliarden Franken für den Ausbau der erneuerbaren Energien lockermachen. Der Verzicht auf den Bau zweier Holzkraftwerke in Bischofszell TG und Würenlingen AG nach Widerstand aus der Bevölkerung bezeichnet der Konzern als «erheblichen Rückschlag».


Axpo-Chef Karrer: «Gewinn akzeptabel»

Seit Anfang Jahr geltende höhere Energiepreise im Versorgungsgebiet sowie Kostensenkungen haben den Gewinn des Axpo- Konzerns im ersten Geschäftshalbjahr (per Ende März) um 32 Prozent angehoben. Der Stromversorger erreichte bei einem tieferen Umsatz ein Unternehmensergebnis von 459 Mio. Franken.

Während der Energieabsatz der europaweit tätigen Gruppe um 2 Prozent auf 36'265 Mio. Kilowattstunden stieg, fiel die Gesamtleistung des Konzerns um 7 Prozent auf 3,33 Mrd. Fr. zurück. Der durchschnittliche Personalbestand sank von 4354 auf 4327 Vollzeitstellen.

«Mit Blick auf die Ergebnisrückgänge der letzten Jahre haben wir in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2010/11 insbesondere angesichts des wirtschaftlichen und politischen Gegenwinds ein zwar ausbaufähiges, aber akzeptables Ergebnis erreicht», sagte Axpo-Chef Heinz Karrer gemäss einer am Montag verbreiteten Mitteilung.

(sda)

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