Nach Übernahme

05. Juli 2018 09:11; Akt: 05.07.2018 09:11 Print

Vontobel entlässt 140 Notenstein-Mitarbeiter

Bei der ehemaligen Raiffeisen-Tochter sind vor allem Mitarbeiter aus dem Middle- und Backoffice betroffen.

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Am Dienstag und Mittwoch wurden die Notenstein-La-Roche-Angestellten darüber informiert, wie viele ihren Job verlieren werden. «Von 400 Mitarbeitern der Notenstein wird Vontobel bis zu 140 nicht übernehmen können», sagte ein Bank-Sprecher dem «Tages-Anzeiger». Betroffen seien vor allem Mitarbeiter aus dem Middle- und Backoffice.

Im Mai hatte Raiffeisen bekannt gegeben, seine Privatbanken-Tochter Notenstein La Roche an die Privatbank Vontobel zu verkaufen. Anfang Woche teilte Vontobel mit, dass der Kauf der Notenstein La Roche von Raiffeisen abgeschlossen sei.

Notenstein La Roche betreut 16,5 Milliarden Franken

Raiffeisen hatte Anfang 2012 unter dem damaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz grosse Teile der damals im Zusammenhang mit dem US-Steuerstreit in Schieflage geratenen Privatbank Wegelin übernommen und in «Notenstein» umbenannt. 2015 wurde die Basler Privatbank La Roche erworben und in Notenstein integriert.

Notenstein verfügt gemäss Mitteilung derzeit über 13 Standorte in der Schweiz und betreut 16,5 Milliarden Franken Kundenvermögen in der Vermögensverwaltung und im Geschäft mit externen Vermögensverwaltern. Vontobel wies zum Jahresende 2017 im Heimmarkt Schweiz und global verwaltetete Vermögen in Höhe von 54,0 Milliarden Franken auf.

(vay)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Realist am 05.07.2018 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Bei Fusionen gibt es immer Doppelbesetzungen.

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  • Klara am 05.07.2018 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlose Gier

    Ja, klar, wir sind ja alles Marionetten, die alles mitmachen müssen, damit der Geldfluss läuft für die Oberen, der Name sagt zudem alles.

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  • Gisel, gone with the am 05.07.2018 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wind

    Vielen Dank Herr Gisel, well done. Dank ihnen werden jetzt ein paar Backoffice Mitarbeiter auf die Strasse geschickt. Wünsche ihnen von Herzen, dass sie auch mal einen gewaltigen Flug nehmen. Mal abwarten, die Raiffeisen Affäre ist noch nicht gegessen. ;)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • rolf@golf.ch am 06.07.2018 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Rolf Gunz

    Warum gibt es überhaupt noch middle und backoffice? Die kosten ja nur - der computer kann das alles besser und mit dem jetzigen Papierlosen Büros sowiso.

  • moreno am 06.07.2018 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ein schwarzes loch !

    Ich halte nichts von Banken, alles nur profitiere mit den geld der anderen. was wir brauchen, sind Banken wo mittelstand nahe stehen und verstehen, gute Zinsen zahlen für ein sparkonto usw. auch die Banken sollen etwas verdienen, aber es braucht keine milliarden auf kosten von Personal und kunden Es geht auch ohne milliarden ihr schwarze nuller....

  • Olli am 06.07.2018 06:24 Report Diesen Beitrag melden

    Coau

    Banken sind für mich das Letzte, die Krebsgeschwüre unserer Zivilisation. 0 Mitleid, wer sich für sowas hergibt ist selber schuld

    • Michi am 06.07.2018 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Olli

      Du hast es erfasst. Jeder der für solche Menschen arbeitetmacht sich mitschuldig!

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  • Reto am 06.07.2018 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufgeblasene Finanzwirtschaft

    Für die normalen Angestellten sind die Entlassungen sicher nicht angenehm. Aber in einer Branche, welche vom Geld, dass in der Realwirtschaft erarbeitet wird, übermässig profitiert, hält sich mein Mitleid in Grenzen. Die Finanzwirtschaft ist so was von aufgeblasen und beschäftigt sich zu einem grossen Teil nur mit sich selber, anstatt denen zu dienen, die auch wirklich etwas Reelles tun.

    • Te Rasse am 06.07.2018 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      Irgendwann merken die Banken, dass sie sich um Kunden kümmern/bemühen müssen und dann braucht es wieder Leute. Vorallem NEUE Leute.

    • Anon am 06.07.2018 08:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      Ich bin ja gar kein Bankenfreund, aber mein Mitleid haben die Bankangestellten, die überwiegend durchschnittliche Löhne verdienen, durchaus.

    • Paolo Maymountain am 06.07.2018 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Te Rasse

      Oder die alten Leute, also jene die von den geldgierigen Investmentbanker damals hinaus geekelt wurden als Ospel und Co das Ruder übernommen hatten!

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  • W. Renz am 05.07.2018 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    Geschieht denen recht..

    Die haben mir meine Portfolio geschlossen weil ich ins Ausland gezogen bin, in ein Land welches von Notenstein nicht als wichtig genug angesehen wird um darin Handel zu treiben. Ich als langjähriger Schweizer-Kunde der Bank war schon sehr enttäuscht.

    • Jan M. am 05.07.2018 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @W. Renz

      da können natürlich die betroffenen Backoffice Mitarbeitenden extrem viel dafür.

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