Kaba

07. März 2011 19:17; Akt: 07.03.2011 19:17 Print

Vorzeige-Projekte mit Schweizer Technik drin

von Gérard Moinat - Der Schweizer Schliessanlagen-Konzern Kaba drängt in die Welt. Die grössten Schlüssel-Projekte von Las Vegas bis nach Singapur.

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Sicherheitsfirmen lassen sich nur ungern in die Karten blicken. Doch Kaba, der Schweizer Schliesstechnik-Konzern, zeigt für 20 Minuten Online seine Kronjuwelen her (siehe Bildstrecke). Und das sind viel mehr als nur Schlüssel und Türbolzen.

Auf ein Projekt ist das Unternehmen mit Sitz in Rümlang (ZH) besonders stolz. Es handelt sich um das Türschlosssystem des vor zwei Jahren eröffneten Fünfsternehotel «Aria» in Las Vegas. Das Aria mit seinen 4004 Hotelzimmern ist Teil eines gigantischen Unterhaltungskomplexes, das auch den berühmten «Cirque du Soleil» beherbergt.

Die Bauherrschaft entschied sich für das Schweizer Unternehmen, weil Kaba das Entmagnetisierungsproblem von Magnetstreifenkarten im Griff hat. Und weil der Hotelgast anders als bei traditionellen Badges seinen Hotelzimmerschlüssel nicht mühsam aus der Tasche kramen muss, um sein Zimmer aufzuschliessen. Er hält die Schlüsselkarte lediglich ans Schloss und betritt sein eigenes, auf seine persönlichen Wünsche zugeschnittenes Reich.

Denn mit dem Kaba-System ist es weiter möglich, Zimmerbeleuchtung, Musik und Vorhänge auf die Wünsche des Gastes zu programmieren. Auch hat das System den Vorteil, dass die Hoteltüren zentral kontrolliert werden können. Darüber hinaus spart das System Wartungskosten, da in den Türen weniger bewegliche Teile zum Einsatz kommen.

Kaba setzt sich auch am Lufthafen Frankfurt durch

Am Flughafen Frankfurt wiederum, wo sich das Schweizer Unternehmen mit seinen «Self-Boarding-Gates» durchsetzen konnte, sind ganz andere Qualitäten gefragt. Die Schleusen zu den Sicherheitsbereichen und den Flugsteigen müssen vor allem einen konstanten Passagierfluss gewährleisten. Die Boardkartenkontrolle vor dem Sicherheitsbereich am Gate gehört zu den zeitaufwendigsten Abläufen im Flugverkehr.

Anders als bisherige Systeme, kann der Fluggast die Kaba-Schleusen mittels Scannen seines Ticket-Barcodes innert Sekunden selbst öffnen. Auch erkennt das System, wenn der Fluggast einen Koffer mitführt und verhindert das Einklemmen oder Verletzen der Passagiere.

Kaba machte mit seinen «Self-Boarding-Gates» gemäss eigenen Angaben gute Erfahrungen. Durch das Vorzeigeprojekt in Frankfurt wurden denn auch andere Flughäfen und Airlines auf den Schweizer Schlüsselmacher aufmerksam.

Weitere Projekte sehen Sie in der Bildstrecke.