Cisalpino-Pannen

28. Dezember 2008 10:12; Akt: 28.12.2008 10:24 Print

Wartung verbessert, Personal aufgestockt

Nach einer neuerlichen Häufung von Pannen und Verspätungen ist die Wartung der Cisalpino-Züge verbessert und das Personal aufgestockt worden.

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Dies sagte Cisalpino-Chef Alain Barbey in einem Interview mit dem «Sonntag».
Als Sofortmassnahme werde im italienischen Greco, wo die Cisalpino-Züge seit kurzem gewartet werden, ein Team von 30 Personen eingesetzt, das neu in drei Schichten während 24 Stunden den Unterhalt der Züge gewährleiste. Zudem sei Cisalpino-Personal dort vermehrt präsent, um zusätzliche Kontrollen durchzuführen.

Als Hauptgrund für die Verspätungen und Zugsausfälle nennt Barbey die Verlegung des Wartungsstandortes von Mailand Martesana nach Greco. Während der Standortverlegung hätten der Unterhaltung und die Reparaturen an den Cisalpino-Zügen nur verzögert oder gar nicht stattfinden können.

Schuld an den Verspätungen sind laut Barbey auch die neuen Fahrpläne in Italien und in der Schweiz. Die ersten beiden neuen ETR 610-Zugskompositionen sollen im Frühling in Betrieb genommen werden können. Die restlichen zwölf bestellten ETR 610 werden dann stufenweise bis Ende 2009 voll einsatzfähig.

Die Cisalpino AG, die der SBB und der italienischen Staatsbahn FS gemeinsam gehört, hatte 2004 beim Zugshersteller Alstom 14 Hochgeschwindigkeitsneigezüge des Typs ETR-610 bestellt. Ein Teil davon hätte zur Eröffnung des Lötschbergtunnels im Dezember 2007 bereit sein sollen. Alstom muss laut Vertrag für die verspätete Auslieferung Konventionalstrafen bezahlen.

(sda)

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