31-jähriger Erbe

19. August 2019 18:01; Akt: 19.08.2019 18:01 Print

Milliardär verschenkt Geld auf Twitter

Bitcoins, Autos und Geld – ein junger US-Milliardär schmeisst auf Twitter mit Spenden um sich. Eine Bedingung stellt er aber.

Bill Pultes Geschenke gehen an zufällig ausgewählte Personen. (Video: V. Blank)
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Vor ein paar Monaten war er noch ein Unbekannter. Jetzt hat er über 500'000 Follower auf Twitter. Der 31-jährige Bill Pulte hat es geschafft, quasi über Nacht berühmt zu werden. Indem er per Zufallsprinzip Geld und teure Geschenke verteilt.

Mal sind es 100 Dollar, mal 1000. Aktuell will Pulte 10'367 Dollar vergeben – den Wert eines Bitcoins.


Manchmal sponsert der Milliardär, der sich selbst als den «Erfinder der Twitter-Philanthropie» bezeichnet, auch ein Mittagessen oder verschenkt einen Minivan.


Pulte verteilt aber nicht nur selbst Geld und Geschenke, sondern fordert seine Follower – er nennt sie «Teammates» – immer wieder dazu auf, dasselbe zu tun.


Sein grösster Coup war bisher, dass er US-Präsident Donald Trump dazu aufforderte, eine seiner Nachrichten zu retweeten.


Er hatte Erfolg.

Retweet als Bedingung

Nach eigenen Angaben will Pulte denen helfen, «die es wirklich brauchen». Besonders am Herzen liegen ihm Veteranen. Ganz uneigennützig dürften seine Geschenkaktionen aber nicht sein.

Wer an seinen Verlosungen teilnehmen will, muss ihm auf Twitter folgen und seine Veröffentlichungen retweeten. Der Milliardär begründet diese Bedingung damit, dass er so die Gewinner per DM kontaktieren kann.

So hat sich sein Bekanntheitsgrad explosionsartig gesteigert: Anfang Juli 2019 hatte er auf Twitter nur rund 10'000 Follower. Heute sind es über eine halbe Million.

Wirksam inszeniert

Der selbsternannte Philanthrop versteht es, seine Aktionen wirksam zu inszenieren. Als er der Gattin eines US-Veterans ein neues Auto und 10'000 Dollar schenkte, wurde die rührige Szene auf der Live-Video-Plattform Periscope übertragen. Und Pultes Profil- und Hintergrundbild auf Twitter zeigen emotionale Szenen, in denen Spendenempfänger ihn herzlich umarmen.

In den USA wird er als Held des Webs gefeiert.


Pulte hat sein immenses Vermögen geerbt. Sein Grossvater war William John Pulte, der eines der grössten Bauunternehmen in den USA gründete. Schon mit 25 erschien er in der «Forbes»-Liste der besten Business-Newcomer unter 30. Heute führt er eine Private-Equity-Firma mit 200 Mitarbeitern.

(vb)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr. Right am 19.08.2019 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unzufrieden

    Wie alle hier meckern und nur schlechte Worte übrig haben. Würdet ihr einfach so 5-stellige Beträge verschenken ? Ihr gebt wahrscheinlich nicht mal 1 Franken/Euro an Bettler. Wenigstens hilft er mit seinem Vermögen Menschen, ob er jetzt mehr Follower dadurch gewinnt ist doch seine Sache.

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  • twitter am 19.08.2019 18:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geschäft

    tja und die leute merken in ihrer gier etwas umsonst zu bekommen nicht einmal, dass er bei genug follower mehr geld verdienen wird, als er "verschenkt".

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  • Robert B am 19.08.2019 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Nett, aber eben....

    Als Milliardär ist das für Ihr alles Pfandgeld. Ich meine, Milliardär? Nicht Millionär! Wenn der 10'000 raushaut, ist es wie wenn ich 100.- an Ärzte ohne Grenzen spende. Und Ein Mittagessen ist für den keinen Rappen wert, umgerechnet. Nett der Typ, doch...aber ich spende im Verhältnis zu meinem Einkommen wohl einiges mehr Geld jeden Monat, ohne Twitter und Follower......

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Miles Ronald David am 23.08.2019 21:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie wieder was davon gehört

    Und was ist eigentlich aus den 44 Milliarden Dollar geworden, die Mark Zuckerberg grossmäulig zu verschenken angekündigt hatte? Nie wieder was davon gehört...

  • larifari am 21.08.2019 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich die Kommentare lese,...

    denke ich mir: Egal was Menschen tun, es ist nie richtig. Auch wenn das Geld, welches er verschenkt, für ihn (laut Kommentare) nicht mehr als ein paar Rappen wert sein soll, bedeutet es für die Beschenkten wohl die Welt. So what? Lasst ihn Gutes tun und tut es ihm gleich. Das kann man übrigens auch ohne Geld: Mit netten Worten.

  • Päde am 20.08.2019 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wohläterinszenierung

    Da gibt es nur zwei Sachen zu sagen: 1. Ist er Aktionär von Twitter? 2. Er soll mehr Steeuern zahlen. So gibt er der Gesellschaft mehr zurück, als sich als Wohltäter zu inzenieren. Punkt! Es gibt Leute, die weniger haben und mehr geben.

  • Alberto am 20.08.2019 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dankbar!

    Habe auch schon Geld verschenkt besonders an Weihnachten, macht Freude habe eh zuviel für mich alleine, habe meiner Nachbarin letzte Weihnachten ein neues Auto geschenkt weil sie kein Geld hatte, sie war sehr dankbar wenn sie wissen was ich meine!!!

    • Timo am 20.08.2019 14:51 Report Diesen Beitrag melden

      Vorsicht Alberto

      Alberto,Sterilisier Dich sonst wird die Dankbarkeit sehr teuer(Alimente)

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  • Doug am 20.08.2019 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    World Vasectomy Day

    Bitte auch den World Vasectomy Day 2019 berücksichtigen.Tu Gutes und rede darüber.