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14. Mai 2019 11:49; Akt: 15.05.2019 16:26 Print

Diese Gebühren knöpfen Banken ihren Kunden ab

von Valeska Blank - Was früher gratis war, kostet jetzt: Schweizer Banken verlangen vermehrt Gebühren für ihre Dienste. Hier eine Übersicht.

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Die tiefen Zinsen drücken auf die Margen der Schweizer Banken. Viele füllen diese Ertragslücken mit höheren Gebühren. Teilweise geben sie das auch offen zu: «Wegen der stark rückläufigen Margen können wir unseren Kunden einige Produkte und Dienstleistungen leider nicht mehr kostenlos anbieten», heisst es etwa bei der PostFinance.

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Die Gebühren der Banken ...

Benjamin Manz, Geschäftsführer des Vergleichsdiensts Moneyland.ch, beobachtet das Phänomen seit längerem: «Die Banken haben in letzter Zeit zahlreiche Gebühren erhöht», sagt er zu 20 Minuten. So seien beispielsweise Kontoführungsgebühren vielerorts teurer geworden. Zum Teil hätten die Banken auch Gebühren neu eingeführt, die es bislang nicht gab.

Welcher Dienst kostet wie viel? Welche Gebühren sind neu? 20 Minuten hat sich durch die Preis-Broschüren verschiedener Banken gewühlt.

Bargeldbezug

Der neuste Streich: Die UBS verrechnet ab dem 1. Juli eine Gebühr für Kunden, die am Schalter Schweizer Franken beziehen. Sie beläuft sich auf 2 Franken pro Transaktion. Auch bei der ZKB gibt es eine solche Gebühr: Kunden mit einem Privatkonto oder Sparkonto des Pakets «ZKB inklusiv Basis» zahlen pro Auszahlung am Schalter 5 Franken.

Bancomaten

Zahlreiche Banken verlangen eine Gebühr, wenn man Geld an einem Bancomaten abhebt, der einer anderen Bank gehört. So berechnet etwa die Credit Suisse 2 Franken für diese Dienstleistung. Eine Gebühr für den Bezug an fremden Bancomaten erheben unter anderen auch die UBS, die Zürcher Kantonalbank oder die Migros Bank. Wer bei Raiffeisen ein Privatkonto für Nichtmitglieder hat, zahlt für den Geldbezug an fremden Automaten ebenfalls 2 Franken.

Kontoauszüge

Früher waren die Briefe der Bank meist gratis – heute kosten sie vielerorts eine Gebühr. Beispiel PostFinance: Waren Kontoauszüge auf Papier noch bis zum Jahr 2018 kostenlos, zahlt der Kunde jetzt 1 Franken pro Monat. Bei Raiffeisen kostet ein gedruckter Kontoauszug bei einem Privatkonto ebenfalls 1 Franken pro Monat. Bei der Migros Bank kostet der Service 1.50 Franken pro Auszug.

Kontoführung

Privatkonten ohne Kontoführungsgebühr gibt es fast nirgends mehr. Bei der PostFinance zahlen Kunden mit einem Vermögen ab 7500 Franken seit Anfang Jahr 5 Franken pro Monat. Vorher haben nur Kunden mit einem Vermögen unter diesem Betrag die Gebühr bezahlt. Bei der Credit Suisse war ein Privatkonto bis zum Jahr 2013 gratis, wenn der Kontostand höher als 15'000 Franken war. Seit Anfang 2014 wird eine Gebühr von 5 Franken pro Monat fällig.

Fremdwährungen

Happige Gebühren fallen bei vielen Banken an, wenn man eine fremde Währung am Schalter bezieht oder einzahlt. Bei der Credit Suisse zahlt der Kunde für Ein- und Auszahlungen von ausländischen Währungen eine Gebühr von 2,5 Prozent bei einem Gegenwert von bis zu 1000 Franken. Die Migros Bank verlangt eine Gebühr von 1 Prozent.

Saldoauskunft

Eine spezielle Gebühr hat die PostFinance eingeführt: Wer per Telefon oder am Postschalter seinen Kontostand abfragt, zahlt seit Anfang Jahr 4 Franken. Das gilt allerdings nur für Kunden, die keine PostFinance Card besitzen.

Daueraufträge

Das Einrichten, Ausführen und Anpassen eines Dauerauftrags ist meist kostenlos. Doch es gibt Banken, die auch bei Daueraufträgen eine Gebühr verlangen. Beispiel Luzerner Kantonalbank: Dort kostete das Löschen eines Dauerauftrags bis vor kurzem nichts, ab 1. Januar 2019 neu 5 Franken. Wer seine Daueraufträge im E-Banking selbst bewirtschaftet, zahlt aber nichts. Es gibt auch Banken, bei denen die Einrichtung eines Dauerauftrags etwas kostet – etwa 10 Franken am Schalter der Neuen Aargauer Bank.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kai Neahnung am 14.05.2019 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Abzockerbanken

    schon klar, irgendwie müssen ja die horrenden boni ja schliesslich auch bezahlt werden!

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  • Nick b. am 14.05.2019 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    abheben

    ich überlege mir , mein ganzes Geld bei der Bank abzuheben, macht es auch so, was passiert dann, wäre interessant das zu wissen.

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  • Susanne am 14.05.2019 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Das war noch nie gratis

    Schliesslich kann die Bank mit meinem Geld arbeiten, sprich Gewinn erwirtschaften. Naja, wenn die Manager aber immer mehr vom Gewinn abzweigen bleibt weniger für die Dienstleistung. Darum wird den kleinen immer mehr abgknöpft.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruedi58 am 15.05.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einmalgebühr

    Da wird sich der eine oder andere überlegen den ganzen Lohn auf einmal zu beziehen und unter der Matratze zu Bunkern. Die Einzahlungen werden aber in Zukunft auch gebührenpflichtig und nich mehr über die Kontospesen gedeckt.

  • leg al am 15.05.2019 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    tresor

    gratuliere, das ist steuerhinterziehung...

  • REmo am 15.05.2019 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    UBS, Banksterbank

    Habe über 40 000 abgehoben innerhalb Rückzugslimite. Bänkler, gibt es einen Grund? Ja, bringe es auf eine andere Bank! Filialleiter kommt und wollte wisse, für was ich das Geld brauche. Lege es unter das Kopfkissen! Verstehe nicht, dass ich bei einem Bargeldbezug Auskunft erteilen muss. Fazit: Einige Tage später Brief erhalten. UBS kündigte die Geschäftsbeziehung gemäss AGB sofort nach über 24J. Kunde. Kein Onlinezugriff mehr auf meine Zahlungsarchive nichts mehr. Für detaillierte Papierkontoauszüge und Buchungen der letzten 2 Jahre sollte ich aber 500 Franken bezahlen - dreister geht es nicht

    • leg al am 15.05.2019 18:06 Report Diesen Beitrag melden

      bezug

      nehme an, sie sind eine person älteren semesters, korrekt? mögliche Gründe: - Enkeltrickbetrug - falscher Polizist - Online Betrug - etc. damit eine Bank die Beziehung kündigt, MUSS mehr vorgefallen sein als nur das, was sie erzählen.

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  • Brain Bug am 15.05.2019 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gauner hinter dem Schalter

    Tja früher war alles besser - da standen die Gauner nicht hinter dem Schalter.

    • Verteidiger Eigentum am 15.05.2019 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Brain Bug

      Richtig . Früher bekam ich mein Lohn direkt in Bargeld von meinem Arbeitgeber ohne wenn und aber . Lohn ist Geld das ich verdient habe für meine Leistung . Es ist also mein Eigentum und darüber sollte niemand verfügen . Ich schlage vor dass alle Auszahlungen der Löhne nur noch von 1 Instanz unter Aufsicht der Regierung statt findet . Es ist dann die Aufgabe , Verantwortung und Problem der Regierung dies dem Lohnberechtigten gratis zu übergeben .

    • moreno am 15.05.2019 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Brain Bug

      Nein, die sitzen etwas weiter oben.

    • Burgerking am 15.05.2019 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Brain Bug

      Gratuliere zu dieser Äusserung.Finde es sehr lustig und Wahrhaft.Bravo

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  • Lisser am 15.05.2019 16:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverschämt

    4.- für eine Saldoauskunft?!