Eltern-Fragen

16. November 2017 16:59; Akt: 16.11.2017 19:37 Print

Was tun, wenn Kinder um Sackgeld-Zuschuss bitten?

von S. Spaeth - Teenager, die lieber teure Sneakers statt Winterschuhen kaufen. Und wie reagieren, wenn Jugendliche um Sackgeld-Zuschüsse fragen? Fünf Antworten.

So handhaben Eltern das Thema Taschengeld bei ihren Kindern. (Produktion: 20 Minuten/Comparis.ch)
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Die Höhe des Taschengeldes ist in manch einer Familie ein schwieriges Thema. Budgetberaterin Andrea Schmid-Fischer beantwortet fünf Teenager- und fünf Eltern-Fragen. Hilfestellung zur Berechnung der Höhe des Sackgeldes bietet auch der Rechner, den Comparis.ch und 20 Minuten entwickelt haben.

Umfrage
Finden Sie Jugendliche erhalten heute zu viel oder zu wenig Sackgeld?
8 %
38 %
54 %
Insgesamt 1363 Teilnehmer

Unser Sohn kauft lieber teure Sneakers als die eigentlich notwendigen Winterschuhe. Sollen wir uns als Eltern einmischen?
Sie müssen als Eltern akzeptieren können, wenn das Kind eigene Prioritäten setzt und beispielsweise bei den Kleidern einen besonderen Wunsch hat. Ich empfehle Ihnen, tolerant zu sein, aber gleichzeitig die Grenzen aufrechtzuerhalten. Für die neue Hose reicht es dann halt frühestens nächsten Monat.

Soll ich meinem Kind das Taschengeld bar geben, aufs Konto überweisen oder per App senden?
Ein einfacher Einstieg bei kleinen Kindern ist, wenn Taschengeld in Form von mehreren Geldstücken ausbezahlt wird, die einem bestimmten Zweck zugeordnet werden können: Ein Geldstück wird gespart, eines geteilt und eines ist für einen freien Wunsch. So lernen sie von Anfang an: Mit Geld müssen immer mehrere Dinge gleichzeitig getan werden. Kein Erwachsener hat den Lohn einfach für eigene Wünsche zur freien Verfügung. Bei der Art der Verwaltung sollten vor allem Jugendliche frei wählen können. Ob Ihr Kind das Geld auf einem Konto, in einem Sparkässeli oder in einer Schuhschachtel lagern will, ist seine Entscheidung.

Unser Kind jammert regelmässig Mitte Monat, das Sackgeld sei aufgebraucht. Was tun?
Das müssen Sie als Eltern aushalten können. Das Kind soll die natürlichen Konsequenzen davon, dass der Batzen beziehungsweise das Taschengeld aufgebraucht ist, erfahren dürfen. Als Eltern bleibt Ihnen dann nur, dem Kind zu versichern, dass es in einer Woche oder Ende Monat wieder Taschengeld erhält, und zu vertrauen, dass es aus dieser Erfahrung über kurz oder lang die richtigen Schlüsse ziehen wird.

Was passiert mit Kindern und Jugendlichen, die massiv zu viel Taschengeld erhalten?
Jugendlichen und Lehrlingen tut man keinen Dienst, wenn man ihnen einen Lebensstil ermöglicht, der viel höher ist, als was in Bezug auf die eigene Zukunft realistisch ist. Wenn das erwachsene Kind auszieht und dann finanziell schlechter gestellt ist als zuvor, ist das keine Motivation, um auf eigenen Beinen zu stehen. Es gibt eine Tendenz, dass die Kinder länger daheim bleiben, nicht nur weil die Ausbildungen länger dauern und die Wohnungen teuer sind, sondern auch weil es zu Hause bequem ist.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um dem Kind Sackgeld zu geben?
Sie als Eltern «lesen» Ihr Kind selbst am besten. Es kann unter Umständen schon im Vorschulalter dafür reif sein, ein Taschengeld zu erhalten. Beispielsweise wenn es sich für die Münzen im Portemonnaie interessiert. Ein gutes Alter, um mit Taschengeld zu beginnen, ist, wenn ein Kind eingeschult wird.

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Ausgeben oder sparen? Wofür das Sackgeld investiert wurde.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sarabi am 15.11.2017 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weniger ist mehr

    Wer als Teenie nicht allzu viel Sackgeld bekommt, lernt dafür, zu sparen und mit Geld zu haushalten. Das ist viel mehr wert als mehr Sackgeld!

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  • marko 32 am 15.11.2017 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eltern

    Die Eltern müssen den Kindern beibringen mit Geld umzugehen!

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  • Bob am 15.11.2017 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Taschengeld juhee!

    Schulklasse x 5 Franken im Monat, finde ich angemessen, wenn Ämtli erledigt werden. Mit Aussicht auf Zusatzverdienst für grössere geleistete Arbeiten. Bis jetz hat noch keines von meinen Kindern reklamiert. Wünsche einen schönen Tag.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Verena57 am 20.11.2017 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    früher nicht ohne Grund

    Ich habe ab 12 tatsächlich schon Sackgeld bekommen, trotz strenger Eltern, vor über 40 Jahren. Aber nur fürs helfen, beim Kühemelchen! Was nicht etwa freiwillig war, in den Schulferien musste ich sogar am Morgen manchmal.

  • Markus Meier am 19.11.2017 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Handy, das ist ein Menschenrecht!

    Das 120 CHF Abo dazu auch! Dazu trendige Mode, also 700 CHF im Monat. Doch man hat nun ein billiges iphone Handy und Mode Klamotten, also gehört der Ausgang auch dazu. 4x günstige 250 CHF, man soll ja Zeigen dass man sich was leisten kann... Apropos was Zeigen, da man ja Umweltbewusst ist, Papi Du musst mich mit einem Tesla Model S hinbringen.

  • xjskkebejr am 18.11.2017 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Taschengeld

    Eine in unserer Klasse hat 6 Paar der gleichen Sneakermarke und hat alle selbst bezahlt. Sie will niemandem sagen wieviel sie bekommt doch alle schätzen es auf etwa 200 Euro pro Monat.

  • Mike am 18.11.2017 06:19 Report Diesen Beitrag melden

    Besser Eltern erziehen!

    Man kann muss aber mit den im Text gemachten Äusserungen nicht einverstanden sein! Man hat als Eltern auch eine Vorbildfunktion und sollte auch mal lernen zu argumentieren, zum Beispiel warum es gesünder und sinnvoller ist Winterschuhe statt Modetrends zu beachten!

  • das klingelt in den Ohren am 18.11.2017 03:26 Report Diesen Beitrag melden

    Klimper klimper Sackgeld

    Was Hänschen nicht lernt... Kinder sind schlau. Sie probieren alles um Eltern über den Tisch zu ziehen. Gibt man einmal nach, hat man schon verloren. Erziehung geht in dieser Reihenfolge: Liebe, Geduld und Konsequenz. Alles Andere ist Leerlauf.

    • hexli am 20.11.2017 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @das klingelt in den Ohren

      guter Text. diese Teenis werden nie lernen mit Geld umzugehen. in ein paar Jahren haben alle nur noch Schulden. Sozialamt /Steuerzahlen lässt grüssen...

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