Weltwirtschaft

13. Januar 2011 07:25; Akt: 13.01.2011 09:41 Print

Weltbank erwartet weniger Wachstum

Die Weltbank erwartet für 2011 ein verlangsamtes Wachstum der Weltwirtschaft. Sorge herrscht vor allem bei den Rohstoffen.

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In diesem Jahr wird das globale Wachstum nach einer Schätzung Weltbank noch bei rund 3,3 Prozent liegen, nach 3,9 Prozent im vergangenen Jahr.

Die leichte Abkühlung der globalen Wirtschaft ist nach Meinung der Weltbank-Experten zu erwarten gewesen. Viele Länder hätten nach der zurückliegenden Rezession im vergangenen Jahr mit Konjunkturpaketen versucht, ihre Ökonomie anzukurbeln. Diese Programme laufen nun vielerorts aus.

Weltwirtschaft in Erholungsphase

«Die Weltwirtschaft ist jetzt in eine neue Erholungsphase eingetreten», sagte der Chefökonom des Instituts, Justin Lin, bei der Vorlage des Berichts am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. 2012 dürfte die Konjunktur wieder anziehen, das Wachstum dürfte dann um 3,6 Prozent zulegen.

Motoren des weltweiten Wachstums seien weiter die Schwellen- und Entwicklungsländer. Diese legen den Angaben zufolge 2011 um 6 Prozent und 2012 um 6,1 Prozent zu. Im vergangenen Jahr hatte der Konjunkturauftrieb in den armen Ländern nach letzten Schätzungen noch 7 Prozent betragen. «Die starke Binnennachfrage in den Schwellenländern führt die weltweite Wirtschaft an», sagte Lin.

China geht voran

Mit 10 Prozent am rasantesten sei im vergangenen Jahr China gewachsen, die Asien-Pazifik-Region habe insgesamt um 9,3 Prozent angezogen. In China werde es in diesem Jahr einen Rückgang auf 8,7 Prozent, in der restlichen Region auf 8 Prozent geben.

Die grossen Industrieländer müssen nach Ansicht der Weltbank 2011 mit einer gezügelten Konjunktur klarkommen. Das Wachstum werde nur noch bei 2,4 Prozent liegen - nach 2,8 Prozent im Vorjahr. Für 2012 werden 2,7 Prozent geschätzt. Gerade in reichen Ländern sei das Wachstum zu gering, um die in der Rezession verlorenen Arbeitsplätze wieder aufbauen zu können, hiess es weiter.

Sorge äusserte das Institut zudem über den Preisanstieg bei Rohstoffen, vor allem von Nahrungsmitteln und Treibstoffen. Dieser Preisanstieg lasse befürchten, dass es wieder zu einer Inflation wie 2008 kommen könne. Die andauernden Probleme im Finanzsektor in einigen Industriestaaten seien auch eine Gefahr für das Wachstum und müssten deswegen dringend angegangen werden.

(sda)