Crowdfunding-Projekt

08. April 2016 10:23; Akt: 08.04.2016 14:33 Print

Wer will 2500 Franken pro Monat geschenkt?

Befürworter der Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen gehen auf Werbetour. Eine zufällig ausgewählte Person soll für ein Jahr ein Grundgehalt bekommen.

Eine Gruppe von drei Personen sammelt Geld via Crowdfunding, um ein Grundeinkommen zu finanzieren.

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Diesen Sommer stimmt die Schweiz über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ab. Am 5. Juni kommt die entsprechende Initiative vors Volk. Eine Gruppe, die sich «Grundeinkommen für Dich» nennt, versucht daher bereits jetzt mit viel Werbung auf das Anliegen aufmerksam zu machen. Ihr neuster Streich: eine Crowdfunding-Aktion, die einem Schweizer ein Jahr lang ein Grundeinkommen garantieren soll.

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Was halten Sie von der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens?
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Insgesamt 35696 Teilnehmer

Über die Plattform wemakeit.ch sammelt sie deshalb Geld. Das Ziel: Bis in 30 Tagen sollen 30'000 Schweizer Franken zusammenkommen. Das Geld soll schliesslich in Teilen à 2500 Franken pro Monat an eine zufällig ausgewählte Person ausgezahlt werden, die somit ein Grundeinkommen erhält.

Diese Person soll mittels einer Verlosung gefunden werden. An der Verlosung kann jede in der Schweiz wohnhafte Person teilnehmen – unabhängig davon, ob sie die Crowdfunding-Kampagne finanziell unterstützt hat oder nicht. Nach der Auslosung soll umgehend eine weitere Sammelaktion für ein nächstes Grundeinkommen starten.

Höhe des Grundeinkommens unklar

Die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen verlangt, dass «der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht» wird. Den Initianten schwebt daher ein Betrag von etwa 2500 Franken pro Monat und Person vor. Für Kinder würde ein Viertel des Betrages ausbezahlt.

Die Höhe des garantierten Grundeinkommens und dessen Finanzierung sind allerdings nicht im Initiativtext vorgegeben, sondern würden bei einem Ja zur Initiative vom Parlament festgelegt.

Gemischtes Komitee

Ob die Chancen für die Initiative an der Urne gross sind, ist eher fraglich. Kosten würde das Vorhaben nach den Plänen der verschiedenen Gruppierungen rund 200 Milliarden Franken pro Jahr, immerhin fast ein Drittel des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Schweiz. Hinter dem Begehren steht ein bunt gemischtes Komitee, dem unter anderem der frühere Bundesratssprecher Oswald Sigg angehört.

20 Minuten sucht jemanden, der bei der Lotterie Win for Life gewonnen hat. Bei dieser gewinnen Teilnehmer für einen Zeitraum von 20 Jahren einen Monatsbeitrag von 4000 Franken. Sind Sie ein Gewinner des «Lotto-Grundeinkommens» und wollen Ihre Erfahrungen mit den Lesern teilen? Melden Sie sich. Alle Angaben werden vertraulich behandelt.

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • eine Frau die für ihr Geld arbeitet am 08.04.2016 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sag mal gehts eigentlich noch!!

    2500.- Gratis für jeden der in der Schweiz angemeldet ist bzw. fürs nichts tun und dann noch zusätzlich 625.- für jede erfolgreiche Kinderproduktion?! Bravo, dann hat die Schweiz noch eine grössere Sogwirkung. Haben wir nicht schon einen genug grossen Massenandrang? Sag mal gehts eigentlich noch!!

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  • Valnes am 08.04.2016 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Geschenke

    Ok, natürlich will jeder gerne 30'000.- geschenkt bekommen. Als Kampagne für ein bedingungsloses Grundeinkommen ist das aber absolut untauglich. Was wollen uns die Initianten damit vermitteln? Etwa, dass wir für ein bedingungsloses Grundeinkommen stimmen sollen, weil es doch so schön ist, vom Staat Geschenke zu bekommen? Nene, meine Lieben, auf den billigen Trick falle ich nicht rein. Geschenke sind nur für den Beschenkten gratis.

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  • ErwinS am 08.04.2016 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Das verstehe ich nicht

    Meine AHV, die ich mein Leben lang finanziert habe beträgt Fr. 1493.00 und nun soll jeder einfach so vom verschuldeten Staat Fr. 2500.00 erhalten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Barbarella am 08.04.2016 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Alle HatzV- aus Deutschland

    Dann müssen wir die Willkommenskultur in der Verfassung noch verankern und wohl Zeltstädte für alle HatzV-Bezüger in Deutschland einrichten. Die Deutschen können uns dann alle .... abnehmen. Eine HatzV Familie mit 6 Kindern z.B. Romas aus den deutschen Slums, bekäme dann Fr. 8'000.--. Toll, willkommen, wir arbeiten gerne für euch.

  • MMartin am 08.04.2016 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Die Zeit schon reif?

    Jeder der am Arbeitsplatz irgendwann von einer Maschine ersetzt wird, wäre über ein Bedingungsloses Grundeinkommen froh. Die Technologische Entwicklung bleibt nicht stehen.

  • Fritz Kuster am 08.04.2016 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ich zahle keine Steuern mehr

    Von Arbeitsscheuen für Arbeitsscheue!

  • Us Länderin am 08.04.2016 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts sollte geschenkt sein

    Wieso kann man nicht einfach die Löhne etwas erhöhen und gut ist, wieso muss man immer so übertreiben? Solle jeder für seinen Gehalt arbeiten und es sich eben verdienen. Wir sind eine 5 Köpfige Familie und es ist nicht einfach mit einem Einkommen, aber es geht ich und mein Mann verzichten hald, die Wohnung ist gross aber nicht das Neuste das ist mir auch egal wir haben alles was wir brauchen, wenn unsere Kinder alt genug sind gehe ich auch arbeiten und es wird einfacher. Luxus ist wenn ich einmal sagen kann, dass ich für meine Kinder da war.

  • Mike S. am 08.04.2016 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Es ginge auch anders

    Wenn Bund, Kanton und Staat endlich kapieren würde das es nicht immer nur um das Geld geht. Warum muss ich hart Arbeiten, komme kaum über die Runden und muss auch noch fleissig Steuern abdrücken? UBS, CS, ABB und so weiter machen es doch vor. Millionen Gewinne und sind Steuerbefreit. UBS, CS und co werden vom Staat finanziert wenn es ihnen schlecht geht. Geht es mir schlecht, bekomme ich eine Betreibung und fliege eventuell noch aus der Wohnung raus. Also lieber Staat, schaut lieber endlich zu euren Mitbewohnern. Jemandem Kosten zu erlassen zu Zeiten wo es ihm schlecht geht kommt gut

    • J. Ammeri am 08.04.2016 14:05 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn Sie kaum

      über die Runden kommen, bezahlen Sie auch praktisch keine Steuern. Geht es Ihnen finanziell sehr schlecht, werden auch Sie vom Staat gerettet. Hohe Unternehmensgewinne sind keineswegs steuerfrei. Man darf aber Verluste aus den letzten 7 Jahren mit dem Gewinn verrechnen. Ist nur logisch, schliesslich verdient man nicht wirklich etwas, bis die Verluste aufgeholt sind.

    • Yvonne am 08.04.2016 14:22 Report Diesen Beitrag melden

      J. Ammeri

      Nicht wirklich, nicht solange sie sich vom hart ersparten getrennt haben. Erst dann haben sie allfällig Anspruch auf Sozialleistungen.

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