7,2 Milliarden Gewinn

08. Februar 2011 09:06; Akt: 08.02.2011 09:24 Print

Wie die UBS ihr Personal beglückt

von Lukas Hässig - Die Grossbank ist auf halber Strecke zur alten Stärke. Schon heute zahlt sie den Lohn für die geleistete Anstrengung: mehr Fixlohn und einen stolzen Bonus.

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Die UBS machte im letzten Jahr 7,2 Milliarden Gewinn. (Bild: Keystone)

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Big Banking heisst: ein grosses Computersystem und viele Mitarbeiter. Die Herausforderung komplexer Entwicklungen, wie sie Maschinen- oder Luftfahrt-Ingenieure antreibt, sucht man hingegen vergeblich.

Dies erklärt, warum Salär und Boni zentrale Themen unter Bankern sind. Entsprechend hält auch die Grossbank UBS B”rsenkurs ihr Personal mit viel Geld bei Laune. Sie tut dies, obwohl sie mit rund 7 Milliarden Reingewinn erst gut die Hälfte der Strecke auf dem Weg zu einstigem Glanz und Grösse zurückgelegt hat.

Payday auf halber Wegstrecke

Die 7 Milliarden gehen in die Reserven, sie kommen den Aktionären in Form einer stabileren UBS zugute. Sie stehen im Verhältnis zu 2,7 Milliarden Cash-Boni, welche die Bank ihren Angestellten demnächst ausbezahlen wird. Das sind 100 Millionen mehr als im Vorjahr.

Berücksichtigt man auch noch den Bonus in Form gesperrter Aktien, zahlt die UBS total 4,3 Milliarden variabel oder 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Pro Kopf macht das 66 000 Franken.

Fixlöhne angehoben

Damit kommen wir zum wichtigen Grundsalär. Wie die Bank in ihrem Geschäftsbericht für 2010 im März erstmals detailliert ausweisen wird, stieg der Fixlohn pro Mitarbeiter seit der grossen Krise kontinuierlich an.

Das blenden interne und externe Personalvertreter gerne aus, die sich über die neue UBS-Qualifikation enervieren. Sie verlangt, dass ein Drittel zwingend als ungenügend eingestuft wird.

Kriegte ein UBS-Mitarbeiter 2008 im Schnitt 108 000 Franken fix, waren es 2009 116 000. Im letzten Jahr folgte ein weiterer Sprung auf 121 000 Franken, 11 Prozent mehr als auf dem Tiefpunkt. Nicht berücksichtigt in diesen Zahlen sind die Gundsaläre für die Finanzberater in den USA, die auf Umsatzbasis entlöhnt werden.

Banking ist gut – für die Banker

Der Grundlohn ist das «nackte» Salär. Hinzu kommen neben den Boni auch stolze Sozialleistungen. Fixlohn, Bonus und Sozialleistungen dürften sich bei der UBS pro Kopf auf einiges über 200 000 Franken summieren.

Ist das viel? Die Durchschnittslöhne bei den grossen Inland-Arbeitgebern Post, Migros und Coop sind branchenbedingt um einiges tiefer.

Andere Banken beglücken ihr Personal hingegen gleich stark oder stärker. Pro Mitarbeiter zahlte die fast zwanzig Mal kleinere Julius Bär B”rsenkurs im Jahr 2010 insgesamt 230 000 Franken, UBS-Konkurrentin CS B”rsenkurs wies für 2009 gar eine Total-Kompensation pro Kopf von über 300 000 Franken aus.


Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eine Mitarbeiterin am 08.02.2011 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    vielen Dank für NICHTS!

    Ja wer bekommt das Geld wohl? Alle in den oberen Stockwerken, die Angestellten an der Front bekommen den Anschiss der Kunden und einen feuchten Händedruck des Chefs, 0 Bonus und 0 Lohnerhöhung! BESTEN DANK!!!!

  • patrick h. am 08.02.2011 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    fairness?

    ich verdiene knapp ein viertel eines CS angestellten und mein bonus 2010 waren 500.- wir entfernen uns jahr für jahr vom begriff fairness.

  • Tobi am 08.02.2011 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Es kann einfach nicht sein,...

    ...dass Banken generell mit unserem hart verdienten Geld solche Gewinne erzielen und uns NUR diesen lächerlichen Zins auszahlen. Für mich leistet ein Bänkler weniger für die Gesellschaft, als ein einfacher Zimmermann, Becker oder Polymechaniker.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • heinz Marthaler am 08.02.2011 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Generationen, - Mentalitätswechsel

    Es ist schlichtweg unglaublich und unverständlich. Wie das wohl nächsten Sommer / Herbst aussehen wird, wenn die virtuell eingepumpten Gelder der Staaten sich verpuffen und die vielen virtuellen Werte der Banken wieder im Keller sind ? Die nächste Krise kommt bestimmt. Ich hoffe, dass auch eine nächste Generation von Bankfachleuten kommen wird mit einer gewissen Bescheidenheit und einem sozialen/gesellschaftlichen Gewissen. Die ganz alte Garde war da um einiges besser. Gibt es da auch noch Jüngere, die nicht ein Bänker, sondern ein Banquierflair haben ???

  • TM am 08.02.2011 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Konto auflösen!

    Ich kann allen zustimmen, die hier über Unfairness klagen, aber löst doch einfach eure UBS-Konten auf!

  • Eine Mitarbeiterin am 08.02.2011 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    vielen Dank für NICHTS!

    Ja wer bekommt das Geld wohl? Alle in den oberen Stockwerken, die Angestellten an der Front bekommen den Anschiss der Kunden und einen feuchten Händedruck des Chefs, 0 Bonus und 0 Lohnerhöhung! BESTEN DANK!!!!

  • r. meier am 08.02.2011 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    jedes Jahr das selbe

    ein normaler Mitarbeiter erhält übrigens wenns gut kommt gerade mal einen Monatslohn Bonus, was man als dann fairerweise als 13. Lohn werten könnte, den es ja so nicht gibt. Und ein Bonus von 3-5t ist schon gerechtfertigt, und das ist auch der grösste Teil. Die Zahlen mit den vielen Nullen werden von einigen % oben abgesahnt.Müsste eigentlich jedem Primarschüler klar sein.

  • r. meier am 08.02.2011 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    jedes Jahr das selbe

    wieso jedes Jahr die selbe Milchmädchenrechnung? Macht lieber mal ne representative Verteilung nach Segment. Dann habt ihr nämlich bei Investment Bank ca. 500'000 - 1'000'000 Fixlohn und bei den normalen Mitarbeitern welche den grössten Teil ausmachen normale 70-90t. So ein wahnsinns Lohnzahler für den normalen Angestellten ist UBS jetzt auch nicht.zB empfinde ich 4200 netto für lehrabgänger, nicht allzu viel. man beachte 12 monatslöhne, nicht 13.