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11. Februar 2018 20:43; Akt: 11.02.2018 20:43 Print

Wie stark wackelt der Stuhl der Post-Chefin?

von V. Blank - Soll sie bleiben oder gehen? Im Zuge der Postauto-Affäre gehen die Meinungen auseinander, ob Susanne Ruoff ihren Chef-Posten räumen soll.

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Der öffentliche Druck auf Post-Chefin Susanne Ruoff wächst. Die Stimmen, die nach dem Auffliegen der Postauto-Schummeleien ihren Rücktritt fordern, werden immer lauter – auch aus dem politischen Lager. Für Ruoff ist aber klar: «Nein, ich trete nicht zurück», sagt sie in einem mehrseitigen Interview mit dem «Sonntagsblick».

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Die Post-Chefin soll ...

Dass die Post-Chefin ihren Posten behalten kann, werde immer unwahrscheinlicher, schreibt hingegen die «SonntagsZeitung». In wenigen Tagen treffe sich der Verwaltungsrat und entscheide über Ruoffs Schicksal. Das Gremium sei gespalten und es sei fraglich, ob Ruoff noch eine Mehrheit finde. Insider gehen laut dem Bericht jetzt schon davon aus: Das wird nicht der Fall sein.

«Wie schwerwiegend müssen Verfehlungen sein?»

Ein Fragezeichen hinter Ruoffs Zukunft setzt auch Reputationsexperte Bernhard Bauhofer. Er rechnet im Gespräch mit 20 Minuten zwar nicht damit, dass die Post-Chefin zurücktreten muss – die Erfahrung zeige, dass solche Fälle meist ausgesessen werden. «Man sollte sich aber schon fragen: Wie schwerwiegend müssen Verfehlungen in einem Unternehmen eigentlich sein, damit es an der Konzernspitze Konsequenzen gibt?»

Aus Sicht der Corporate Governance sei es jedenfalls kein gutes Zeichen, sollte Ruoff bleiben – sofern ihr ein Fehlverhalten nachgewiesen werden könne. Die laufende Untersuchung ist laut Bauhofer darum die beste Vorgehensweise. «Diese sollte abschliessend klären, wie viel die Post-Chefin von den Mauscheleien bei Postauto tatsächlich wusste.»

«In die typische Krisenfalle getappt»

Der Experte bezieht sich auf die Aussage der Post-Chefin, bis November 2017 nichts von den Schummeleien bei Postauto gewusst zu haben. Der «Blick» hingegen schrieb, dass die Konzernleitung schon seit 2013 informiert war.

«Susanne Ruoff ist in die typische Krisenfalle getappt», sagt dazu Andreas Bantel, Experte für Krisenkommunikation. «Sie machte im Zuge der Postauto-Affäre im guten Glauben schon früh Aussagen, mit denen sie sich später angreifbar machte.» Damit werde der Eindruck erweckt, dass Frau Ruoff nicht die ganze Wahrheit gesagt habe – «und dieser Eindruck hat ihr enorm geschadet», so Bantel.

Dennoch sieht der Kommunikationsexperte «aus heutiger Sicht keinen sachlichen Grund» für einen Rücktritt: «Das ist ihre persönliche Entscheidung.» Er selbst halte die Post-Chefin für eine starke und überzeugende Unternehmensleiterin.

Rechtsanwältin und Compliance-Expertin Monika Roth hält Susanne Ruoff derweil nicht mehr für tragbar. «Sie hat das Vertrauen verspielt», sagt die Professorin gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag».

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Motivierter Pöstler am 11.02.2018 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und Tschüss

    Es gibt nur eins. Das vertrauen bei den Mitarbeitern ist weg, also muss sie auch gehen und zwar ohne Abfindung.

    einklappen einklappen
  • Fridolin am 11.02.2018 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bandits

    Ich hoffe doch das er so stark wackelt das sie runterfällt und sich so richtig weh tut. Solche Leute müssen weg und nicht noch führende positionen haben

  • Ellie am 12.02.2018 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Abfindung

    Selbst wenn sie gehen muss, wird sie wahrscheinlich (wie üblich in diesen Kreisen) eine Abfindung erhalten für welche ein normal Angestellter 3 Leben benötigt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wodoomaster am 12.02.2018 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abgang

    Bei so einem Salär darf und muss erwartet werden, dass man den Laden im Griff hat. In jedem anderen Unternehmen muss der Chef den Hut nehmen. Warum wird hier zugewartet?

  • Peter am 12.02.2018 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    keine Verantwortung übernehmen?

    Das ist doch genau das Gebahren einer ehemaligen Lehrerin, die nicht gelernt hat, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Sind das tatsächlich die sog. Manager von Heute?

  • Märkli am 12.02.2018 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ihr Ruoff ist ruiniert

    Also, ab die Post!

  • Gönel am 12.02.2018 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    "Powerfrau" ohne Charakter

    Das passiert halt in einer materialistischen Gesellschaft die nicht Charakter, sondern "Skills" in den Vordergrund stellt. Wobei die Dame wahrscheinlich auch keine Skills hat die für dieses Amt notwendig wären.

  • Hybres am 12.02.2018 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht tragbar

    kanton um fast 80mio. betrogen.die dame muss gehen und mit strafverfolgung rechnen.