Medianlöhne

08. Februar 2019 19:27; Akt: 09.02.2019 10:56 Print

Wie viel verdient ein Arzt pro Stunde?

Ärzte sacken horrend hohe Löhne ein: Gegen diese verbreitete Annahme wollen sich Mediziner wehren – mit der Veröffentlichung von Stundenlöhnen.

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Die Lohn-Studie des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hatte die Schweizer Ärzteschaft auf dem linken Fuss erwischt. Gross war der Ärger, als das BAG in langen Tabellen die Medianlöhne der hiesigen Allgemeinmediziner, Chirurgen und Kinderärzte öffentlich machte. Das Fazit lautete: Die Einkommen der Ärzte in der Schweiz sind bedeutend höher als bisher angenommen.

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Jetzt schlägt die Ärzteverbindung FMH zurück – mit einer anderen Lohn-Erhebung. Sie kommt von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und zeigt die Arzt-Löhne im Vergleich zu anderen akademischen Berufen. Anders als in der BAG-Studie werden dort die Bruttostundenlöhne genannt. Damit ergebe sich ein aussagekräftigeres Bild, so die FMH zum «Tages-Anzeiger».

Wie viel verdient ein Arzt im Vergleich zu einem Anwalt, einem Volkswirt oder einem Ingenieur? Finden Sie es in der Bildstrecke heraus.

(vb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Assistenzarzt am 08.02.2019 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist Realität

    Ich als Assistenzarzt verdiene bei 52 Wochenstunden (zudem Nacht und Wochenenddienste!) 5700/208 Monatsstunden = 27 CHF pro Stunde. Etwas mehr als die nette Reinigungskraft, welche mein Büro reinigt, was ich sehr schätze. Mein Freund (Lehrer) verdient mit seinen wenigen Wochenstunden und den vielen Ferien locker den 3-4 fachen Stundenlohn.... das ist meine Realität. Ich bin aber glücklich im Beruf und dankbar, dass eine solche Ausbildung machen konnte !

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  • Frau am 08.02.2019 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Patientin

    Interessiert mich nicht was mein Hausarzt verdient. Er macht einen super Job , ist jederzeit für seine Patienten da und sucht immer nach Lösungen um einem das Leben leichter zu machen. Verdient er gut verdient er es mit seinem Riesen Einsatz , und seiner Menschlichkeit auch. Ich meine mehr wie die Damen und Herren in der Teppichetage von unseren KK . Danke Herr Dr.Widmer

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  • Free am 08.02.2019 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Neider

    Hört endlich auf mit dem schüren von Neid und Missgunst. Studium, Verantwortung, Dienste schieben... Ein guter Arzt verdient jeden Cent!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin Meier am 12.02.2019 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Die Ausreisser sind schlimm

    Ein Lohn von 200'000 mag ich ja jedem Arzt gönnen. Aber es gibt auch solche mit massiv mehr (~7'000 für eine 45 Minütige OP eines privat Versicherten) und das ist eine Frechheit. Letztendlich haben nicht nur sie Berufe von welchem Leben abhängen. Mich würde mal nicht der Median sondern das 90% Quantil interessieren.

  • Franz K am 11.02.2019 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Ansatz

    Eine Arztausbildung dauert gut zehn Jahre. Nach sechs Jahren erhalten die noch nicht in der Praxis ausgebildeten Ärzte einen guten Assistenzlohn. Vergleichsweise wie Lehrer in der Praxisausbildung oder Anwälte zur Vorbereitung auf das zweite Staatsexamen. Diese Abgeltungen dürfen aber nicht als Arztlohn angesehen werden.

  • Studer Ueli am 11.02.2019 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Sprechstunde oder Plauderstunde?

    Nicht die Löhne sind das Kostenproblem, dass wir wgwn jwdem Wehwechen zu Arzt fahren, das ist das Problem! Wer gesund ist, sollte auch nicht die Sprechstunde besuchen, sonst wird es zur teuren Plauderstunde.

    • Neumann am 11.02.2019 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Studer Ueli

      Also ich hab die interessantesten und ausführlichsten Gespräche über alle möglichen Themen mit meinem Arzt. Er nimmt sich auch immer 1 Std Zeit für mich. Ist das nicht nett?

    • Jan Boller am 12.02.2019 14:51 Report Diesen Beitrag melden

      Neumann

      @ Alfred E. Neumann. Bei diesem Verrechnungssatz würde sogar ich mich eine Stunde lang mit dir unterhalten man nennt das Schmerzensgeld.

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  • AniBo am 11.02.2019 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Honorare auch einberechnet?!

    Es kommt eben darauf an welche Arztstufe man als Vergleich heranzieht und ob man nur die "Grundlöhne" betrachtet. Speziell Assistenzärzte sind die "armen Sauen" - viel zu viele Arbeitsstunden und nicht so viel Lohn. Ober- und Chefärzte dürfen Honorare abrechnen und damit werden die reich. Da kann ein Chefarzt locker in einem Monat mal 350'000.00 kassieren mit den Honoraren!!! Das ist das krasse was - nebst den viel zu vielen Medikamentenverkäufen und unnötigen Arztbesuchen - zu unseren steigenden Gesundheitskosten führt!! Aber das wird wohl nicht in diesen Studien berücksichtigt!

    • Arzt002 am 11.02.2019 19:38 Report Diesen Beitrag melden

      @AniBo

      Ihre Frage ist falsch: die Studie beschreibt die grosse Masse der Ärzte, keine Chefarztlöhne. Es geht um den Median, und das ist der Wert, wo die Hälfte der Ärzte drunter sind, und die andere Hälfte drüber. Der Wert verändert sich nicht, wenn die oberen 2% unsere Krankenkassen plündern. Der Median ist trotzdem ein ehrlicher Wert, weil er eben beschreibt, wieviel ein durchschnittlicher Arzt verdient.

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  • Sefrin am 11.02.2019 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hingucker

    Mein Zahnarzt arbeitet 3.5 Tage die Woche. Fährt Porsche und trägt Rolex.

    • indirekt betroffen am 11.02.2019 12:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Serafin

      Wie in jedem Handwerk gibt es die Topverdiener auch bei den Ärzten. Leider ist es aber Realität dass die meisten Ärzte einen sehr kleinen Stundenlohn haben. Eigentlich eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Meine Freundin ist Assistenzärztin (seit 1.5 Jahren) arbeitet pro Woche so um die 55H und hat einen Stundenlohn von knapp 30 Franken. Bis sie ihren Facharzt hat wird es so noch mindestens 5 Jahre weitergehen (ja, dass dauert nochmals so lange). Und so etwas nach einem so langen Studium und mit absolut ungenügenden Arbeitsbedingungen welche mittlerweile wegen der Sparerei im Spital herrschen

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