Elektronik und Maschinen

30. Juni 2011 22:58; Akt: 01.07.2011 09:56 Print

Wir sind neuer Innovations-Weltmeister

von Valeska Beck - Die Schweiz ist das innovativste Land der Welt. Forschung und Top-Personal sei Dank. Der schwächelnde Euro könnte aber den Spitzenplatz gefährden.

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Schweizer Erfindung: Der 3-D-Scanner für das Digitalisieren menschlicher Gesichter. (Bild: ETH Zürich / P. Hollenstein)

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Auf der Rangliste der inno­vativsten Länder hat sich die Schweiz von Platz sieben im Jahr 2009 auf Platz eins vorgekämpft. Das ist das Ergebnis einer Studie der Strategieberatung Booz & Company. Der Spitzenplatz hat für Innovations­experte Beat Hotz-Hart von der Universität Zürich gute Gründe: «Die Schweiz verfügt über hoch qualifizierte Leute, ein günstiges politisches und soziales Umfeld und hohe Forschungsanstrengungen – besonders von Seiten der Unternehmen.»

Führend in Sachen Innovation seien die Elektronik-, Instrumente- und Chemiebranche, aber auch der Maschinen- und Apparatebau und die Informatik. So wurde an der ETH Zürich beispielsweise ein 3-D-Scanner für Disney Research entwickelt, der menschliche Gesichter und deren Mimik dreidimensional für die Anwendung in Ani­mationsfilmen digitalisieren kann.

Doch die Schweiz darf sich laut Hotz-Hart nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. «Es ist wie im Sport: Wir müssen immer weiter trainieren, um auf dem Weltmarkt zu bestehen.» Sorgen bereitet dem Innovationsexperten derzeit der schwache Euro gegenüber dem Franken. «Wenn dadurch die Margen der exportorientierten Unternehmen weiter schrumpfen, fehlt ihnen das Geld für neue Innovationsprojekte.» Dann drohe die Gefahr, bald von der Konkurrenz überholt zu werden. Der Schweiz am dichtesten auf den Fersen sind laut der Studie Schweden und Singapur. Kri­terien waren stabile politische Verhältnisse, das Ausbildungsniveau oder die Forschungsausgaben.