Hauptsitz in Zürich

11. September 2019 10:11; Akt: 11.09.2019 10:11 Print

Woran tüftelt Google eigentlich in der Schweiz?

von Raphael Knecht - Seit 15 Jahren ist Google in Zürich. An diesen Projekten arbeitet der US-Konzern an den Schweizer Standorten.

Google Schweiz hat am Dienstag seinen neuen Hauptsitz eröffnet. (Video: RKN Musik: "Too Cool" Kevin MacLeod)
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Zum 15-jährigen Jubiläum von Google Schweiz hat das Unternehmen an der Europaallee seinen neuen Hauptsitz eröffnet. Aber woran arbeitet das Unternehmen mit knapp 4000 Mitarbeitern in der Schweiz überhaupt? Einige Projekte:

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Jobsuche in der Suchmaschine

Seit gestern erhalten Jobsuchende in der Schweiz direkt über Google Informationen zu ausgeschriebenen Stellen, ohne dass sie Links zu individuellen Sites anklicken müssen. Google kooperiert dazu mit verschiedenen Schweizer Stellenportalen. Die Plattform stehe jedoch allen Anbietern offen.

SBB-Wegweiser

Google arbeitet mit der SBB an einer App, die es Nutzern erlaubt, sich via Augmented Reality (AR) über die nächsten ÖV-Anschlüsse zu informieren. Dazu hält man die Handykamera in verschiedene Richtungen. Das Gerät ergänzt das Bild dann laufend um Fahrplaninfos und Wegweiser zu Haltestellen. Seit einem Monat kann man die AR-App schweizweit testen. Schlussendlich soll die Funktion in die reguläre SBB-App integriert werden.

Übersetzung von Bildern

Die Schweizer Google-Ingenieure arbeiten daran, dass Apps wie Google Translate direkt in Bildern der Handykamera Schriftzüge in andere Sprachen übersetzen können. Das soll etwa bei Strassenschildern oder Menükarten im Ausland helfen. Das AR-Feature funktioniert noch lange nicht einwandfrei, Nutzer können es aber schon jetzt testen.

Lernende Maschinen

Die Ingenieure von Google Cloud arbeiten seit langer Zeit mit maschinellem Lernen. Nun wollen sie die Technologie anderen Unternehmen zur Verfügung stellen. So sollen Algorithmen etwa fähig sein, bei einem Autounfall einzuschätzen, wie teuer der Schaden ist. Die Technologie ist laut den Zürcher Ingenieuren bereit, es braucht nur noch Partner.

Geld für Youtuber

Das Team, das dafür zuständig ist, dass Youtuber Geld verdienen können, sitzt in Zürich. Es sorgt etwa für einen reibungslosen Ablauf von Partnerschaften und arbeitet an den Algorithmen, die verhindern, dass Videos oder deren Inhalte von Dritten kopiert werden. Diesen Sommer hat Google etwa ein Stufensystem für Fans eingeführt: Zuschauer können den Youtubern verschiedene Beiträge bezahlen und erhalten dafür Zugriff auf exklusiven Content.

Sicherheit und Datenschutz

Woher weiss Google, dass der Loginversuch aus Brasilien verdächtig ist? Für die Systeme, die verdächtige Aktivitäten erkennen, sind Angestellte am Standort Zürich zuständig. Zudem arbeiten Zürcher Teams daran, den Nutzern mehr Möglichkeiten zu bieten, was den Datenschutz angeht. Neu ist etwa die Funktion, die gesammelten Daten periodisch löschen zu lassen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Expat am 11.09.2019 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht ist geboten wo es geht

    Die neuen Ideen sind ja gut, bringen auch Vorteile, vereinfachen sicher einige Dinge. Frage nur was Konzerne und Regierungen daraus machen um den Bürger zu kontrollieren. Das sollten wir uns als Gesellschaft überlegen. Ich bin auch Googlenutzer, wer nicht, aber sehr selektiv und Bezahlapps oder FB sind für mich tabu. Ganz entziehen kann sich kaum jemand, aber nichts preisgeben was nicht sein muss, das geht auch heute noch.

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  • Irgendwer am 11.09.2019 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Steuern?

    Interessant wäre eher, wieviel Steuern so ein Unternehmen in der Schweiz zahlt.

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  • Marco am 11.09.2019 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist doch wie immer

    Firmen wie Google und deren Produkte die keine Konkurrenz fürchten und als Monopolist daherkommen, sind immer Fluch und Segen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Starfish am 12.09.2019 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Google.......

    ... Google sammelt eure Daten die sie dann später den meistbietenden verhöckern. Gegen Google / NSA/ und die vielen anderen Schnüffelagenturen der Amis sind die Chinesen Waisenknaben....... Getüfftelt wird wie man noch tiefer in die privaten Daten der Menschen gelangen kann und die loophole zu finden.... Für mich ist Google schlimmer als der KGB oder die Stasis

  • Combat 18 am 12.09.2019 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Verbrecher

    Das einzige was Googl will ist den Bürger für Politik Ausspionieren. Alle die für diesen Verbrecher Konzern Arbeiten sollten sich Schähmen.

    • EmanuelX am 12.09.2019 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Combat 18

      PS: Google hat auch ein Rechtschreibungs-Programm.

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  • Rätselbräter am 12.09.2019 00:31 Report Diesen Beitrag melden

    Woran tüftelt Google in der Schweiz?

    Datensammlung und Industriespionage?

  • Ruedi Trütsch am 11.09.2019 23:55 Report Diesen Beitrag melden

    In 50 Jahren

    kann die Schweiz wieder Rechtfertigung betreiben, wenn es heisst: Warum habt ihr ein Unternehmen, das systematisch Profile anlegt, Gesichtserkennung Software produziert hat, Spionagesoftware mitgestaltet hat, in eurem Land beherbergt? Dann kann der ganze Staat ( Steuerzahler) wieder an den Pranger gestellt werden, wenn die geistigen Zeiten geändert haben - alles schon mal da gewesen. Wir werden einmal für dieses Unternehmen geradestehen müssen.

  • Bonjour am 11.09.2019 23:45 Report Diesen Beitrag melden

    Google translate ist ein Witz

    Könnte man eigentlich auch in der Limmatstadt langsam aber sicher kapieren!!!