HSBC-Aktie

31. Januar 2014 08:58; Akt: 31.01.2014 14:36 Print

Wurstfinger löst Kurssprung aus

Händler trauten ihren Augen nicht, als sie die Ausschläge der HSBC-Aktie am Donnerstag sahen. Schuld war der Fehler eines einzelnen Traders. Er dürfte ihn teuer zu stehen kommen.

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Der Fehler verursachte einen hohen Verlust. (Bild: Keystone/AP/Alastair Grant)

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Zehn Prozent schoss die Aktie der britischen Grossbank HSBC am Donnerstag plötzlich nach oben – um dann direkt wieder abzustürzen. Die Händler zeigten sich aber nur kurz erstaunt, recht schnell schien klar zu sein: Ein Wurstfinger hatte sein Unwesen getrieben.

Als sogenannten Fat Finger Error bezeichnen Börsianer es, wenn ein Händler sich auf der Tastatur vertippt und aus Versehen eine deutlich höhere Anzahl an Aktien einkauft als geplant. Das wiederum feuert den Aktienkurs an.

Handel ausgesetzt

Im Fall HSBC tauchten binnen weniger Sekunden zunächst eine Bestellung von rund 19'000 Aktien auf sowie direkt danach hunderte kleinere Bestellungen. Der Kurs sprang von rund 623 Pence auf 688 Pence.

Wie bei solchen plötzlichen Veränderungen üblich, setzte der Handel der Papiere kurzzeitig aus. Weil der Händler mit dem dicken Finger aber zwischenzeitlich Aktien im Wert von durchschnittlich 650 Pence statt 623 Pence gekauft hatte, resultierte für den Unglücklichen ein Verlust von rund 400'000 britischen Pfund.

(laf)