Abbau-Pläne

10. April 2015 14:22; Akt: 10.04.2015 15:01 Print

ZKB soll ein Drittel ihrer Filialen schliessen

Die Zürcher Kantonalbank soll in den nächsten Monaten ihr Geschäftsstellen-Netz massiv verkleinern. Ein Drittel von 80 Filialen seien betroffen.

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Noch bestätigt die ZKB die Abbau-Pläne nicht. Aber: «Sollte es zu allfälligen weiteren Anpassungen im Filialnetz kommen, wird die ZKB die Öffentlichkeit zeitnah informieren», erklärte ein Sprecher der Bank. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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An einer Versammlung vor Behördenvertretern von Zürcher Gemeinden im vergangenen März tönten es oberste Verantwortliche der Zürcher Kantonalbank (ZKB) bereits an: Noch dieses Jahr würden diverse Filialen auf dem Kantonsgebiet geschlossen, warnten sie die Politiker.

Wie Recherchen von finews.ch nun ergeben haben, sind diese Pläne bereits weit gediehen. Wie mehrere von einander unabhängige Quellen berichten, sollen bis zu einem Drittel der momentan rund 80 ZKB-Filialen auf Kantonsgebiet geschlossen werden. Das Los falle vorab auf jene Institute, in denen keine Vermögensberatung angeboten werde.

Auf Anfrage von 20 Minuten gab sich die ZKB zurückhaltend bezüglich dieser Abbaumassnahmen. «
Sollte es zu allfälligen weiteren Anpassungen im Filialnetz kommen, wird die ZKB die Öffentlichkeit zeitnah informieren», erklärte ein Sprecher der Bank.

Digitale statt physische Kommunikation

Der Hauptgrund für eine mögliche Ausdünnung des Filialnetzes ist die Digitalisierung.«Nicht alle Bankkunden sind gewillt, für eine einfache Geldüberweisung am Schalter anzustehen. Sie bevorzugen eine Palette von Dienstleistungen – zeit- und ortsunabhängig», heisst es. Diese Transformation bedeute jedoch keine umfassende Ablösung der physischen Standorte, sondern vielmehr eine Ergänzung zwischen physischen und digitalen Kanälen, beteuerte der Sprecher weiter. Wichtig sei in dem Zusammenhang, dass die Bank auch in Zukunft das dichteste Filial- und Automatennetz im Kanton Zürich aufweisen werde. Die ZKB unterhält zurzeit neben ihren Filialen 300 Geldautomaten auf dem Kantonsgebiet.

Springt die Postfinance ein?

Insider berichten «finews» zufolge, dass die ZKB mit der Postfinance eine Art Kooperation mit Postfinance eingehen soll, welche es Kunden in den von den Schliessungen betroffenen Gemeinden ermöglichen soll, dennoch den Zahlungsverkehr zu nutzen. Ein Sprecher bei Postfinance wollte sich dazu auf Anfrage nicht äussern.

(cls)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max T. am 10.04.2015 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die Banken gewinnen immer

    Super! Filialnetz um 30% verkleinern und die Gebühren verdoppeln. Das ist real Business.

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  • Manuel Moser am 10.04.2015 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Macht das lieber nicht

    Wenn die ZKB die Filiale in meinem Dorf schliesst, werde ich warten bis die Hypothek abläuft und dann wechseln. So nicht. Wie soll man denn Vertrauen in die Bank haben? Der Standort gibt mir einen Bezug zur Bank, ist der weg kann ich mich auch gleich bei der UBS oder CS melden wo ist da noch der regional verankerte Vorteil?

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  • Rainer am 10.04.2015 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arme Banken

    Ich habe nirgendwo gelesen, dass die eingesparten Kosten für Belegschaft und Immobilien durch die Digitalisierung an die Kunden weitergegeben werden. Wenn wir in Zukunft alle Bankgeschäfte online machen sollen könnten wir gleich zur Google-Bank gehen. Spionieren wäre dann günstiger. Ich gehe gern zu meiner TKB und warte auch mal ein paar Minuten auf die freundliche Sachbearbeiterin.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Freier Mensch am 11.04.2015 22:50 Report Diesen Beitrag melden

    Falls die ZKB ihre Filiale

    in meinem Kaff ebenfalls aufheben wird, kauf ich mein Gold einfach woanders. Für den Zahlungsverkehr und Geldbezüge brauche ich die tatsächlich nicht.

  • chris wepfer am 11.04.2015 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht die einzige bank

    machen andere längst so. zb cs tochter neue aargauer bank, die geschäftsstellen in automaten banken umwandeln und leute absetzen. schrecklich eine solche entwicklung.

  • Dani Spitzhofer am 11.04.2015 18:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Die Öffnungzeiten sollten Kundenfreundlicher werden. Ich kann für eine Einzahlung nicht extra Blau machen! Samstag wäre mal ein Anfang. Die Läden müssen ja auch immer länger offen haben.

    • Terminator am 11.04.2015 19:40 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig!

      Wer hat schon Zeit zwischen 9.00 - 11.00 Uhr Zeit um auf die Bank zu gehen? Hinzu kommt, wenn man einen Bargeldbetrag (in meinem Fall 2000 CHF) an einem Schalter auf's eigene Konto einzahlen möchte, man schon halb "zusammengeschissen" wird, weil man es nicht am Automaten erledigt. Meine Antwort war: "Wenn das alle machen, braucht es Sie nicht mehr am Schalter, dann sind Sie arbeitslos".

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  • Andro am 11.04.2015 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    genau...

    als erstes schliesst bitte die Filiale in Glattbrugg!!! Bei den paar stunden die die Filiale am Nachmittag offen ist, könnt Ihr die als erstes schliessen & die hohe Miete an der Hauptstrasse gleich einsparen

  • Paul L. am 11.04.2015 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    ZKB ade.

    Selber schuld ZKB. Hab letztes Jahr dort mein Konto saldiert, weil ich mit den Gebühren und dem Service nicht zufrieden war. Das hat nichts mit Digitalisierung zu tun.

    • Irene Freuler - O'Flaherty am 11.04.2015 20:50 Report Diesen Beitrag melden

      Nirgends besser

      Und, wo sind sie denn nun gelandet ? Bin auch sehr unzufrieden mit dem sogenannten "Service" der Zürcher ZKB. Wenn sie eine bessere Idee hatten / haben, bin ich dankbar. Was ich feststellen musste, ist leider bei allen Banken schliesslich "Hans was Heiri" (So heisst es doch glaub ich, oder? Bin aus Irland.)

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