Online-Handel

03. Juni 2016 05:48; Akt: 03.06.2016 05:48 Print

Zalando will Kleider von H&M und Zara verkaufen

von F. Lindegger - Zalando möchte künftig nicht nur ein Online-Händler sein. Das Unternehmen plant, zu einer Plattform für Konzerne wie H&M oder Zara zu werden.

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Der grösste Online-Modehändler Europas ist Zalando bereits. Doch das Unternehmen will künftig viel mehr sein als ein Online-Händler. Der Konzern möchte zu einer eigentlichen digitalen Einkaufsstrasse werden. Dazu beitragen soll der Einbezug von Konsumenten, Bloggern und Marken.

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Wird es längerfristig bei Zalando auch Kleider von H&M zu kaufen geben?
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Die Vision der Zalando-Macher sieht vor, dass die Firma zu einer Plattform wird, wo Einzelhändler eigene digitale Shops betreiben können. Das Unternehmen wolle «zur digitalen Strategie von unseren Markenpartnern werden», erklärte Co-Gründer David Schneider gemäss der Nachrichtenagentur DPA im Rahmen der Generalversammlung diese Woche in Berlin.

Vorläufig keine H&M-Produkte

Auch andere Modehändler sollen künftig über Zalando ihre Waren verkaufen. Geht es nach den Plänen des deutschen Online-Händlers, können bei Zalando langfristig auch Produkte von Konzernen wie H&M oder Zara bestellt werden. Der schwedische Textil-Gigant will davon aber nichts wissen: «Wir haben von den Absichten von Zalando gehört, es gibt jedoch keine Pläne, künftig H&M-Produkte auf Zalando zu verkaufen», heisst es auf Anfrage von 20 Minuten.

Trotz dieser vorläufigen Absage hält es Malte Polzin, Partner bei der Beratungsfirma Carpathia, durchaus für realistisch, dass dereinst tatsächlich auch Produkte von H&M oder Zara über Zalando verkauft werden. «Viele Marken konnten sich nur schwer vorstellen, ihre Produkte über Online-Marktplätze zu verkaufen», erklärt Polzin. Mittlerweile sei das normal.

Auf der chinesischen Plattform Tmall, die zum Alibaba-Konzern gehört, habe gar der US-Konkurrent Amazon einen eigenen Shop, da der US-Konzern in China alleine nicht genug Reichweite erzielen konnte. «Nicht jede Handelsmarke kann erfolgreich eine eigene Online-Plattform betreiben», so Polzin zu 20 Minuten.

400 Millionen Franken Umsatz in der Schweiz

In der Schweiz eröffnete H&M erst im Oktober 2015 einen eigenen Online-Shop, der im Vergleich zu anderen Sites eher rudimentär gestaltet ist. Bewertungen und Rezensionen von anderen Kunden für die Kleidungsstücke fehlen beispielsweise, und bezahlt werden kann ausschliesslich mit Visa- und Mastercard-Kreditkarten. Der spanische Konkurrent Zara verfügt hierzulande bereits seit einigen Jahren über einen eigenen Webshop.

Laut dem Marktforschungsunternehmen GfK wurden 2015 in der Schweiz insgesamt gut 9,4 Milliarden Franken im Bereich Mode umgesetzt, wobei die Umsätze in den vergangenen Jahren deutlich rückläufig waren. Klar gestiegen ist dabei der Anteil, der online erwirtschaftet wird. Laut GfK beträgt er rund 1,4 Milliarden Franken. Allein Zalando hat gemäss Schätzungen von Carpathia 400 Millonen Franken umgesetzt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Roland E. am 03.06.2016 06:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anonym

    Ich kaufe noch im Laden ein. Irgendwann reden die Menschen aber nicht mehr miteinander. Muss ich zum Glück nicht mehr erleben.

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  • Trisch am 03.06.2016 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Westlicher Einheitsbrei

    Bald gibt es nur noch Einheitsbrei. In jeder Stadt, schon heute, dass gleiche Bild. Man kann fast nur noch die gleiche Massenware ab Stange kaufen, egal wo, alles das Gleiche nur die Preise sind in der Schweiz dafür höher. Wo die Kleider herkommen, alle aus Asien, alle billig produziert und hier teuer verkauft. Da lobe ich mir die Nightmarkets direkt in Asien. Dort wird noch richtig gehandelt und der Händler hat so mehr vom Geld als wenn ich die Massenware in Europa kaufen würde. Echt bitter worauf wir zusteuern, in eine stumme Zukunft ohne Austausch. Just click!

  • catish am 03.06.2016 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zara no

    Ob diese Absicht mit der Philosophie von Herr A. Ortega übereinstimmt, muss doch eher bezweifelt werden; denn Inditex versucht stets, Immobilien an bester Stadtlage zu erwerben. Persönlich denke ich, dass diese Strategie den Spanier zum 3.reichsten Mann gemacht hat und nicht der Klamottenverkauf an sich

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Emma Online am 03.06.2016 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zalando, manor, wieviele noch??

    Ich finde auch es hat schon genug online Shops; zalando, manor, siroop (Name übrigens mega doof), usw. Das genügt doch mal.... Aber es ist schon praktisch und zeitsparend.

  • Lisa am 03.06.2016 14:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Siroop

    Es gibt jetzt Siroop, da kann Zalando bald einpacken

  • die Stylistin am 03.06.2016 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    HER DAMIT

    Also ich würde mich freuen wir in der Schweiz haben einfach zu wenig auswahl an Mode uns fehlt ALDO, TOPSHOP, STRADIVARIUS, FOREVER 21 und und und wir haben einfach keine LÄDEN in dem man auch zahlen kann......und wenigstens bittet Zalando uns einige marken online an!!

    • Luisa am 03.06.2016 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @die Stylistin

      Ja klar als Stylistin tragen sie ja bestimmt kein Outfit 2mal - kein Wunder muss dann alles billig sein - ich bin froh haben wir nicht noch mehr dieser Billigketten in der Schweiz, für mich dürfte Kleidung ruhig etwas teuerer sein wenn auch was davon bei den Arbeitssklaven hängen bleibt! F21, Stradivarius etc ist billig verarbeitete Ramschkleidung die nur 1 Saison hält - stylen Sie doch bitte in Zukunft etwas nachhaltiger!

    • Die Stilikkkaa am 03.06.2016 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Interesse....next

      ganz ehrlich, wenn SIE wüssten woher die WARE über 200.- her kommt denken Sie wieder anders... aber jedem das seine ganz einfach.....

    • Lisa am 03.06.2016 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @die Stylistin

      Es gibt jetzt Siroop, da sind alle Shops inbegriffen.

    • Stylistin am 03.06.2016 14:46 Report Diesen Beitrag melden

      das auch noch

      aha ja bevor ich es vergesse wisst ihr was noch das Problem ist...... sehr viele Onlineshops liefern nicht in die Schweiz.....(ok für heute ist schluss mit kommetieren)

    • Lisa am 03.06.2016 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stylistin

      Aber bei Siroop sind alle Shops inbegriffen und das ist eine CH-Firma. Die liefert logischerweise in der Schweiz.

    • Gaby am 03.06.2016 15:08 Report Diesen Beitrag melden

      @Lisa

      Ja wir haben es jetzt verstanden liebe Lisa....du stehst voll auf Sirup.

    • Lisa am 03.06.2016 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gaby

      Ich wollte euch nur sagen, dass es den Shop gibt und ihr nicht mehr bei Zalando bestellen müsst.

    • Auch Lisa am 03.06.2016 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lisa

      Die Werbung haben alle gesehen, Lisa. Deine Missionierung braucht es nicht und ja, ich bestelle nicht online, weil ich die Kleider lieber im Laden anprobiere. Danke.

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  • helen s. am 03.06.2016 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    am besten...

    waere sowieso, wenn sich alle schweizet online platformen zusamentun und eine app machen. somit werden auch die laeden aussterben und die staedte....

  • Zora am 03.06.2016 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für mich super

    Arbeitstätig und 2 Kleinkinder: für mich sind Online-Shops ein Segen! Ich kann mir genau das kaufen was ich suche, habe ein grosses Angebot und keine Verkäuferin welche mich falsch berät und nervt!

    • alessi am 03.06.2016 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zora Reflexion..

      Schon mal überlegt ob Sie das Verkaufspersonal nerven, wenn sie mal in die Reale Welt Shoppen gehen. Freundlichkeit würde jedem besser stehen, als das schönste Kleid das man sich erkaufen kann. Weiterhin gutes und anonymes und nervenloses onlineshopping.

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