Workspace2go

12. März 2016 10:10; Akt: 14.03.2016 13:36 Print

Zürcher Start-up lanciert Airbnb für Büros

Es gibt zu viele leere Sitzungszimmer, findet ein junges Zürcher Start-up. Darum lanciert es eine Sharing-Plattform für die Geschäftswelt.

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Airbnb, Uber oder auch klassische Schweizer Anbieter wie Mobility: die sogenannte Sharing Economy boomt. Der Trend des Teilens erfasst ständig neue Bereiche der Wirtschaft – zum Beispiel das Büro. So hat das Zürcher Start-up Workspace2go vor kurzem eine Plattform für Sitzungszimmer, Einzelarbeitsplätze und Seminarräume lanciert. Diese können dort stunden- oder tageweise gebucht werden. Anbieter können ihre ungenutzten Arbeitsflächen anbieten, die dann von den Nutzern für ihr Meeting oder ihren Workshop gebucht werden – eine Art Airbnb fürs Business.

Workspace2go wurde 2015 von Manuele Fumagalli und Samuli Hiltunen gegründet. Die Idee zur Gründung des Start-ups sei aus einer Beobachtung heraus entstanden. «Wir sahen in einer Schule, dass ein grosser Teil der Räumlichkeiten während einiger Stunden am Tag leerstand und dachten uns: Erhöht man auf der einen Seite die Auslastung von bestehenden Räumlichkeiten und ermöglicht man auf der anderen anderen Teilnehmern die Nutzung, ist das eine Win-win-Situation», sagt Fumagalli.

Einnahmen über Kommission

Der Vorteil ihres Konzepts liege in der Einfachheit und Transparenz. Anbieter können ihre Räumlichkeiten gratis auf die Plattform laden, bei einer erfolgreichen Buchung wird eine prozentuale Kommission belastet. Gäste zahlen lediglich den Raumpreis – also genau wie beim Original-Airbnb.

In der Stadt Zürich würden bisher 20 Unternehmen etwa 70 Räumlichkeiten anbieten, so Fumagalli. Im Angebot gebe es auch einige sehr attraktive Räumlichkeiten – etwa ein Business-Meetingraum für zwölf Personen beim Talacker für 60 Franken pro Stunde. Oder ein Sitzungszimmer in einer Anwaltskanzlei beim Bellevue für 32 Franken pro Stunde, Kaffee und Wasser inklusive. Fumagalli hofft, dass bald weitere Anbieter ihre Räumlichkeiten über ihre Plattform anbieten werden, damit die Sache ins Laufen kommt.

Airbnb setzt auf Geschäftsreisende

Auch Airbnb selbst will mit Geschäftsleuten Geld verdienen – allerdings nach wie vor durch die Vermietung von Übernachtungsmöglichkeiten, nicht mit Büroräumen. Um im lukrativen Business-Segment Fuss zu fassen, hat das Unternehmen deshalb vor Kurzem eine Kooperation mit dem Online-Reiseservice Concur abgeschlossen.

Concur bietet mit TripLink einen Dienst, der Unternehmen die Planung und Spesenabrechnung für die Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter vereinfachen soll. Über TripLink können Geschäftsreisende Flüge, Hotels oder Mietwagen buchen. Als Zusatzservice liefert TripLink die Auflistung der detaillierten Kosten anschliessend direkt dem Arbeitgeber.

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nix Neues am 12.03.2016 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Regus

    Seltsam. Das macht Regus bereits seit Jahren.

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  • Lilo am 12.03.2016 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    In jedem Hotel, das ist dort wo sich Geschäftsreisende die angezielt werden aufhalten, gibt es einen Raum der zur Verfügung gestellt werden kann. Ein Sitzungszimmer in einer Anwaltskanzlei sehe ich eher problematisch. Da gehen dann Leute ein und aus und womöglich durch den restlichen Kanzleibetrieb mit vertraulichen Dokumenten? Finde ich ja jetzt total unseriös von einer Anwaltskanzlei und ein zusätzlicher Aufwand der sich nicht lohnt.

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  • carmen diaz am 12.03.2016 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    aha...

    ...und deshalb soll es dann mehr sitzungen geben? ich dachte eigentlich sitzungen werden dann anberaumt, wenn sie erforderlich sind. und es gibt sie auch nicht öfter, nur weil räumlichkeiten dafür vorhanden sind. eines der produkte, welches auch bei genügendem angebot nicht öfter verkauft wird...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stadtheidi am 13.03.2016 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehrfachnutzung wäre toll

    ZKB bietet Gratis-Arbeitsplätze an bester Zürcher Bhfstrasse-Lage an. In den 20 grössten Ballungszentren der Schweiz sind die Leerstände von Büroräumlichkeiten auf über 2.2 Mio Quadratmeter gestiegen (+40% in 2014) - davon über 1 Mio Quadratmeter alleine in Zürich. Eine flexiblere Mehrfachnutzung wäre wirklich effizient.

  • robi schmid am 13.03.2016 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Völlig an der heutigen Zeit vorbei.

    Völlig an der heutigen Zeit vorbei. Heute macht man Online-Meetings über Skype for Business, oder das Vorgängermodell Lync. Einfacher gehts nicht. Keine zusätzliche Spesen, Wlan schon fast überall.

  • DerWeise am 13.03.2016 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Machen oder darüber sprechen

    Ob workspace2go was wird, sehen wir in den nächsten 12 Monaten. Was ich nicht verstehe sind die negativen Kommentare vieler Schreiber. Ideen haben viele, aber umsetzen tun's nur Wenige. Daher Bravo zum Gründermut der beiden jungen Männern!

  • Andreas Steiner am 13.03.2016 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Cowodo

    Macht Cowodo auch, aber in der ganzen Schweiz und mit mehr Räumlichkeiten ;)

  • ä Glarner am 13.03.2016 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gute Idee

    wenn diese Bürovermietung so toll funktioniert, wie die Bett- bzw. Zimmervermietung funktioniert, dann ist der Erfolg sicher gestellt! ich jedenfalls wünsche guten Erfolg...