SMI

07. Februar 2011 18:41; Akt: 07.02.2011 18:52 Print

Zykliker heben Börse ins Plus

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag freundlich geschlossen, jedoch nicht so stark im Plus, wie es am Morgen den Anschein machte. Gesucht waren zyklische Unternehmen.

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Die Lage in Ägypten habe sich etwas beruhigt, was viele Investoren am Montag zur Rückkehr an den Markt bewegt habe, sagten Händler. Dennoch hätten die Unruhen auch das Bewusstsein über die Risiken in den aufstrebenden Schwellenländern (Emerging Markets) zurückkehren lassen.

Gesucht waren am Montag vor allem Wertpapiere von konjunktursensitiven Unternehmen sowie vereinzelt auch solche von Finanzinstituten. Deutlich an Wert zugelegt haben nach Veröffentlichung des Jahresabschlusses die Aktien der Bank Julius Bär (+1,3 Prozent).

Für die Entwicklung des Swiss Performance Index (SMI) hemmend wirkten dagegen die Schwergewichte Nestlé und Roche. Auch die Aktienkurse der Grossbanken hinkten dem Markt hinterher. Der Leitindex SMI schloss um 0,41 Prozent höher auf 6611,14 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) legte um 0,53 Prozent auf 5944,37 Zähler zu.

Die prozentual grössten Kursgewinne unter den 30 grössten und wichtigsten Aktientitel erzielten der Luxusgüterkonzern Richemont (+4,1 Prozent) und der Uhrenkonzern Swatch (+2,4 Prozent). Grund für die Gewinne war eine Branchenstudie der Deutschen Bank, in welcher das Kursziel für beide Aktientitel erhöht wurde. Swatch hatte zudem überraschend die Publikation der Geschäftsergebnisse 2010 auf Dienstag vorgezogen.

Weitere zyklische Papiere wie jene des Computerzubehörherstellers Logitech (+3,4 Prozent), des Raffineriebetreibers Petroplus (+2,0 Prozent), des Stellenvermittlers Adecco (+1,8 Prozent) und des Logistikunternehmens Kühne Nagel (+1,5 Prozent) figurierten ebenfalls oben auf den Einkaufszetteln der Anleger.

Im Finanzsektor fielen unter den Versicherern vor allem der Lebensversicherer Swiss Life (+2,8 Prozent) und die Bâloise (+1,9 Prozent) auf.

Demgegenüber lagen wie oft in einem solchen Umfeld defensive Papiere wie jene des Nahrungsmittelmultis Nestlé (-0,4 Prozent), des Pharmariesen Roche (-0,1 Prozent) oder des Telekomunternehmens Swisscom (+0,1 Prozent) hinter dem Gesamtmarkt zurück.

(sda)