«Weg damit!»

20. Juni 2019 16:36; Akt: 20.06.2019 16:36 Print

Über diese 12 Dinge ärgern sich die Schweizer

Roaming-Tarife, Massentierhaltung oder Bankgebühren: Mit solch unliebsamen Dingen kann man einen Schweizer zur Weissglut bringen.

Die allgemeine Wehrpflicht scheint umstritten zu sein. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist «eher bis ganz» dagegen.
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Jetzt durften Nörgler endlich einmal offiziell wettern: Der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch hat untersucht, was wir Schweizer am liebsten abschaffen würden. Doch was ärgert Schweizer am meisten? Gehörig auf den Geist gehen uns sicherlich Gebühren.

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Was davon stört Euch am meisten?

Am meisten ärgern uns die hohen Roaming-Kosten im Ausland. Über 80 Prozent der 1500 Befragten möchten, dass Schweizer Telefonanbieter diese Kosten so rasch wie möglich streichen.

Erst vergangene Woche sprach sich der Nationalrat aber gegen deren Abschaffung aus. So lehnte die FDP-Fraktion diese Motion beinahe unisono ab. Politisieren die Bürgerlichen hier also am Volk vorbei? «Im Gegenteil», meint FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger. Doch die Motion im Parlament sei durch eine Revision des Fernmeldegesetzes bereits überflüssig geworden. «Das Gesetz gibt bereits heute vor, dass der Bundesrat Massnahmen gegen die zu hohen Roaming-Tarife treffen muss», sagt die Politikerin der Kommission für Wirtschaft und Abgaben.

Gegen Billag und Co.

Nicht nur Kosten, die im Ausland fürs Telefonieren, Chatten und Surfen anfallen, nerven: Auch die Fremdwährungsgebühren der Schweizer Banken sind den Kunden ein Dorn im Auge. Laut Umfrage wollen über 70 Prozent der Befragten diese Bearbeitungszuschläge schnellstmöglich abgeschafft haben.

Gleichzeitig spricht sich eine Mehrheit gegen die stetig zunehmenden Krankenkassenprämien sowie die jährlichen Radio- und Fernsehgebühren aus. Letzteres ist erstaunlich: Erst vergangenes Jahr hat sich das Volk für diese Empfangsgebühr ausgesprochen. Die «No Billag»-Initiative ist im März 2018 mit 71,6 Prozent gescheitert.

Skeptisch gegenüber AKW und verärgert über Wehrpflicht
Nicht nur Dingen, die unser Portemonnaie belasten, möchten wir das Handwerk legen. Für viele ist die halbjährliche Zeitumstellung ein lästiges Mühsal.

Die Studie zeigt auch: Das Tierwohl liegt uns am Herz. Schweizer sprechen sich mehrheitlich gegen eine Massentierhaltung aus. Deutlich ist hier ein Geschlechterunterschied zu erkennen: Frauen sprechen sich zu 78 Prozent gegen Massentierhaltung aus, bei den Männern sind es nur 66 Prozent.

Auch nicht geheuer scheinen vielen die hiesigen AKW zu sein: 64 Prozent der Schweizer Bevölkerung trauen den Kraftwerken nicht und fordern deren Abschaffung. In der Atomfrage gibt es jedoch einen kleinen Röstigraben: Während sich in der Romandie 70 Prozent für eine Abschaffung aussprechen, sind es in der Deutschschweiz 62 Prozent.

Nicht ganz einverstanden scheint man hier bei uns mit der allgemeinen Wehrpflicht zu sein: 41 Prozent der Bevölkerung spricht sich «eher bis ganz und gar» gegen die allgemeine Wehrpflicht in der Schweiz aus.

Altbewährt und geschätzt

Während die Befragten bestehende Dinge ändern wollen, halten sie aber zeitgleich auch an bewährten Sachen fest. So soll das Bankgeheimnis im Inland keinesfalls abgeschafft werden. Nur 31 Prozent der Befragten befürworten eine Abschaffung des Bankgeheimnisses.

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • So und nicht anders ist es am 20.06.2019 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Der Schweizer hat sich mit seinem

    unqualifizierten Abstimmungsverhalten in den vergangenen zwei Jahrzehnten selber in diese hoffnungslose Lage gebracht. Mitleid ist nicht angebracht.

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  • Kunigunde am 20.06.2019 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Etwas fehlt

    Es fehlt komischerweise die Asylpolitik. Mein persönliches rotes Tuch.

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  • Ugly am 20.06.2019 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Maulkorb und so

    Da gäbe es noch wesentlich wichtigere Dinge die mich stören, aber die sind hier nicht aufgelistet. Erwähnen darf man die hier eben nicht und auch das ist eines der Dinge die mich gewaltig nerven.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Linda am 21.06.2019 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Zwanghaft Negatives Denken

    Warum wird der fokus immer nur auf Dinge gelenkt die uns stören? Wieso nicht auf Dinge die uns Freude bereiten? Es ist als ob man uns mit täglicher Negativität uns klein halten möchte...da mach ich nicht mehr mit!

  • THE ROCK am 21.06.2019 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    High 5

    Ich finde Sie mit Ihrem Post supersympatisch, meine Rede

  • Rohrer Martin am 21.06.2019 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuern !!

    Das wir immer noch keine Grundsteuer von ca 5 bis 8 % von jedem Einkommen pro Monat abgezogen wird. Vorteil jeder zahlt was ( kann sich keiner mehr auf null rechnen) und es gibt weniger Ausstände.

  • Terminator 2097 am 21.06.2019 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    Termin?

    «Das Gesetz gibt bereits heute vor, dass der Bundesrat Massnahmen gegen die zu hohen Roaming-Tarife treffen muss»

  • Spider5 am 21.06.2019 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubhafte Politiker

    die am Volk vorbei politisieren und sich hauptsächlich nur noch für die Wirtschaft oder einen EU-Beitritt einsetzen, ist ja wohl das nervigste in diesem Land. Besonders jene, die nicht einmal mehr die eigenen Gesetze respektieren. (Siehe Basel)