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25. Juli 2016 07:00; Akt: 24.07.2016 11:13 Print

Crowdlending: Jeder kann jeden finanzieren

Die Büroerweiterung für die eigene Firma finanzieren, ein regionales Unternehmen fördern und für seine Investition eine attraktive Rendite erhalten. Crowdlending bringt Darlehensnehmer und Anleger über einen Onlinemarktplatz zusammen und bietet Unternehmen einen einfachen Zugang zu Kapital sowie alternative Anlagemöglichkeiten für Investoren.

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Gemeinsam die gesteckten Ziele erreichen. (Bild: postfinance)

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Beim Crowdlending finanziert eine Mehrzahl von Geldgebern (die Crowd) Darlehen – der Mittler zum Darlehensnehmer ist eine Onlineplattform. Das Darlehensrisiko liegt somit nicht mehr beim Einzelnen, sondern wird auf alle Geldgeber verteilt. Diese erhalten einen Zins für den zur Verfügung gestellten Betrag. Dies macht Crowdlending in Zeiten tiefer Zinsen und stürmischer Aktienmärkte besonders attraktiv als alternative Anlageform.

Günstigere Konditionen und höhere Renditen möglich
Wer ein Darlehen für sein Unternehmen beantragt, überlegt sich drei Dinge: wie viel Geld brauche ich, über welchen Zeitraum möchte ich das Darlehen tilgen und wie viel Zins bin ich bereit dafür zu bezahlen. Die Onlineplattform prüft die Bonitäten. Der Anleger entscheidet, ob ihm die Konditionen passen oder nicht. Auf beiden Seiten hat die Onlinedarlehensvergabe Vorteile im Vergleich zum herkömmlichen Weg über die Bank. Der Darlehensnehmer darf tiefere Zinsen und höhere Flexibilität erwarten und der Anleger höhere Renditen.

Anträge werden geprüft und selektioniert
Ein Darlehen bekommt jedoch lange nicht jeder. Für die Prüfung der Bonität haben die Onlineplattformen eigene Ratingsysteme entwickelt. Und das mit Erfolg: Beim internationalen Crowdlending-Marktplatz Lendico beispielsweise werden die Darlehensnehmer nach internen und externen Risikofaktoren bewertet. Die Darlehensnehmer werden mit einem Rating von A (kleinstes Ausfallrisiko) bis E (erhöhtes Ausfallrisiko) versehen und erhalten ein Angebot mit einem ans Risiko angepassten Zinssatz.

Attraktive Nettorendite für Anleger
Für Anleger gilt das gleiche Prinzip wie bei Obligationen: je höher die Risikoklasse, desto höher die erwartete Rendite. Für gewerbliche Darlehen geht man von einem üblichen jährlichen Verlust von 2,5% aus. Bei einem breit diversifizierten Portfolio mit einem durchschnittlichen Jahreszins von 6% kann ein Anleger also mit einer Nettorendite von 3,5% pro Jahr rechnen.

Schweizer Crowdlending-Markt im Aufwind
Während in vielen Ländern Crowdlending schon weit verbreitet ist, steckt der Schweizer Markt noch in den Kinderschuhen. Laut einer Studie der Hochschule Luzern betrug das Finanzierungsvolumen 2015 etwa 3,9 Millionen Franken. Im Vergleich zum gesamten Marktvolumen von 7,9 Milliarden Franken ist dies nur ein Bruchteil. Der Markt befindet sich jedoch in einem enormen Wachstum. Im Jahr 2015 betrug die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr 127 Prozent.

PostFinance und Lendico gründen Schweizer Crowdlending-Plattform

(thw/20 Minuten)

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