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Sula fragt

05. September 2018 14:00; Akt: 05.09.2018 14:00 Print

Cheat-Days – ja oder nein?

von Sulamith Ehrensperger - Sechs Tage kommt nur Gesundes auf den Teller, am siebten ist Schlemmen angesagt. Wie sinnvoll Cheat-Days sind, erläutert Jürg Hösli.

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Oh du süsser Cheat-Day! So genannte Schummeltage sind total angesagt, doch verhelfen sie wirklich zum Wunschgewicht? (Bild: Marie-t)

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Der Körper möchte in einem Gleichgewicht sein. Trainieren wir hart, haben wir einen Infekt, ist es draussen kalt oder haben wir am Arbeitsplatz grossen psychischen Druck, verschieben sich die Bedürfnisse des Körpers. Der Körper braucht richtig viel Nährstoffe, also Energie, Bau- und Hilfsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe.

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Viele essen aber gerade unter der Woche nach einem strikten Plan, erlauben sich kaum einen «Ausrutscher» und versuchen die selbst gemachte Hungersnot durchzuziehen. Die Frage erübrigt sich, ob dies wirklich Sinn ergibt. Ein Mensch, der nach Lebensmittel-Waage isst, unterdrückt sein körpereigenes Sensorium für den Bedarf und die Bedürfnisse des Körpers, die je nach Training oder Alltag sehr unterschiedlich ausfallen können. Die Regeneration wird immer schlechter und der Körper versucht nun über die Lust auf Süsses, Salziges und Junkfood seinen Bedarf an Makronährstoffen, vor allem an Kohlenhydraten, zu decken.

Was hat das alles mit einem Cheat-Day zu tun? Wer den Zugang zu seinen inneren Bedürfnissen so kastriert, dass er keine Ahnung mehr hat, was der Körper braucht, wer versucht, strikt darauf zu achten, dass der Körper unter der Woche komplett unterernährt ist, gerät so massiv aus dem Gleichgewicht. Wenn der Kopf jedoch auf die falschen Nährstoffe setzt, hat der Körper verloren. Darum verlangt er sein Recht auf mehr Essen zurück und produziert immer stärker werdende innere Gelüste, und es braucht demzufolge einen Cheat-Day als Ventil für den Kopf.

Anders mit Cheat-Mahlzeiten: Ich baue in die Ernährungspläne meiner Kunden vor dem intensiven Training solche Cheat-Snacks oder «Soulfood Snacks», wie ich sie nenne, ein. Mal ein bisschen Schoggi oder Kuchen als Alternative zu Banane oder Riegel. Das Schöne ist, dass die Kunden oftmals am Wochenende keine Lust mehr auf Süsses und Junkfood haben. Wenn Schoggi im Ernährungsplan steht, ist sie auf einmal keine «verbotene» Nascherei mehr.

Die Quintessenz: Wer den inneren Drang nach einem Cheat-Day hat, müsste sich im Klaren sein, dass er dem Körper nicht das gibt, was er braucht. Mit einem Cheat-Day «bescheisst» man sich nicht einen Tag lang, sondern den Rest der Woche.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom - Bern am 05.09.2018 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    das körpereigene Sensorium?

    Der Ernährungswissenschaftler spricht von einem körpereigenen Sensorium. Dann sollte er aber auch dazu sagen, dass viele dieser "Sensoren" einfach gewohnheitsabhängig sind. Es darf sich jeder einmal diesem Selbstversuch stellen. Jeder der morgens ganz normal frühstückt und regelmässig Znüni zu sich nimmt, der wird nach relativ kurzer Zeit feststellen, dass der Körper das Znüni "benötigt. Aber eben auch nur, weil es zur Gewohnheit wurde. Wenn man dieses wieder eine zeitlang weglässt, hat sich der Körper daran gewöhnt und kann problemlos über den Tag kommen

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  • Geniesser am 05.09.2018 19:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geniessen

    Esst einfach 7 Tage die Woche das, was ihr mögt, so dass ihr euch wohl fühlt. Achtet dabei auf genug Bewegung im Alltag und gut ist.

  • Lisa am 06.09.2018 10:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Körperstimme

    Ich schreibe mir seit Jahren auf was bzw wie viel ich esse. Ich war eine Weile bei den WW, da waren diese "mir - alles-egal-Tage" gerade modern. Man hat eindrücklich gesehen, dass es nicht funktioniert. Ich finde es falsch den Körper so zu erziehen, dass nach 5 oder 6 Tagen (die meisten haben daraus 5/7 gemacht) alles reingeschaufelt werden "darf." Wenn mir mein Körper sagt, dass er noch etwas braucht (warum auch immer) lasse ich ihn nicht 6 Tage warten sondern schaue, dass er es in einem gesunden Mass zeitnah bekommt. Viele haben verlernt auf den Körper zu hören. Für mich ist etwas vom Wichtigsten: ich habe vor Jahren schon zwei Worte aus dem Diätvocabular gestrichen: Verboten und sündigen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • MHJoey am 09.09.2018 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sport machen

    Habe meine Ernährung, null umgestellt und mit Sport angefangen. Training für einen Marathon. Habe 12 Kilo verloren bis jetzt und esse was ich will. Es ist so einfach.

    • Marcus72ch am 09.09.2018 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MHJoey

      Exakt, wer Sport macht sollte einfach essen was die Gelüste im Raten. Als ich noch 4-5 mal die Woche trainiert habe hab ich trotz Crash-Weight Shakes, Spaghetti bis zum abwinken etc es kaum über 80Kg gehabt, jetzt ohne Training und grade mal 2 Joghurt und bisserl Brot dazu (an manchen Tagen) hab ich über 90Kg

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  • Mardith am 08.09.2018 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe nicht zu jammern. Mein Figur schon i.o

    Die Leute die nur von Figur Geld Weg wirft für Ernährung Beratung, Konsult da konsult dort nütz nicht wenn Sie trotzdem zu Hause oder mit Freunden ins Restaurant isst oder McDonalds. Frau muss mit seinem Figur hart konzentrieren wenn Sie gern das Sie zu ihrem Mann / Freund hübsch sein. Als ich meine erste Ehemann geheiratet bin 21 Jahre alt. Mein Figur ist wie Model habe sehr schöne Figur darum viele Männer fallen an mich weil mein Gesicht sind hübsch und Figur perfekt. Wenn man schon 3 Kinder geboren Figur endete einwenig aber bin froh bin nicht wie andere hat 100 mehr Kilo zugenommen

  • GG am 08.09.2018 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein keine cheat days

    Hab die Schnauze voll von Frauen die cheaten, immer muss ich aus dem Fenster springen...

  • Ramon Zin am 06.09.2018 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fasten am Abend

    Fasten am abend ist am besten ohne verzicht nur halt Wasser aber geht super und in der Nacht werden die Fettreserven angezapft

  • loner am 06.09.2018 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Du isst was du bist

    Ich stelle mir vor wie ich mich als vagabundierender Hölenmensch ernähren würde. Reg. Beeren und Nüsse als Grundnahrung. Selten so viele auf einmal, dass ich davon satt bin. Gelegentlich reg. Obst wie Äpfel und Birnen mit denen ich schon eher satt zu kriegen bin. Und vergleichsweise selten Fleisch, gut durchgebraten für 1-2 Tage satt. Ergänzt mit dem, was dem HM in dieser Region eher fehlte: reg. Gemüse und Fisch. Mit genug Bewegung sind zus. KH ohne Fett kein Problem. Vermeide Zucker/Fett Nahrung, es sei denn ich kann sie verwerten. Trinke Wasser pur oder Kaffe/Tee ungesüsst/Honig.