Fitness

Wir bringen Sie in Form.
Hier erfahren Sie alles rund um Training, Ernährung und einen sportlichen Lifestyle.

Eat Smart

16. September 2015 09:04; Akt: 18.09.2015 14:22 Print

Legen Sie mal wieder eine Kaffeepause ein

Wie viele Tassen sind denn nun gesund? Und dürfen auch Schwangere zu Espresso greifen? Wir haben die wichtigsten Fakten zum Muntermacher.

Bildstrecke im Grossformat »
Die Kaffeebohnen sind eigentlich Kerne, die immer paarig in einer kirschenähnlichen Frucht am Kaffeestrauch wachsen. Von den unterschiedlichen Kaffeesorten, die in ungefähr 70 Ländern angebaut werden, werden zur Kaffeeproduktion hauptsächlich Arabica und Robusta verwendet. Bis die Bohne in der Maschine landet, muss die Kaffeekirsche zuerst bis zu elf Monate reifen. Aus rund 2,5 kg Kirschen gibt es gerade mal 500 Gramm Kaffeebohnen. Bedingt durch diesen geringen Ertrag bei der Kaffeeernte und der stetig steigenden Nachfrage nach dem edlen Arabica-Kaffee, wird künftig immer mehr Regenwald abgeholzt werden müssen, um genügend Kaffeebohnen produzieren zu können. Das im Kaffee enthaltene Koffein hat eine allgemein anregende Wirkung und kann die körperliche Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen. Diese stimulierende Wirkung nimmt bei einem regelmässigen Konsum koffeinhaltiger Getränke ab (Gewöhnungseffekt). Wer kaum Kaffee trinkt und plötzlich zu mehreren Tassen greift, kann mit Nebenwirkungen wie Zittern, erhöhter Nervosität, Schlafstörungen, Herzrasen, Kopfschmerzen oder unregelmässigem Puls darauf reagieren. Kaffee kann eine positive Wirkung auf Herz-Kreislaufkrankheiten haben und migränebedingte Kopfschmerzen mildern, indem die Blutgefässe im Hirn erweitert werden. Auch im Sport wird Koffein eingesetzt, da sich die Wahrnehmung von Müdigkeit, Belastung und Schmerzen reduzieren lässt und Koffein direkt auf die Muskelzellen wirkt. Von 1984 bis 2004 stand Koffein sogar auf der Dopingliste des IOC. Kaffee wird immer noch eine harntreibende Wirkung nachgesagt. Studien haben gezeigt, dass Kaffeetrinken die Nierentätigkeit zwar anregt, doch beinahe im gleichen Ausmass wie beim Trinken derselben Menge Wasser. Kaffee darf also als Flüssigkeit betrachtet werden und muss nicht zwingend mit einem Glas Wasser kompensiert werden. Eine Tasse Kaffee zum Frühstück kann die Verdauung in Schwung bringen und eines der Hausmittel bei zu Verstopfung neigenden Menschen sein. Auch die Ausschüttung von Magensaft wird angeregt. Die Tasse Kaffee nach dem Essen hilft also auch beim Verdauen. : empfindliche Menschen können auf Kaffeegenuss mit Sodbrennen reagieren. Bei der Verträglichkeit von Koffein bestehen grosse individuelle Unterschiede. Für Gesunde gilt die Faustregel, dass täglich bis zu unbedenklich sind. Ein hoher Koffeinkonsum in der Schwangerschaft kann zu einem verringerten Geburtsgewicht des Neugeborenen führen. Daher wird schwangeren Frauen empfohlen, nicht mehr als ein bis drei Tassen Kaffee pro Tag zu trinken. Auch in der Stillzeit ist ein massvoller Koffeinkonsum empfehlenswert, da Koffein in die Muttermilch übertritt. Nicht nur die Zubereitungsmöglichkeiten des Kaffees sind vielfältig, sondern auch die möglichen Zutaten. Lieber schwarz, mit viel Zucker und Rahm oder gar mit süssen Toppings? Manche Kaffeegetränke entpuppen sich als wahre Kalorienbomben und die positiven gesundheitlichen Wirkungen gehen verloren.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Schwören auch Sie auf eine Tasse Kaffee frühmorgens, um Ihre Lebensgeister zu wecken? Und lieben Sie den Duft frisch gemahlener Kaffeebohnen? Was hinter dem Kaffee steckt und welche Wirkungen er haben kann, erfahren Sie in der Bildstrecke.

Umfrage
Wieviel Tassen Kaffee trinken Sie täglich?
29 %
43 %
24 %
4 %
Insgesamt 4902 Teilnehmer

Wussten Sie?

•Der Name Kaffee ist hergeleitet von der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens, woher das Getränk ursprünglich stammt. Durch den Sklavenhandel gelangte der Kaffee etwa im 14. Jahrhundert nach Arabien. Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten Kaffeehäuser in Europa.

•Europäische Spitzenreiter im Kaffeekonsum sind die Finnen mit 1777 Tassen Kaffee pro Kopf jährlich. Die Schweizer liegen auf Platz 4 mit 1082 Tassen. Weltweit liegt der jährliche Kaffeekonsum bei 900 Milliarden Tassen Kaffee.

•Kaffeesatz können Sie nicht nur als Dünger verwenden, sondern er vertreibt auch schlechte Gerüche im Kühlschrank. Reiben Sie nach dem Schälen von Zwiebeln und Knoblauch Ihre Hände mit Kaffeesatz ein und spülen Sie diese danach gut ab.

«Schokoladig im Abgang»: In hochwertigem Kaffee können über 800 verschiedene Aromen identifiziert werden. Kaffee schmeckt unglaublich vielseitig und abwechslungsreich.

Geniessen Sie also Ihre Tasse Kaffee und lassen sich von verschiedensten Aromen überraschen!

Mehr Informationen unter:

www.helsana.ch

(gss)