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Achtsamkeit, Teil 1

24. Juli 2018 12:32; Akt: 24.07.2018 12:32 Print

5 Tipps für bewusstes Essen

von Sulamith Ehrensperger - Beim Essen auf die Signale des eigenen Körpers zu achten, ist unerlässlich, will man sich bewusst ernähren. Maria C. Kühr hat gute Tipps.

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«Alles auf einmal zu erreichen, überfordert. Ich empfehle, sich ein persönliches Wochenziel zu stecken», sagt Maria C. Kühr. Marias Tipp: Fragen Sie sich, wie Sie sich fühlen, wenn Sie beispielsweise Zwischenmahlzeiten essen oder mal nichts essen. Es ist wichtig, dass wir wieder mehr auf den eigenen Körper hören und ihn besser wahrnehmen. Gesundes Essen zu einem Teil des Lebens machen. Auch Genuss soll Platz haben. Man soll sich deshalb ab und zu ein Stück Schokolade, Kuchen oder ein Gläschen Wein gönnen. «Ich richte mich nach dem 80-zu-20-Prinzip. Ich schaue, dass 80 Prozent meiner Ernährung gesund sind, die anderen 20 Prozent geniesse ich in vollen Zügen», verrät Kühr. Ohne Plan, kein Ziel. Die Woche so gut wie möglich planen hilft, auch bewusster zu essen. «Ich koche das, was extrem schnell geht», sagt Kühr. «Ich versuche, einmal pro Woche einen Fastentag einzulegen. Diesen versuche ich so gut wie möglich zu planen. Ohne Planung ist es auch bei mir nicht ganz so einfach.» Wenn es schnell gehen soll, ist gut planen und vorbereiten sicher ein gutes Rezept. «Ich stelle mir dementsprechend eine Liste zusammen», sagt Kühr, weil sonst die Gefahr gross ist, dass man alles Mögliche einkauft. «Vor allem, wenn Sie hungrig sind, kaufen Sie viel schneller Ungesundes ein. Das ist mir auch schon passiert.» Es gibt viele Internetseiten, Blogs und Kochbücher für feine Inspiration, auch für schnelle Rezepte. «Ich selbst bin ein Pasta-Fan und könnte davon leben. Meine Alternative sind Zucchetti-Spaghetti, die geben mir das Gefühl, dass ich Pasta esse», verrät Kühr. Eine gesunde Alternative, die superschnell zubereitet ist. 5. Immer etwas Gesundes in der Schublade haben. «Ich habe immer ein paar Nüsse und veganes Eiweisspulver zur Hand», sagt Kühr. Auch viel trinken ist eine kalorienarme Alternative, wenn man plötzlich Hunger hat. «Ich beobachte, dass viele Leute das Hungergefühl mit Durst verwechseln, weil sie zu wenig trinken.» «Es ist wichtig, dass wir wieder mehr auf den eigenen Körper hören und ihn besser wahrnehmen», lautet Maria C. Kührs wichtigster Tipp.

Zum Thema
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Frau Kühr, Awareness ist in Ihrem wie auch im Alltag Ihrer Kunden ein grosses Thema. Sie sind Fitness- und Ernährungstrainerin. Wie schaffe ich es trotz Stress, viel Training, oft Unterwegssein und wenig Zeit, mich gesund zu ernähren?
Alles auf einmal zu erreichen, überfordert. Ich empfehle Ihnen, sich ein persönliches Wochenziel zu stecken. So können Sie sich nach und nach an eine bewusstere Lebensweise gewöhnen. Mögliche Wochenziele wären: mehr Wasser trinken, nur am Wochenende sündigen, nur noch ein- bis zweimal pro Woche Fleisch essen oder mal ganz auf Zucker verzichten. Seine persönlichen Ziele muss jeder für sich selbst festlegen und sie vielleicht auch schriftlich festhalten.

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Ich versuche, einmal pro Woche einen Fastentag einzulegen und ihn so gut wie möglich zu planen. Ohne Planung ist es auch bei mir nicht ganz so einfach. Ich selbst bin ein Fan des intermittierenden Fastens. Ich esse nur zweimal pro Tag und lege dann 16 Stunden Pause ein. Das erleichtert mir das Planen, ich muss weniger vorbereiten.

Wie kann ich lernen, besser auf meinen Körper zu hören?
Mir fällt auf, dass viele durch die ganzen Informationen überfordert sind. Viele überessen sich oder hungern, weil sie das Bewusstsein über den eigenen Körper verloren haben. Mein Tipp: Fragen Sie sich, wie Sie sich fühlen, wenn Sie beispielsweise Zwischenmahlzeiten essen oder mal nichts essen. Es ist wichtig, dass wir wieder mehr auf den eigenen Körper hören und ihn besser wahrnehmen.

Maria Kührs sechs Tipps für mehr Achtsamkeit:

1. Awareness als Lifestyle
Gesundes Essen ist ein Teil meines Lebens und gehört zu meinem Lifestyle. Genauso wichtig ist für mich aber, mir ab und zu ein Stück Schokolade, Kuchen oder ein Gläschen Wein zu gönnen. Ich geniesse diese Dinge sehr. Darum richte ich mich nach dem 80-zu-20-Prinzip. Ich schaue, dass 80 Prozent meiner Ernährung gesund sind, die anderen 20 Prozent geniesse ich in vollen Zügen. Mit ein bisschen Bewusstsein findet sich diese Balance zwischen gesundem und genüsslichen Essen relativ leicht.

2. Planung ist schon die halbe Miete
Ich koche nicht besonders gern. Also koche ich das, was extrem schnell geht. Ich habe das Glück, dass ich Vegetarierin bin, was die Zubereitung ein bisschen einfacher macht als mit Fleisch und Fisch. Wenn ich es zeitlich nicht schaffe, leiste ich mir eine Bowl aus einem der vielen gesunden Take-away-Angebote.

3. Gesund essen fängt beim Einkaufen an.
Mein Tipp: Vorher überlegen, was ich brauche und was ich kochen möchte. Ich stelle mir dementsprechend eine Liste zusammen. Sonst ist die Gefahr gross, dass ich alles Mögliche einkaufe. Vor allem, wenn Sie hungrig sind, kaufen Sie viel schneller Ungesundes ein. Das ist mir auch schon passiert. Wenn es schnell gehen soll, ist gut planen und vorbereiten sicher ein gutes Rezept.

4. Einfache gesunde Rezepte zu Standardgerichten machen.

Es gibt viele Internetseiten, Blogs und Kochbücher für viel feine Inspiration, auch für schnelle Rezepte. Ich selbst bin ein Pasta-Fan und könnte davon leben. Meine Alternative sind Zucchetti-Spaghetti, die geben mir das Gefühl, dass ich Pasta esse. Eine gesunde Alternative, die superschnell zubereitet ist. Weitere Lieblingsrezepte: Ofengemüse mit Käse überbacken, Blattspinat mit Ei und Kartoffel, Quinoa-Bowls.

5. Immer etwas Gesundes in der Schublade haben.

Ich habe immer ein paar Nüsse und veganes Eiweisspulver zur Hand. Auch eine Karotte knabbern oder viel trinken sind kalorienarme Alternativen, wenn man plötzlich Hunger hat. Ich beobachte, dass viele Leute das Hungergefühl mit Durst verwechseln, weil sie zu wenig trinken.


«Transform your life – die Macht der Gewohnheit» und weitere Workshops zum Thema Awareness bietet Maria C. Kühr während ihrer Fitnessreise an: 23. bis 28. September im Hotel Mama Thresl in Leogang, Österreich.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jane Doe am 24.07.2018 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fitnessblogging ist überflüssig

    Es ist schlimm, dass permanent irgendwelche Fitnessblogger Tipps geben, wie Mensch sich ernähren sollte. Jedes Kind lernt schon in der Schule, welche Lebensmittel gesund oder "ungesund" sind. Das wichtigste am ganzen ist die Mischung und dass man wieder lernt, Essen zu geniessen und vor allem frisch zuzubereiten. Und natürlich Bewegung. Und das bedeutet nicht immer, dass man jeden Tag ins Fitnessstudio rennen muss, wo alle Dickeren frustriert sind, wenn sie die Fitnessbloggerinnen sehen. Auch dieser Lebensstil ist nicht gesund und normal. Das gesunde Mass muss stimmen und wenn man sein Gewicht halten möchte, sollte man sich eine gewisse Marge in den Kopf setzen. Am einfachsten ist es, keine neuen Kleider zu kaufen und einfach aufzupassen , dass diese noch passen. Das erspart einem den Blick auf die Waage. Und zudem gibt es Spiegel und das eigene Wohlbefinden.

  • Millicent am 24.07.2018 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur nichts verzichten

    Bewusst Essen kann man auch mit Fleisch und Fisch. Das Mass macht es aus. Gepaart mit viel Gemüse und Obst ist es gesund und nahrhaft. Meine Devise: von allem etwas dann ist es ausgewogen und macht glücklich.

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  • mampf am 24.07.2018 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gsund ish au fein

    Naja, "80% gesund, die anderen 20% geniesse ich in vollen Zügen"... - wie wenn man gesundes Essen nicht auch geniessen könnte!? Immer wieder fasten... Tönt nicht gerade überzeugend. Vielleicht hält man sich doch lieber an Fachleute (gesetzlich anerkannte ErnährungsberaterInnen)...

Die neusten Leser-Kommentare

  • mibu am 24.07.2018 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ernährung

    Essen ist das intimste was es gibt. leider verstehen das viele menschen nicht und schaufeln sich permanent müll in den rachen. werde mit diesem kommentar dem ein oder anderem auf den schlipps treten, aber wir leben Ja in einer demokratie. Ich hatte jahrelang mit starken verdauungsproblemen zu kämpfen. blähungen und kein reibungsloser stuhlgang zerrten an mir und meiner gesundheit. probleme waren obst, gemüse und weizen. ohne das eine unverträglichkeit vorhanden war. Ich bin nun zu ca 90% auf tierische lebensmittel umgestiegen. diese wenn immer möglich im rohen zustand. natürlich ist diese diät kostenintensiver da man nur hochwertiges zu sich nehmen sollte, aber die positiven effekte sind es absolut wert. nur schon für mein hautbild hat es sich gelohnt und der toilettengang bereitet auch wieder freire.

  • unglaublich am 24.07.2018 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    aber wahr

    Die Menge die Qualität und der Sport macht es aus und sonst nichts.

  • Village Chief am 24.07.2018 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch besser

    Überhaupt nichts neues! Was fehlt: Langsam essen, bewusst kauen. Mit der Zeit fühlt man sich dann schneller satt und isst weniger. Wenn die Portionen zu gross werden, nur halbe essen oder zu zweit. Wir teilen oft, auch Desserts oder lassen Gänge aus.

  • mampf am 24.07.2018 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gsund ish au fein

    Naja, "80% gesund, die anderen 20% geniesse ich in vollen Zügen"... - wie wenn man gesundes Essen nicht auch geniessen könnte!? Immer wieder fasten... Tönt nicht gerade überzeugend. Vielleicht hält man sich doch lieber an Fachleute (gesetzlich anerkannte ErnährungsberaterInnen)...

  • Millicent am 24.07.2018 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur nichts verzichten

    Bewusst Essen kann man auch mit Fleisch und Fisch. Das Mass macht es aus. Gepaart mit viel Gemüse und Obst ist es gesund und nahrhaft. Meine Devise: von allem etwas dann ist es ausgewogen und macht glücklich.

    • Neumann am 24.07.2018 16:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Millicent

      Ein kluger Gedanke, so mach ichs auch, als Mann. Inkl Fleisch und Fisch.

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