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Dr. Muscle

24. November 2015 14:23; Akt: 24.11.2015 14:23 Print

Babys trainieren schon im Bauch mit

Sport während der Schwangerschaft hat gemäss neusten Forschungen einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Nachwuchses.

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Sport während der Schwangerschaft für gesunde Babys

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Die Idee, dass Einflüsse beziehungsweise Begebenheiten im frühen Lebensalter die Anfälligkeit für chronische Erkrankungen im späteren Lebensverlauf prägen können, geht auf die Achtzigerjahre zurück. Damals fand man erstmals einen Zusammenhang zwischen einem tiefen Geburtsgewicht (das heisst einer geringen Körpermasse des Kindes bei der Geburt) und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Erwachsenenalter. Daraus hat sich inzwischen eine ganze interdisziplinäre Forschungsrichtung entwickelt. Sie beschäftigt sich insbesondere damit, wie sich frühe Einflüsse (vor der Empfängnis, während der Schwangerschaft und während der Kindheit/Jugend) auf die spätere Anfälligkeit für chronische metabolische Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken können.

Ein Teil dieser noch jungen Forschung widmet sich der Frage, wie sich körperliche Aktivität beziehungsweise das Fehlen von körperlicher Aktivität auf die Gesundheit des Nachwuchses auswirkt. Aus den bisherigen Forschungsresultaten geht unter anderem hervor, dass moderates Training bei gesunden schwangeren Frauen ohne Komplikationen beim Nachwuchs zu den folgenden Effekten führt:

-Reduktion der Herzfrequenz und Anstieg der Herzfrequenzvariabilität
-veränderte Gefässfunktion
-verbesserter Zuckerstoffwechsel
-verbesserter Körperstoffwechsel (falls die Mutter übergewichtig war)
-Reduktion der Brustkrebsbildung

Trainieren Sie auch schwanger weiter

Die grosse Mehrheit der wissenschaftlichen Daten deutet darauf hin, dass das Training während der Schwangerschaft positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Nachkommen hat (Stoffwechsel, Krebs, Herz-Kreislauf). Dennoch gibt es vereinzelte Studien, die von gegenteiligen Effekten berichten. Sehr viele Fragen sind jedoch noch ungeklärt. So ist unbekannt, welche Trainingsform(en), Trainingsintensität(en) und welches Trainingsvolumen (Trainingsdauer pro Trainingseinheit mal Anzahl Trainingseinheiten pro Woche) am besten sind. Auch ist noch unklar, wie man das Training auf die verschiedenen Phasen der Schwangerschaft am besten abstimmen soll.

Trotz aller Unbekannten ist eines klar: Werdende Mütter, die gesund sind und für die es keine Komplikationen gibt, sollten dazu ermuntert werden, ihr Training weiterzuführen oder damit zu beginnen. Nicht nur zu ihrem eigenen Wohl, sondern vor allem auch zum Wohl ihrer Kinder.

(gss)