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Dr. Muscle

01. November 2014 13:31; Akt: 01.11.2014 15:39 Print

Blut oder Schweiss?

Der Wissenschaftler und Muskelexperte Dr. Marco Toigo erklärt, wie hoch der genetische Einfluss auf Muskelmasse und Muskeltraining ist.

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Ähnlich wie die Körpergrösse sind auch Muskelmasse und Kraft körperliche Merkmale, welche sich von Person zu Person stark unterscheiden können. Ein Grund für diese Unterschiede ist, dass die Stärke der Ausprägung dieser Merkmale teilweise familiär bedingt ist, das heisst von den vererbten Genvarianten abhängig ist. Die Muskelmasse, so zeigen wissenschaftliche Daten, ist zu ca. 70% vererbt und zu 30% durch Umwelteinflüsse geprägt. Auch die Steigerung der Muskelmasse, die Sie mit Training erzielen können, ist zu einem grossen Teil erblich bedingt. Die meisten Männer und Frauen erzielen eine mittelmässige Steigerung. Nur bei 2 bis 3% ist die Steigerung ausserordentlich stark und bei 1% ist hingegen kein Zuwachs zu verzeichnen. Um eine aussergewöhnlich grosse Muskelmasse und/oder Kraft zu haben, braucht es demnach geeignete genetische Voraussetzungen, sowohl für hohe Ausgangswerte als auch für die Trainierbarkeit. Hartes Training in Kombination mit sinnvoller Ernährung unterstützt die Entfaltung dieses individuellen Potenzials. In diesem Sinne kommt wohl Blut vor Schweiss, oder um es in den Worten des berühmten Physiologen Per-Olof Åstrand zu sagen: «Das Wichtigste, was ein aufstrebender Athlet machen kann, ist, sich die richtigen Eltern auszusuchen.»

(jca)