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Dr. Muscle

09. Dezember 2014 11:18; Akt: 09.12.2014 11:28 Print

Macht explosives Training Muskelfasern schneller?

Muskelfasern können in drei Gruppen eingeteilt werden. Doch was geschieht mit ihnen, wenn wir trainieren?

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Muskelfasern können in drei unterschiedliche Schnelligkeits-Kategorien eingeteilt werden. (Bild: Thinkstock)

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Muskelfasern kann man unter anderem anhand ihres «Motorentyps» in Gruppen einteilen. Beim Menschen unterscheidet man diesbezüglich drei hauptsächliche Muskelfasertypen: Muskelfasern mit Typ 1-, Typ 2A- und Typ 2X-Motoren. Muskelfasern mit 2X-Motoren können am schnellsten Kraft produzieren, solche mit 2A-Motoren am zweitschnellsten und diejenigen mit Typ 1-Motoren am langsamsten. Wenn Sie als untrainierte Person mit dem Training beginnen, werden Ihre schnellsten Muskelfasern (Typ 2X-Fasern) langsamer, indem sie sich zu 2A-Fasern umbauen. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art von Training es sich handelt und mit welcher Schnelligkeit die Bewegungen beim Training ausgeführt werden (explosiv, schnell oder langsam).

Die Antwort auf die zu Beginn gestellte Frage lautet daher: Nein, das Gegenteil ist der Fall! Wenn Sie umgekehrt als trainierte Person mit dem Training aufhören und inaktiv werden, geschieht das Gegenteil: Der zahlenmässige Anteil der schnellsten Muskelfasern (2X) nimmt zu Lasten des Typ 2A-Anteils zu – die Muskeln werden auf der Stufe Ihrer molekularen Motoren schneller. Ich weiss, das mag verwirrend klingen, ist aber wahr. Wenn Sie mit «explosiven» Geschwindigkeiten trainieren und sich Ihre Bewegungsschnelligkeit dadurch tatsächlich verbessern sollte, liegt folglich der Grund dafür kaum in einer Schnelligkeitszunahme der Muskelfasern.