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Dr. Muscle

01. Dezember 2015 15:27; Akt: 01.12.2015 15:27 Print

Sonnenstrahlen machen Muskeln knackig

Speziell im Winter leiden viele unter zu wenig Sonne und Licht. Wirkt sich das auch auf unsere Trainingsresultate aus?

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Vitamin D hat einen positiven Einfluss auf unser Muskelwachstum. (Bild: Jacob Wackerhausen)

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Zusammenhang Vitamin D und Muskelwachstum

Während der letzten Jahre hat sich das Interesse rund um Vitamin-D-Mangel und die Entstehung von verschiedenen Krankheiten verstärkt. So wurde in Studien u. a. ein Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Osteoporose sowie einem erhöhten Knochenfrakturrisiko entdeckt. Auch für andere Krankheiten gibt es Hinweise darauf, dass ein Vitamin-D-Mangel möglicherweise das Erkrankungsrisiko erhöhen kann. Die Datenlage ist aber nicht abschliessend und es fehlen sowohl direkte Beweise wie auch mechanistische Studien zur Wirkungsfunktion von Vitamin D.

Da mit zunehmendem Alter im Bevölkerungsmittel sowohl die Vitamin-D-Konzentration im Blut als auch die maximale Muskelleistung abnehmen, ist es nicht weiter erstaunlich, dass man auch einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Muskelfunktion vermutet. In der Tat zeigen Studien am Menschen, dass sich bei Personen mit Vitamin-D-Mangel eine Supplementierung* von Vitamin D positiv auf die Muskelleistung auswirkt. Es gibt auch Hinweise darauf, dass die Supplementierung von Vitamin D zu einer Zunahme der Querschnittsflächen der Muskelfasern (vgl. Muskelfaserhypertrophie) führen kann.

Allerdings scheint es, als würden in diesem Zusammenhang v. a. ältere Personen mit Vitamin-D-Mangel von einer Vitamin-D-Supplementierung profitieren, nicht jedoch Personen im jungen Erwachsenenalter. Was heisst das für Trainierende? Nächste Woche gebe ich Tipps, wie Sie während den Wintermonaten Training und Ernährung anpassen können, um einem Vitamin-D-Mangel entgegenzuwirken.

*Auch Supplementation genannt: Die gezielte und ergänzende Versorgung mit ausgewählten Nährstoffen zusätzlich zur gewöhnlichen Nahrung, z. B. mit einem Vitamin- und/oder Mineralstoffpräparat.

**Zum Vergleich: Zur Prävention eines Vitamin-D-Mangels wird in der Schweiz für alle Personen mit minimaler Sonnenexposition eine tägliche Zufuhr (Einnahme über den Mund) von 400 IE/Tag (Säuglinge im 1. Lebensjahr), 600 IE (Kinder im 2. und 3. Lebensjahr und Personen zwischen 3 und 60 Jahren inkl. Schwangere und Stillende) und 800 IE (Personen ab 60 Jahren) empfohlen. Diese Empfehlungen dürften jedoch für Athleten mit wesentlich erhöhtem Energie- und Nährstoffbedarf nicht ausreichend sein. Bei Erwachsenen liegt die empfohlene tolerierbare Höchstmenge Vitamin D pro Tag bei 4000 IE. Dies entspricht der sicheren oberen Zufuhr (Tagesdosis).

(gss)