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22. Oktober 2014 08:25; Akt: 26.10.2014 22:24 Print

Wieso werde ich nicht besser beim Jogging?

Fachleute aus dem Fitness-Universum beantworten Ihre brennendsten Fragen rund um Training, Ernährung und Erholung.

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Rennen Sie auch regelmässig und spüren keinen Fortschritt? Diego Menzi weiss Rat. (Bild: Thinkstock)

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Ich jogge seit Jahren zwei- bis dreimal pro Woche und werde einfach nicht schneller. Woran liegt das? Anja (23).

Liebe Anja

Obwohl du mehrere Male deinen inneren Schweinehund überwindest und dich auch schlechtes Wetter nicht von deinem Lauftraining abhalten kann, verbessert sich deine Laufleistung nicht. Wo liegt der Grund dafür? Beim Laufen verhält es sich wie beim Krafttraining. Unser Körper passt sich an, sobald er einen neuen Reiz erfährt. Bist du also wöchentlich zwei- bis dreimal 30 bis 40 Minuten in einem immer ähnlichen Tempo bei moderater Herzfrequenz unterwegs, so ist dies für deinen Körper kein spezieller Reiz und deshalb werden auch keine signifikanten physiologischen Anpassungen im Körper geschehen. Ganz einfach gesagt: Deine Leistung stagniert und deine Frustration steigt weiter an. Mein Tipp: Periodisiere deinen Trainingsplan langfristig sowie mittelfristig und setze dir Etappenziele. Eine Trainingswoche sollte verschiedene Trainingsmethoden beinhalten. Das heisst konkret, dass du deine Trainings möglichst vielseitig gestaltest. Einem Intervalltraining (beispielsweise acht Mal zwei Minuten bei 85 % der maximalen Herzfrequenz mit Pausen von jeweils einer Minute) kann am Folgetag ein längerer Dauerlauf oder eine längere Einheit auf dem Fahrrad folgen. Je nachdem, wie du dich gerade fühlst an diesem Tag.

Der grosse Vorteil von Intervallmethoden, sei dies nun beim Laufen oder bei einer anderen Ausdauersportart, liegt darin, dass du dadurch eine Menge Zeit einsparen kannst und gleichzeitig deinem Körper ausserhalb der Komfortzone einen Reiz setzst, welcher langfristig und bei einer adäquaten Erholungszeit zu einer besseren Laufleistung führen kann. Um aber bei der Wahrheit zu bleiben, muss ich ehrlich gestehen, dass Intervallmethoden nicht jedermanns Sache sind. Denn eine solche Einheit verlangt vom Trainierenden einen grossen Effort seitens der Psyche und der Physis. Ganz einfach gesagt und auf die Belastungen im Intervalltraining bezogen: Go hard or go home!

Haben Sie auch Fragen zu den Themen Training, Ernährung oder Entspannung? Schreiben Sie unseren Experten: fitness@20minuten.ch

(gss)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fauler Sack am 22.10.2014 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Geht mir genauso!!!

    Ich schaue meiner Frau schon seit Jahren beim Joggen zu... Trotzdem werde ich nicht schneller! Dafür werde ich von Jahr zu Jahr fetter :-(

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  • Sarah am 22.10.2014 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    einfach ab und zu einen Sprint einlegen!

    Mein Tipp: während der Joggingrunde 3 bis 4 mal einen kurzen Sprint einlegen - danach tief atmen und normal weitermachen. Das ist nicht besonders anstrengend, wirkt sich aber stark auf die Leistung beim nächsten Mal aus!

  • robert poropat am 22.10.2014 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ist so

    Habe das auch so gemacht auf anraten von einem erfahrenen kollegen. hat super gewirkt. Leistung geht hoch puls reduziert sich. hat sich ausbezahlt. und ps. hatte auch lange den fehler gemacht von einseitigem Training. do it!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul am 23.10.2014 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    power power power

    leistungsdiagnostik plus trainingsplan. bis zu 20% schneller. bei

  • Lechim am 22.10.2014 23:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kopfsache

    Ich kann einfach nicht langsam Joggen.. Darum gehe ich immer ans Limit und laufe nun den Halbmarathon in 1h 27min... Es ist alles Kopfsache und ob man sich quälen kann...

    • Curdin am 23.10.2014 07:02 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nur Kopfsache

      So einfach ist es nicht lieber Lechim. Wenn Jede(r) immer ans Limit und darüber hinaus geht, gehen würde, so hätten wir immer wieder Tote beim normalen joggen, und das wollen wir nicht. Alter, aerobiesches-anaerobisches Training, Erholung, Beruf, Übertrainig, Ernährung, und vieles mehr spielen eine Rolle. Natürlich kann der Puls manchmal auf 180 gehen, aber dann wieder zurück schrauben. Wenn mann miteinander beim laufen noch sprechen kann ist es gut. Aber Glückwunsch zu deine 1.27, das erreicht mann nicht mit TV schauen oder am Stammtisch beim Bier trinken!

    • Lechim am 23.10.2014 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Korrekt

      Absolut richtig Curdin. Ich meinte da aber eher die psychische Limite anstatt der physischen Limite. Die psychische Limite ist bei 99% der Menschen tiefer und muss somit primär übersprungen werden, damit man nähe an die physische Limite kommt.. Und auch korrekt: Abwechslung schadet nie und ja, vom TV schauen kommt eine 1h27min Zeit nicht, sondern erfordert 100te km Training..

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  • Runforyourlife am 22.10.2014 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Intervall, Intervall, Intervall

    - 1x in der Woche hartes Intervalltraining - dazu 1-3 Läufe/Woche mit verschiedenen Pulsfrequenzen Ich habe so in 6 Monaten meinen Km-Schnitt auf der Halbmarathonstrecke um 35 gesenkt!

  • lajos kugelblitz am 22.10.2014 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hartes training

    ich habe das auch über jahre betrieben, das einzige was bei mir beim normalen training aufviel ist ich konnte immer längere strecken absolvieren aber auch bei gleicher geschwindikeit erst als ich das training umstellte, joggen im steigenden gelände und mit gewichten an körper (max 4 kg) konnte ich die geschwindigkeit stehtig steigern, jedoch muess mann am ball bleiben sonst wird mann schnell rückfähllig ;-)

  • Der Coach am 22.10.2014 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Lauf-Weisheit

    Wer später bremst, läuft länger schnell!

    • James am 22.10.2014 20:15 Report Diesen Beitrag melden

      Erleuchtung

      Wahrlich der Satz des Jahres.

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