Neuheit

09. Mai 2019 16:40; Akt: 09.05.2019 16:43 Print

Das ist das erste Haus mit elektrischem Licht

Schon viele Jahre vor Edisons Glühbirne war ein Haus im englischen Northumberland bereits elektrisch beleuchtet.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mitte des 19. Jahrhunderts war Elektrizität noch nicht wirklich ein Ding: Bis zu Edisons Glühbirne sollte es nochmals einige Jahre dauern, ein flächendeckendes Stromnetz gab es nicht. Wer Elektrizität wollte, der musste sie selbst produzieren.

Voraussetzungen: Wissen und Geld

Die meisten Menschen hatten nicht das nötige Know-how oder nicht genug Geld, um ihre Häuser mit elektrischen Lampen zu beleuchten. Ganz anders William Armstrong: Der Mann war nicht nur Erfinder, sondern auch ein vermögender Unternehmer.

Zusammen mit Architekt Richard Norman Shaw baute Armstrong Cragside eine hübsche Villa im Tudor-Stil ausserhalb von Rothbury in England. Das Haus war mit diversen Erfindungen Armstrongs ausgestattet, die zur damaligen Zeit spektakulär waren. Einen hydraulischen Lift und eine Waschmaschine zum Beispiel.

Erstes Haus mit elektrischem Licht

Um diese Maschinen anzutreiben, legte Armstrong 1868 eine Reihe kleiner Flüsse auf seinem Land an. Er füllte so fünf Reservoirs, eines davon war mit einem Wasserrad versehen.

Ab 1870 wurde Wasser von einem der Seen auf dem Anwesen zum Antrieb eines Generators genutzt – es war das erste Wasserkraftwerk der Welt. Der Strom aus diesem Kraftwerk versorgte nicht nur Cragside mit Strom, sondern auch diverse umliegende Bauernhöfe. So war es 1880 das erste Gebäude der Welt, das durch hydroelektrisch erzeugten Strom beleuchtet wurde.

Der erste beleuchtete Raum war übrigens eine Galerie: Eine einzelne Lampe an der Decke beleuchtete Armstrongs Kunstwerke. Nach und nach kamen weitere Lampen dazu, bis zwölf gleichzeitig leuchten konnten.

2006 renoviert

1900 starb Armstrong. Seine Maschinen, an denen er bis zu seinem Tod gearbeitet hatte, wurden im Haus zurückgelassen. Im kommenden Jahrhundert wechselte das Gebäude den Besitzer, darunter war einst auch das Militär. Renoviert, restauriert und unterhalten wurde aber nichts.

Bis 2006. Erst dann wurden das Gebäude und die Geräte restauriert. 2014 wurde die Kapazität ausgebaut. Das Wasserkraftwerk produziert heute 12 Kilowatt, genug, um alle 350 Lampen im Haus zu beleuchten.

(mst)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rigolet am 09.05.2019 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin stolz auf diese Leute

    Ich bin stolz auf solche Leute, denen im Kopf wirklich ein Licht aufgeht. Wir alle profitieren davon.

    einklappen einklappen
  • Claire Marie Obrist am 09.05.2019 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pionier

    Ein echter Pionier! Das wäre heutzutage kaum mehr möglich, da hundert Bewilligungen und Auflagen erforderlich sind und man nirgendwo hinkommt, auf diese Weise!

    einklappen einklappen
  • Arthur20 am 09.05.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erfinder der Glühbirne...

    ...ist also ein anderer!!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Willi am 13.05.2019 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Waren die Lampen Kunstwerke?

    Wer Lampen beleuchtet, ist nicht ganz hell in der Birne. Brainfull Armstrong hatte solche Probleme nicht.

  • Pablo am 13.05.2019 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Erfinder der Glühbirne ist nicht Edison

    Er ist nur ein guter Vermarkter. Mehr nicht. Es wahren Weltweit zu dieser Zeit etwa 10 Personen an der Glühbirne am forschen. Was uns für kabis beigebracht wird, echt.

  • JohnyGeilo am 10.05.2019 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Ich finde dies eine tolle und Beeindruckende Leistung

  • Macintosh am 10.05.2019 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow

    1. ich bin sehr erstaunt das es seit 1870 Strom gibt. 2. ich finde diese Villa Mega schön.

  • Herr Max Bünzli am 09.05.2019 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    es war ein gewendelter Wolfram Draht im nieder Vaccum.

    • Yosh Eden am 13.05.2019 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Herr Max Bünzli

      NEin eben nicht, sondern Kohlefaden

    einklappen einklappen