Mirny, Russland

27. Januar 2019 15:27; Akt: 27.01.2019 15:37 Print

Die Stadt am «Tor zur Hölle»

Die russische Stadt Mirny befindet sich direkt an einem 525 Meter tiefen Loch, das die Einheimischen auch «Tor zur Hölle» nennen.

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Die Bewohner der Stadt Mirny leben am Abgrund: Direkt neben der Stadt befindet sich ein riesiges Loch, das von manchen Einheimischen auch als «Tor zur Hölle» bezeichnet wird. Das Loch ist 525 Meter tief und hat einen Durchmesser von 1,2 Kilometern.

Von Menschen ausgehoben

Ein gefundenes Fressen für Verschwörungstheoretiker, könnte man meinen. Tatsächlich ist das Loch aber von Menschenhand gemacht. Es handelt sich um ein Diamantbergwerk. Mit seinen Massen ist es eine der grössten Minen der Welt.

Die Mine gibt es seit 1957: Nach dem Zweiten Weltkrieg gab Stalin den Bau in Auftrag. Die Witterungsbedingungen in Sibirien erschweren die harte Arbeit in der Mine zusätzlich. Die meiste Zeit des Jahres ist der Boden festgefroren, viele Maschinen versagen in der Kälte ihren Dienst. Zeitweise wurden Turbinen-Triebwerke eingesetzt, um den Boden aufzutauen, oder gar ganze Abschnitte gesprengt.

2000 Kilogramm Diamanten pro Jahr

In ihrer produktivsten Zeit wurden aus der Mine 2000 Kilogramm Diamanten (10 Millionen Karat) gefördert. Die meisten Bewohner von Mirny arbeiten in der Mine, in der heute nur noch unterirdisch gefördert wird.

Es ranken sich wilde Gerüchte um die Höhle, die mit einem Flugverbot zusammenhängen: Offiziell dürfen keine Flugzeuge und Helikopter über das Loch fliegen – das hat dafür gesorgt, dass das Diamantbergwerk Mir in der Gegend einen ähnlichen Ruf hat wie das Bermuda Dreieck. Angeblich sollen dort ebenfalls Helikopter und Flugzeuge verloren gegangen sein, die «in das Loch gesogen wurden». Beweise gibt es dafür jedoch keine.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Froge macht schlau am 27.01.2019 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Verpasst?

    Und wie erklärt man denn nun das Flugverbot?

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  • Mikojan-Gurjewitsch am 27.01.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Noch ein "Tor zur Hölle"

    Es gibt in Russland noch ein anderes Tor zur Hölle, die Kola-Bohrung in der Nähe von Murmansk, 12'000 Meter tief. Die Bohrarbeiten wurden abgebrochen als mit einem Mikrophon schaurige Geräusche aus dem Erdinnern aufgenommen wurden und die beteiligten Wissenschaftler psychiatrisch behandelt werden mussten, vgl. auch Wikepedia.

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  • namenloses elend am 27.01.2019 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    get your facts straight

    Das Tor zur Hölle liegt aber in Turkmenistan. Das ist so ein brennendes Loch in der Erde. Das ist auch ein grosses Loch, aber kein hells gate :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roland Bischof am 31.01.2019 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich Flugverbot oder Story etwas hoch-gepeppt?

    Wie auf den Bildern zu sehen ist, liegt wenige hundert Meter neben dem Loch ein Flughafen, gemäß Google zivil genutzt, wobei der Pistenverlauf direkt zum Rand des Lochs führt. Flugverbotszonen sehen definitiv anders aus.

  • Godslayer am 28.01.2019 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Gottes Latrine

    Das Tor zur Hölle. Fragt sich nur in welche Richtung ;-)

  • Gio Perez am 28.01.2019 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    OK, aber ....

    Hübsch, aber ich denke das Loch der Bingahm Mine bei Salt Lake City ist grösser. Vor allem weil man hier zuerst mal einen Berg abgetragen hat, und sich dann in die Tiefe bewegt. Auf alle Fälle länger und breiter. War letzten Herbst dort. Einfach nur absurd.

    • ;) am 28.01.2019 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gio Perez

      Nur gab es dort "kürzlich" einen gewaltigen Hangrutsch. Jetzt ist das Loch wieder halb gefüllt..

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  • Oddi am 28.01.2019 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    Aberglaube

    ja Abetglaube an mystische Gestalten und Orte ist auch in Russland weit verbreitet. Ebenfalls in der Schweiz

    • Oddi am 28.01.2019 06:10 Report Diesen Beitrag melden

      Im selben Boot

      Gandalf, Harty Potter, Und Jesus sitzen seit jeher im selben Boot, die Legentanik unfassbar welche Stuss Menschen für wahr halten nur weil es in einem Buch steht. Dann noch einen Verein dafür konstruieren der die frohe Botschaft verkündet und Mitgliedsbeiträge eintreibet, et voila.

    • Godslayer am 28.01.2019 18:56 Report Diesen Beitrag melden

      Sinnbild Wilhelm Tell

      die Wahrheit bleibt wohl subjektiv. Ist der Himmel Blau? Vielleicht - jedoch können wir nur mit Bestimmtheit sagen, dass Wir den Himmel in Blau sehen. Mystische Gestalten und Orte verlachen, aber die Relativitätstheorie versteht man trotzdem nicht. Dass die genannten Protagonisten eher Sinnbilder oder Leitbilder sein sollen, ist den meisten schon klar. Darum treten sie in den Fokus. Und nicht weil sie wirklich Physisch vorhanden sind.

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  • Judith Good am 27.01.2019 23:18 Report Diesen Beitrag melden

    Der andere Weg

    Das Tor resp. der Weg in den Himmel ist Jesus.

    • Mr. Bull am 27.01.2019 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Judith Good

      Der weg in den himmel bist du selber

    • Maria und Josef am 28.01.2019 02:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Judith Good

      Es gibt keinen Weg in den Himmel, auch keine Autobahn. Lebe Menschlichkeit und du fühlst dich wie Gott.

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