Typologie

04. April 2019 17:57; Akt: 04.04.2019 17:57 Print

Diese sechs Typen trifft man im Schrebergarten an

Früher galten sie als spiessig, heute sind Schrebergärten wieder im Trend. Wer hält sich in den urbanen, grünen Oasen auf? Eine kleine Typologie.

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Gärtnern ist etwas Schönes! Es entspannt (laut Studien zumindest die einen Menschen) und produziert im besten Fall auch ... ... noch Lebensmittel und schöne Blumen. Wir haben für euch eine kleine Typologie der sechs Typen, die man in Schrebergärten antrifft, zusammengestellt. Wenn die Stadt in der Nähe ist, ist auch der Hipster nicht weit. Und für einmal ist er mit seiner Uniform, dem Karohemd, auch genau richtig gekleidet, ... ... um ein Kräuterbeet anzulegen oder den Goji-Beerenstrauch einzupflanzen. Am Wochenende besuchen ihn ab und zu seine Freunde. Natürlich mit den Kindern Finn und Lennox, die sich aus Langeweile gegenseitig mit den selbstgezogenen Cherry-Tomätchen bewerfen. Der Kleingarten ist für den Freak ein Platz, wo er sich von den Strapazen des richtigen Lebens erholen kann. Einzig seine kleine Hanfplantage, die sich hinter dem Unkraut versteckt, bekommt ganz, ganz viel Pflege und Zuwendung. Sie will sich in ihrem Gärtlein zur Selbstversorgerin mausern und schaut deshalb täglich nach ihrem Gemüse. Gurke, Kürbis und Co. gedeihen dank selbst angesetzter Brennnesseljauche prächtig und sie kann den Aufenthalt an der frischen Luft so richtig geniessen. Leider vertreibt sie der Gestank von Grillwürsten und Koteletts aus ihrem Vegi-Paradies. Gärtnern ist so ziemlich das Letzte, was ihn interessiert. Er will vor allem Party machen. Sein Grill ist praktisch in Dauerbetrieb ... ... sein Bierverbrauch beträchtlich und sein Freundeskreis gross. Aber er ist auch gastfreundlich, und so heisst er stets die ganze Schrebergarten-Gemeinschaft zu seinen lauten Gelagen willkommen. Seinen Schrebergarten besitzt das Ehepaar schon seit Jahrzehnten, und es legt viel Wert darauf, ... ... dass der Rasen immer sauber gemäht ist und die Beete gepflegt sind. Die Arbeit ist klar aufgeteilt: Er ist für den Rasen und die Büsche zuständig, sie für die Blumen- und Gemüsebeete und das Jäten des Unkrauts. Und es passt ihnen auch überhaupt nicht, dass manche Hobbygärtner in der Nachbarschaft das Unkraut einfach wuchern lassen, das sich dann in ihrem gepützelten Garten breitmacht und gejätet werden muss. Ja, auch in einer Schrebergartenanlage hat es fast immer einen Messie (das kann natürlich auch eine Frau sein). Er schleppt im Wochentakt jede Menge Zeug an, das längst nicht mehr in den kleinen Schuppen passt. Also gibt es auf seinem Grundstück statt Rüebli, Beeren und Blumen zerrissene Sonnenschirme ... ... rostige Gartenstühle, halb kaputte Gasgrills, Holzpaletten, Teppichstücke und vieles, vieles mehr – wenig zur Freude der Nachbarschaft. Und welche Typen gibt es in deinem Schrebergarten?

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Wer einen Schrebergarten hat, will die Natur erleben, an der frischen Luft sein und Abstand zum Alltag gewinnen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

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Die meisten Befragten fühlen sich nach dem Besuch in ihrem Gärtchen entspannter, wenn auch 15 Prozent die Gartenarbeit als stressig empfinden. So wundert es nicht, dass Schrebergärten begehrt sind. Was einst als spiessig galt, ist heute hip. Und so trifft man da auch auf ganz unterschiedliche Menschen. In der Bildstrecke seht ihr eine Typologie der Schrebergärtner.


(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beobachterin am 04.04.2019 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die Auswahl entspricht nicht der Realität

    Ich hatte selber mal einen Schrebergarten, aber eure Typologie entspringt wohl eher rosa verbrämten Phantasievorstellungen. Aber ein kleiner Tip, die verschiedene Flaggen, die überall wehen geben einen schönen querschnitt der jeweiligen Gärtner

  • CaMau am 04.04.2019 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Mis Gärtli

    Meine Eltern hatten schon einen Schrebergarten und wir, seit die Kinder da sind auch, damit sie lernen, dass der Salat nicht im Coop wächst und auch wenn sie schon über 20 sind, kommen sie immer noch gerne und helfen mit....

  • Self made am 04.04.2019 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die Selbstversorgerin

    Ich bin wohl ein Typ, der hier nicht vorkommt. Ich besitze ca. 20m2 Acker, den ich von meiner Kollegin Nutzen kann, wie ich möchte. Wir (family wth 2 kdz) sind den Sommer durch Selbstversorger, was Gemüse anbelangt und dies hat einen viel höheren Vitamin Gehalt, als das ewig lang gelagerte in Grossverteilern. Der Rest wird eingekocht oder eingefrohren. Uund; meine kidz essen nur (leider) Gemüse vom Garten Ich mache es nicht um cool zu sein, sondern um ordentlich Geld zu sparen und genug vitamine zu bekommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nick am 04.04.2019 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Entsetzlicher Anblick

    Ich bin in diesen Wochen berufsbedingt viel mit der Bahn unterwegs. Überall sieht man diese schrecklichen Gärten. Die meisten sehen aus, als wäre da ein Slum. Windschiefe Holzhütten, Gebilde aus Plastikfolien, Gerümpel, das herumliegt. Absolut furchtbar. Wenn es nach mir ginge, würde das alles noch heute geräumt.

  • roman am 04.04.2019 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ganz einfach...

    ...hipster die "männer" von heute

  • CaMau am 04.04.2019 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Mis Gärtli

    Meine Eltern hatten schon einen Schrebergarten und wir, seit die Kinder da sind auch, damit sie lernen, dass der Salat nicht im Coop wächst und auch wenn sie schon über 20 sind, kommen sie immer noch gerne und helfen mit....

  • Beobachterin am 04.04.2019 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die Auswahl entspricht nicht der Realität

    Ich hatte selber mal einen Schrebergarten, aber eure Typologie entspringt wohl eher rosa verbrämten Phantasievorstellungen. Aber ein kleiner Tip, die verschiedene Flaggen, die überall wehen geben einen schönen querschnitt der jeweiligen Gärtner

  • marko 34 am 04.04.2019 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    Nein