373'000 Franken Miete pro Monat

31. Dezember 2018 14:12; Akt: 04.01.2019 10:54 Print

Ein Rundgang durch das teuerste Haus der USA

Mit über 373'000 Franken pro Monat gilt der Palazzo di Amore in Beverly Hills als das teuerste Mietshaus der USA. Was man dafür alles bekommt? Sehen Sie selbst.

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Das ist der Palazzo di Amore im noblen Stadtteil Beverly Hills in Los Angeles. Zugegeben, bereits von aussen sieht das Anwesen ziemlich gross aus. Doch aus der Vogelperspektive ... ... zeigen sich die unglaublichen Ausmasse der Villa. Wichtig zum Vergleich: Auch die Nachbarhäuser sind ziemlich fette Villen. Über diesen Vorplatz gelangt man zum Haupteingang. Laut Makler könnte man bis zu 150 Autos auf dem Anwesen parkieren. Lauschige Ecken gibt es zuhauf. Aber Lauschigkeit ist nicht unbedingt das, was der Palazzo di Amore ausstrahlen will. Noblesse oder Grandesse sind eher Wörter, die auf das Anwesen zutreffen. Ist man hier Mieter, so liegt einem Los Angeles zu Füssen. Das Anwesen sei in seiner Art «konkurrenzlos», schreibt der Makler im Inserat. Tatsächlich finden sich in Beverly Hills nicht viele Häuser mit solch gigantischen Ausmassen. Auf manchen Bilder kann man kaum unterscheiden, ob es sich um ein Privathaus oder ein Hotel handelt. Der Palazzo di Amore könnte durchaus als Hotel durchgehen. 200 Gäste zum Abendessen einladen und jeder hat einen Sitzplatz im Speisesaal? Kein Problem. Platz wäre genug da. Eine Runde Tennis nach Mitternacht? Auch möglich. Kommen wir zu den inneren Werten, die mit pompösen Räumen und teuren Materialien Eindruck schinden wollen. Alles im Haus ist ziemlich repräsentativ. Man zeigt, was man hat. An jeder Ecke findet man eine noch repräsentativere Halle. Hallen, so weit das Auge reicht. Doch es gibt auch Räume für intimere Momente, so wie diesen hier. Über die genaue Wohnfläche des Hauses schweigt sich der Makler übrigens aus. Vielleicht dachte er ja, dass es ab 1000 Quadratmetern nicht mehr darauf ankommt. Schlussendlich ist es einfach riesig. Ein paar Eckdaten stehen aber doch im Inserat: 12 Schlafzimmer bekommt der neue Mieter und 23 Badezimmer sind auch dabei. Das Haus sei im mediterranen Stil errichtet worden, steht auf der Website der Maklerfirma. Auch wenn man es kaum glaubt: Es gibt sogar eine Küche im Haus. Auch wenn die Besitzerschaft wohl kaum je kochen wird. Der Weinkeller fasst bis zu 3000 Flaschen. Ein kleines Detail, dass den Fashion-Liebhaber erfreuen dürfte: der begehbare Kleiderschrank. Als Mieterin des Palazzo hat man besser viele Freunde. Denn sonst könnte man sich beim Znacht etwas verloren vorkommen. Das Kunstwerk über der Bar illustriert gut, was den Bewohnern hier wichtig ist. Gewisse Räume wirken ein bisschen verstaubt. Das könnte man in Absprache mit den Besitzern bestimmt beheben. Nein, das ist nicht die Sixtinische Kapelle im Vatikan. Wir werfen noch immer einen Blick in die Räume des Palazzo di Amore.

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Im Stadtteil Beverly Hills in Los Angeles ist alles ein bisschen teurer. Google gibt den durchschnittlichen Preis eines 3-Sterne-Hotels mit 266 Franken an, für fünf Sterne muss man im Schnitt 560 Franken pro Nacht berappen. Es ist die exklusive Mischung aus noblen Einkaufsstrassen (Rodeo Drive), üppiger Natur (Grünflächen und Palmen überall) und genügend Privatsphäre (vor allem in den Villen, die an jeder Ecke stehen), die wie Lockstoff auf Prominente wirkt.

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Madonna besitzt ein Haus in Beverly Hills, aber auch Walt Disney oder Charlie Chaplin fühlten sich hier wohl. Eine solche Dichte an Prominenz wirkt sich auch auf die Immobilienpreise aus. Der Quadratmeterpreis in Beverly Hills ist mit 16'000 Dollar viermal höher als in durchschnittlichen Quartieren von Los Angeles. Für die Miete geben die Bewohner hier unglaubliche 7500 Dollar pro Monat aus.

Nachbarhäuser sehen aus wie Schuhschachteln

Wer glaubt, dass eine Monatsmiete von rund 7000 Franken viel ist, dem sei gesagt: Da geht noch mehr. Viel mehr. Aktuell ist nämlich der Palazzo di Amore, am obersten Ende von Beverly Hills, zur Miete ausgeschrieben. Mietzins: unglaubliche 373'000 Franken pro Monat. Sucht man die Adresse bei Google Maps, so findet man ein Anwesen, dass alle Häuser in der Nachbarschaft wie Schuhschachteln aussehen lässt. Dabei handelt es sich bei diesen Immobilien ebenfalls um ziemlich fetten Villen.

Doch der Palazzo di Amore würde nicht als teuerstes Mietshaus der Staaten gelten, würde er nicht jegliche Superlative sprengen. Oberhalb eines Weinbergs gelegen, punktet das riesige Anwesen mit dem Haupthaus mit 12 Schlafzimmern und 23 Badezimmern, einem Weinkeller für 3000 Flaschen, einem Gästehaus, Häusern für die Angestellten, einem Tennisplatz mit Flutlichtanlage und einem Spa mit Hamam. Laut Immobilienmakler wäre genug Platz, um 200 Gäste zum Essen einzuladen, auf dem Grundstück sei Platz für bis zu 150 Autos. Es sei klar, schreibt der Makler: «Der Palazzo di Amore ist unbestritten ohne Konkurrenz.» Kleine Anmerkung zum Schluss: Wenn Ihnen die Miete zu teuer ist – für 128 Millionen Franken könnte das Anwesen ganz Ihnen gehören.

In der Bildstrecke sehen Sie, was der Palazzo di Amore für monatlich 373'000 Franken zu bieten hat.

(lme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Norman Foster am 31.12.2018 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts für Vergessliche..

    Wo habe ich jetzt bloss meine Lesebrille hingelegt...?

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  • Linda am 31.12.2018 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wir würden es ja nehmen...

    Also wir würden es ja nehmen aber ich weiss genau wie das läuft. Am Ende muss ich wieder den ganzen Haushalt alleine machen und bis ich am Vormittag da nur mal feucht durchgewischt und gesaugt hätte, wäre es schon Abend...drei Wochen später.

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  • Glücks Pilz am 31.12.2018 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    Glüchlich muss man sein

    Gesundheit und Zeit sind wichtiger, zum Glück haben alle 24 h pro Tag. Also schätzt die Gesundheit und die Zeit, in der ihr glücklich sein könnt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ksoa am 05.01.2019 18:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    deal.

    Ich kaufe es in Raten. Monatliche Amortisationen von 375'000. Nach 29 Jahre gehört es mir ohne aus meinem eigenen Bankkonto bezahlt zu haben, da ich dieses Haus für 375'000 vermieten werde.

  • Der gute schlechte Mann am 03.01.2019 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    borat

    *spuckt auf die hand* "machen wir 20 dollar daraus"

  • Momo am 02.01.2019 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum bloss!?

    Man sollte sich doch mal fragen, warum es Leute gibt, die sich so etwas leisten können und auf der anderen Seite alleine in den USA über 10% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Warum sind wir alle noch so zahm?

    • Kuki am 06.01.2019 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Momo

      Genau wegen diesem Haus sind 10% der Bevölkerung arm.Wäre es nicht gebaut worden,würden die armen in der USA ein großartiges Leben führen!

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  • Ich würde es sofort am 02.01.2019 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    verkaufen für einen Spotpreis

    Lana Del Rey zieht in ein stylishes Gartenhäuschen, definitv besser als dieser Stein Palazzo.

  • Aenisbrötli am 02.01.2019 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Navi

    Von der Küche in das Schlafzimmer braucht man ein Navi.

    • Dani B. am 09.01.2019 20:54 Report Diesen Beitrag melden

      nicht nötig

      Der Koch wird doch wohl keine Bettwäsche wechseln.

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