Mega-Villa in Bel Air

13. Dezember 2019 21:15; Akt: 19.02.2020 17:12 Print

Erst 200-Millionen-Rabatt lockte einen Käufer an

von Lucien Esseiva - Erst waren 350 Millionen Franken veranschlagt, dann 195. Doch erst mit einem 200-Millionen-Rabatt wurde die Villa jetzt verkauft.

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Dieses Anwesen im noblen Stadtteil Bel Air in Los Angeles suchte lange einen Käufer. Es gehört mit einer Grundstücksfläche von über 41'000 Quadratmetern zu einem der grössten Anwesen der Stadt. Der Kaufpreis wurde mehrfach gesenkt. Erst von 350 auf 195 Millionen Franken. Doch erst für 150 Millionen fand sich ein solventer Käufer. Der neue Besitzer heisst Lachlan Murdcoh, er ist 48 Jahre alt und Sohn von Multimilliardär ... ... Rupert Murdoch (88). Der Medienmogul hat gerade sein Unternehmen 20th Century Fox an Disney verkauft und dafür 12 Milliarden Franken kassiert. Das Geld soll er unter seinen sechs Kindern verteilt haben. Damit bleibt das Anwesen quasi in Medien-Händen. Der frühere Besitzer war nämlich Medienmogul Jerry Perenchio, er verstarb vor zwei Jahren. Seine Hinterlassenschaften: Sechs Milliarden Franken Vermögen. Perenchio lebte über dreissig Jahre in der Villa und kaufte in dieser Zeit ständig Grundstücke dazu. Unter anderem erwarb er 2016 für 15 Millionen Franken das Nachbarhaus von Ronald und Nancy Reagan und vergrösserte so sein Land noch einmal um einige hundert Quadratmeter. Die Megavilla wurde 1930 im Stil der französischen Neoklassizistik erbaut und diente auch als Filmkulisse. Das Anwesen durfte aber immer nur von aussen gefilmt werden. Dem Besitzer schien Privatsphäre äusserst wichtig zu sein. Selbst auf den Seiten der Makler, die das Haus ja eigentlich verkaufen möchten, finden sich keine Fotos aus dem Inneren der Villa. Ein Besichtigungstermin liesse sich aber bestimmt vereinbaren. Bevor Sie sich jedoch für den Kauf entscheiden, sollten Sie sich einige Fragen stellen. Hat mein Rasenmäher noch genug Benzin? Ist mein Daumen wirklich grün genug? Brauche ich wirklich 11 Schlaf- und 18 Badezimmer? Falls Sie diese Fragen mit Ja beantworten können, so steht dem Erwerb nichts mehr im Weg. Oder hat das Haus einen Haken? Immerhin gäbe es ja auf der Welt genug Menschen mit dem nötigen Kleingeld. Die Bilder offenbaren jedenfalls keinen Makel, im Gegenteil. Im parkähnlichen Garten liesse es sich herrlich lustwandeln. Oder Ihnen steht der Sinn nach einem erfrischenden Bad im Pool? Das Schwimmbecken ist 22 Meter lang, das Poolhaus erreicht man durch einen unterirdischen Gang.

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Bereits im August 2019 berichtete 20 Minuten über die Mega-Villa in Bel Air, die einen neuen Käufer suchte. Das Anwesen, eines der grössten im noblen Stadtteil Bel Air, wartet mit unglaublichen Eckdaten auf. Es hat über 11 Schlafzimmer, 18 Badezimmer auf 2322 Quadratmetern Wohnfläche, einen Tennisplatz mit Flutlicht, einen 22 Meter langen Pool inklusive Poolhaus, das mit dem Haupthaus via Lift und unterirdischem Gang verbunden ist, eine Garage für 36 Autos und einen Weinkeller, der genug Platz für 12'000 Flaschen bietet.

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Was würden Sie mit 150 Millionen Franken kaufen?

Der Preis für die Villa wurde mehrfach gesenkt. Erst wollten die Besitzer 350 Millionen Franken haben, später schrieben sie das Haus um 195 Millionen Franken herunter, das entspricht einem Rabatt von 155 Millionen. Doch nicht einmal zu diesem Preis fanden sie einen Käufer mit dem nötigen Kleingeld.

Der Käufer heisst Lachlan Murdoch (48)

Doch jetzt ist das Haus verkauft, und zwar für 150 Millionen Franken, nochmals 45 Millionen Franken weniger als im August veranschlagt wurden. Nichtsdestotrotz gilt der Deal als der teuerste Immobilienverkauf aller Zeiten in Kalifornien.

Der neue Besitzer heisst Lachlan Murdoch (48), seines Zeichens Sohn von Multimilliardär Rupert Murdoch (88). Rupert hat gerade sein Unternehmen 20th Century Fox an Disney verkauft und damit 12 Milliarden Franken verdient. Das Geld soll er unter seinen sechs Kindern verteilt haben. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint der Kaufpreis gleich in einem etwas anderen Licht.

Wie viel Haus man für 150 Millionen Franken bekommt, sehen Sie in der Bildstrecke.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 8004 am 13.12.2019 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ahnung

    Wie viele Leben ich arbeiten müsste, um 200 Millionen zu verdienen. Irgendwie krass. Aber ich mag es ihnen gönnen.

    einklappen einklappen
  • Rudi am 13.12.2019 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rudi der Vernünftige

    Schade, er war etwas schneller als ich trotzdem hätte ich nur 145 Mio. zahlen wollen. 150 Mio. wären mir echt zu viel für das Häuschen

  • Fastkäufer am 13.12.2019 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Villa

    Schade hätte ich gerne gekauft aber mein Monopolige - Geld reicht nicht

Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul am 17.12.2019 00:57 Report Diesen Beitrag melden

    Sohn

    Sohn ist ein lukrativer Beruf. Erbschaftssteuern, ab einer gewissen Vermögenshöhe, wäre sinnvoll und gerecht. Und gewisse Söhne und Töchter würden sich dann nicht vollständig von der Gesellschaft entfernen.

  • Peter am 16.12.2019 23:49 Report Diesen Beitrag melden

    Knapp vorbei

    Habe mit dem neuen Käufer ein Bieter-Renner geführt.... Musste ab 140 Mio passen.... Bleib ich halt in Schwamendingen!

  • Butch am 16.12.2019 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Nein danke!

    Das Haus ist viel zu gross und der Garten erst... Zudem weiss man ja, dass in den USA oftmals nicht so toll gebaut wird. Sieht oftmals chic aus, aber Wände aus Pappe etc. Lieber etwas kleiner, dafür bessere Bausubstanz. Mal ehrlich, wie oft wird der wohl durch diesen Garten spazieren?

    • Mr. Right am 16.12.2019 20:08 Report Diesen Beitrag melden

      butch hat keine ahnung

      Das Haus wurde 1930 gebaut, denke es würde auch nem Bombenangriff stand halten

    einklappen einklappen
  • landstreicher am 16.12.2019 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    den schon bald ist Weihnachten.!

    ich würde mir endlich eine Servela kaufen . und die Haut au f die Seite legen... damit meine Frau und die Kinder am Wochenende auch wass zu Essen haben. das wär schön.

  • Daisydream am 16.12.2019 12:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu weitläufig

    Und da überfällt mich wieder die Frage, wozu man 18 Badezimmer braucht, wenn man nur 11 Schlafzimmer hat. Oder ist der Weg zum nächsten Badezimmer eventuell zu weit? Das sind Dimensionen, die man sich fast nicht vorstellen kann und die uns Normalsterblichen einfach nur kurios rüberkommen. Wer will schon in einem Haus wohnen, wo der Gang von Schlafzimmer zu Ess- oder Wohnzimmer schon fast einem Marathon gleichkommt.