Pebble Island

16. Januar 2019 10:24; Akt: 16.01.2019 10:24 Print

Insel mit Hunderten von Pinguinen zu verkaufen

Pebble Island, Teil der Falkland-Inseln, steht zum Verkauf. Wer die Insel ersteht, hat Hunderte von tierischen Nachbarn.

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Die Farmer auf Pebble Island sind zwischen April und September meistens allein. Sie haben ihre Kuhherden, ein paar Pferde und viele Schafe – ansonsten aber kaum Kontakt auf der Insel. Zwischendurch kommt das Militär vorbei und trainiert, manchmal kommen Schiffe mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen. Meistens ist es aber ruhig und kalt.

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Tierische Nachbarn

Ruhig und kalt, das mögen die tierischen Nachbarn. Auf Pebble Island brüten über 8000 Pinguine und diverse Vogelarten. Diese locken auch Besucher an: Neben einigen Bauernhöfen gibt es auf Pebble Island auch noch ein Hotel. Die Insel samt Hotel und Pinguinen steht nun zum Verkauf – sie soll an den Höchstbietenden verkauft werden, es gibt kein offizielles Startgebot.

Aber aufgepasst: Auf Pebble Island erwarten Sie keine tropischen Inselträume. Die Insel befindet sich 45 Flugminuten von Stanley, dem Hauptort der Falklandinseln, entfernt, und es ist kalt und windig. Dazu kommt die schwierige militärische Geschichte: Während des Falklandkrieges schossen die Engländer ein argentinisches Flugzeug ab und versenkten ein Schiff. Kreuze erinnern heute an die Crew der HMS Coventry.

Käufer gesucht

Es ist das erste Mal seit 150 Jahren, dass die Insel zum Verkauf steht. Seit 1869 gehört sie der Familie und den Nachfahren von John Markham Dean, der die erste Farm baute. Die Familie lebt schon seit Jahrzehnten nicht mehr auf der Insel, sie verpachtet lediglich das Land an die Bauern.

Obwohl es kein offizielles Startgebot gibt, ist eines sicher: Die Insel wird für mehr Geld verkauft, als John Markham Dean im Jahr 1869 bezahlt hatte: gerade mal 400 Pfund. Claire Harris, eine Nachfahrin von Dean, die den Verkauf betreut, sagt: «Wir wünschen uns, dass hier weiterhin Bauern und Feriengäste leben und die Insel entdecken können.»

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Norbert am 16.01.2019 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Natuschutzgebiet machen

    Naturschutzgebiet machen und alle Menschen weg von der Insel.

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  • Herr Max Bänzli der Mann im Mond am 17.01.2019 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    ich hätte noch den Mond zu verkaufen, bei Bedarf einfach noch melden

  • M.G. am 17.01.2019 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Britischer Commando-Raid

    Auf Pebble Island hatten in 1982 die Argentinier einen Luftwaffenstützpunkt mit einer Rollbahn eingerichtet. Die britische Führung befürchtete das von dort Luftangriffe auf ihre Flotte erfolgen können. Daher landeten am 12.05. Fernspäher des SAS auf Pebble Island und lieferten detailierte Informationen über Stärke und Aufenthalt der Argentinier. In der Nacht vom 14. zum 15. Mai landete dann die D Squadron des SAS, schaltete in einem Handstreich die argentinischen Soldaten aus und zerstörte alle Gebäude, 11 Kampfflugzeuge und 2 Hubschrauber.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Momol am 19.01.2019 19:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hoffe...

    ...ein Tierliebenden und Naturliebenden Menschen kauft die Insel und lässt sie dann unberrührt von Menschen!

  • Kurt peier am 17.01.2019 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit

    Würde mich sehr intressieren geld fehlt aber

  • M.G. am 17.01.2019 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Britischer Commando-Raid

    Auf Pebble Island hatten in 1982 die Argentinier einen Luftwaffenstützpunkt mit einer Rollbahn eingerichtet. Die britische Führung befürchtete das von dort Luftangriffe auf ihre Flotte erfolgen können. Daher landeten am 12.05. Fernspäher des SAS auf Pebble Island und lieferten detailierte Informationen über Stärke und Aufenthalt der Argentinier. In der Nacht vom 14. zum 15. Mai landete dann die D Squadron des SAS, schaltete in einem Handstreich die argentinischen Soldaten aus und zerstörte alle Gebäude, 11 Kampfflugzeuge und 2 Hubschrauber.

    • Tom Atkins am 17.01.2019 18:30 Report Diesen Beitrag melden

      History

      Danke für die interessanten Infos.

    • M.G. am 19.01.2019 22:28 Report Diesen Beitrag melden

      Hartes Klima

      Die argentinische Militärführung unterschätzte das rauhe Klima des Südatlantiks. Was kein Wunder ist da es damals eine Militärdiktatur gab. Und Diktatoren sehen ihre Leute oft nur als Material an. Die meisten argentinischen Soldaten (Wehrpflichtige) kamen aus warmen Gegenden Südamerikas und verkrochen sich bei dem nasskalten und stürmischen Wetter in ihren Stellungen und Unterkünften. Jeder der dort hin will sollte sich über dem extremen Wetter im klaren sein.

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  • Herr Max Bänzli der Mann im Mond am 17.01.2019 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    ich hätte noch den Mond zu verkaufen, bei Bedarf einfach noch melden

  • Vorname Nachname am 16.01.2019 23:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte korrigieren

    Natürliche haben nicht die Engländer das Schiff versenkt sondern die Argentinier.