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16. April 2019 09:41; Akt: 16.04.2019 09:41 Print

Paar baut Gefängnisbus in Wohnung um

Ben und Meag Poirier haben mit Blut, Schweiss und Tränen zwei Jahre einen Gefängnisbus in ein Heim umgebaut.

Ben und Meag zeigen ihren umgebauten Gefängnisbus.
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Ben und Meag Poirier sind keineswegs die Ersten, die Busse in Kleinstwohnungen umbauen: Unter den Hashtags #buslife, #busconversion und #busadventure finden sich bei Instagram dutzende von Bildern von Menschen, die in umgebauten Bussen leben oder reisen.

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Wohnen im Gefängnisbus

Was Ben und Meags Bus so speziell macht, ist sein ursprünglicher Verwendungszweck: Das Paar wohnt, gemeinsam mit Hund Moose, in einem umgebauten Gefängnisbus. Gegenüber dem Onlinemagazin «Apartment Therapy» erzählen die beiden von ihrem rollenden Heim.

«Unser Bus ist ein selbst umgebauter, 9,4 Meter langer Chevy B6P von 1989, der viele Jahre als Gefangenentransporter benutzt wurde. Zeitweise war er auch die mobile Kommandozentrale des Sheriff Departement in Fairfax County, Virginia. Wir haben zwei Jahre lang an den Wochenenden umgebaut, damit wir jetzt darin wohnen können», sagen Ben und Meag.

Mehrjähriges Projekt

Gekauft haben die beiden den Bus von einem «exzentrischen Gentleman» in Massachusetts: «Er hatte den Bus bei einer Auktion gekauft und wollte ihn selbst umbauen. Er war aber auch der Typ Mensch, der immer mindestens ein Dutzend solcher Projekte hatte. Zum Glück für uns hat ihn seine Frau dazu gebracht, den Bus zu verkaufen.»

Ben und Maeg bekamen den Bus, weil sie ihn im Gegensatz zu den anderen potenziellen Käufern nicht nur auf Ersatzteile aus waren, sondern tatsächlich im Bus leben wollten. Dafür waren allerdings einige Umbauten nötig: Im Bus gab es drei abschliessbare Türen und Gitterstäbe an den Fenstern.

Secondhand-Materialien

«Wir wollten möglichst viel selbst machen: Alles, was man sieht, die Schränke, die Schubladen und die Vorhänge, haben wir selbst gebaut und genäht. Wir haben zwei der Türen behalten, das sorgt für einen industriellen Look – und für zusätzliche Sicherheit im Bus», sagt Meag gegenüber «Apartment Therapy».

Die beiden lieben den Bus sehr. Könnten sie mit einem Fingerschnippen etwas ändern, dann wären es aber die Stromanschlüsse: Der Bus hat Anschlüsse, die er als Kommandozentrale gebraucht hat. Zum Wohnen sind die teilweise an sehr unpraktischen Stellen platziert.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ersatzrad am 16.04.2019 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Van-life

    In den Staaten ist "Van-life" sehr verbreitet. Liegt auch daran, dass Wohnraum an gewissen Orten unbezahlbar geworden ist. Also investiert man sein Geld in ein Wohnmobil. Absolut verständlich.

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  • Giorgio Fini am 16.04.2019 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Asien

    Habe1976 einen 2CV ausgebaut, meine Freundin und ich sind damit via Türkei, Iran, Pakistan, Indien, ( Sri Lanka (ohne Auto ) Nepal, Afghanistan und zurück in die Schweiz gereist, genau 365 Tage. Die Ente war klein hat aber gereicht zum Leben. Ab Nepal waren wir sogar zu dritt mit dem Hund Yeti. Unvergesslich sind die Erinnerungen.

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  • Kommentarleser am 16.04.2019 15:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Miesmacher

    Allen Miesmachern, schafft das erst mal.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • popi am 19.04.2019 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nonsens

    Sehr ökologisch, überall wo man hin geht gleich tonnenweise Mobiliar mitzuschleppen. Sicher auch ein sauberer Euro 6 Motor drinn.

  • ein schelm am 19.04.2019 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wololo

    Absolut fantastisch.

  • Eduard Schreiber am 19.04.2019 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bus/Womo

    In der Schweiz ist so was nur beschwerlich machbar, nicht wegen der Umbauerei am und im Fahrzeug, sondern wegen den STVA (Strassenverkehrsämtern), die dann entscheiden, ob das Fahrzeug so für die Strasse als Bus/Womo zugelassen wird. Konstruktionsvorschriften bezügl. Halterungen von Schränken, Bett und Tische. Hinzu kommen die unendlichen Paragraphen und Vorschriften bezüglich Nutzfahrzeuge, Schwerverkehrsabgaben und dann die unsägliche Tatsache, dass jährliche Kontrolltermine ge geben sind. Es sind nicht die Kosten und die Zeit. Sondern die STVA's und nachher am Vorführtag in der Halle der Amtsschimmel gewisser Auto-Experten.

    • Petzi am 19.04.2019 15:26 Report Diesen Beitrag melden

      Das muss nun mal sein

      Nun ja das hat aber schon seine Berechtigung, es bringt ja nocht, wenn die bremsen und Teller, Besteck, Pfannen, Kissen , Kosmetika im Wagen rumfliegen wenn man bremsen muss. Es geht ja auch nicht nur um die Sicherheit der Besitzer, sondern auch um die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Wenn alles IO ist steht dem Vergnügen ja nichts im Weg.

    • Brandwaechter am 25.04.2019 09:01 Report Diesen Beitrag melden

      Saurer

      Alles kein Problem habe selber ein Postauto zum Wohnmobil umgebaut. Nichts von dem sie schreiben trifft zu.

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  • Elfe68 am 18.04.2019 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Am liebsten einen Zirkuswagen

    Leider ist das in der Schweiz nicht möglich. Ich würde gerne in einem umgebauten Zirkuswagen wohnen, wenn ich ihn irgendwo aufstellen dürfte. Ich brauche keine Luxus. Eine kleine Dusche, eine Toilette, eine Küche zum kochen und ein Bett zum schlafen, das würde reichen.

  • Pesche FR am 17.04.2019 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    viel bla bla

    und wenig Bilder.